Digitalisierung im Straßenbau: Autobahn GmbH beim BIM-Fachsymposium – BIM Leistungskatalog veröffentlicht

Building Information Modeling (BIM) verändert die Art und Weise, wie Bauprojekte geplant, ausgeführt und verwaltet werden. Mit dem neuen BIM-Leistungskatalog gibt es noch mehr Gründe für die Nutzung von BIM. Die Autobahn GmbH des Bundes und die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) haben jetzt gemeinsam mit drei Verbänden der Bauwirtschaft eine Erklärung zur Nutzung des BIM-Leistungskataloges unterzeichnet und damit ein starkes Signal für die verstärkte Nutzung der BIM-Methode gesetzt.

BIM-Projekt_der_Niederlassung_Suedbayern_an_der_A_99_BW_32-1.png
BIM-Projekt der Niederlassung Südbayern an der A 99

Das Fachsymposium begann mit einer Bestandsaufnahme der bisherigen Umsetzung des Masterplans BIM des BMDV, der die Ziele und die Einführungsstrategie von BIM für Bundesbauten beschreibt. Ziel des Masterplans ist die Einführung von BIM in den Regelbetrieb ab 2025. Bei der Autobahn GmbH wurden bei strategischen Pilotprojekten bereits wesentliche Prozesse zur Umsetzung der BIM-Methode etabliert. Prof. Lippold, Geschäftsbereichsleiter Planen, Bauen, Innovation der Autobahn GmbH sagte: „Wir schulen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den laufenden BIM-Projekten.  Dadurch entsteht im gesamten Unternehmen eine Eigendynamik, die zu einem verstärkten Einsatz von BIM bei neuen Bauprojekten führen wird.“

Bei BIM geht es darum, den Informationsfluss von der Planung bis zum Bau zu optimieren. Die für den Bau von Straßen, Tunneln, Brücken sowie für den Erd- und Landschaftsbau notwendigen Informationen werden an die bei der Planung erstellten Unterlagen, dem „digitalen Zwilling“, angeheftet und sind damit jederzeit für alle Projektbeteiligten abrufbar. So lassen sich beispielsweise Brücken effizienter planen und schneller bauen, die Kosten transparenter darstellen und Zeitpläne sowie Risiken einfacher ermitteln und kontrollieren. Damit werden Kostenermittlungen unter Verwendung der Modelldaten genauer und belastbarer, Risiken in der Bauausführung werden minimiert, komplexe Projekte werden beherrschbarer. Mit BIM stehen bereits frühzeitig realitätsnahe Abbildungen und Simulationen der Projekte zur Verfügung, die auch kritische Punkte wie Lärm- und Umweltschutz transparent und nachvollziehbar darstellen. Die Daten aus Planung und Bau können zudem in Betrieb und Unterhaltung des fertiggestellten Bauwerks hinzugezogen werden, um zum Beispiel Maßnahmen zur Unterhaltung oder Erhaltung zielgerichteter durchführen zu können.

Der kürzlich veröffentlichte BIM-Leistungskatalog trägt dazu bei, BIM in der Praxis weiter zu etablieren. Die Autobahn GmbH des Bundes und die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) haben jetzt gemeinsam mit drei Verbänden der Bauwirtschaft eine Erklärung zur Nutzung des BIM-Leistungskataloges unterzeichnet und damit ein starkes Signal für die verstärkte Nutzung der BIM-Methode gesetzt. Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH des Bundes erklärt: „BIM wird bereits von führenden Bauunternehmen weltweit eingesetzt und hat sich als unverzichtbare Technologie in der modernen Baubranche etabliert. Der BIM-Leistungskatalog ist nicht nur ein Meilenstein für die weitere Digitalisierung der deutschen Branche. Für die Autobahn GmbH hilft BIM auch dabei, jüngere Fachkräfte zu gewinnen, die mit der Digitalisierung groß geworden sind.“

Nach wie vor gibt es Unsicherheiten bei der Leistungsbeschreibung und der Vergütung von BIM-Leistungen. Mit dem neuen BIM-Leistungskatalog ändert sich dies grundlegend: Der Leistungskatalog beschreibt alle BIM-Leistungen sowohl für die Planungs- als auch für die Bauphase eindeutig und macht sie damit für alle am Fernstraßenbau beteiligten Partner plan- und kalkulierbar. Bestehende Unsicherheiten bei der Leistungsbeschreibung und Abrechnung von BIM-Leistungen werden damit beseitigt. Erarbeitet wurde der BIM-Leistungskatalog von der DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) in Abstimmung mit dem Verband Beratender Ingenieure (VBI) und der Bundesingenieurkammer.

Weitere Informationen zum BIM-Leistungskatalog finden Sie in der Pressemitteilung.

Zurück an den Seitenanfang