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Region: Nordwest, … Status: In Planung

Autobahn: A 39, … Neubau zwischen Wittingen und Wolfsburg

Der Neubau der A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg bildet einen wesentlichen Baustein im Rahmen eines länderübergreifenden Verkehrskonzeptes zur Erschließung des norddeutschen Raumes zwischen den Autobahnen A 7 im Westen, der A 24 im Norden, der A 10 im Osten und der A 2 im Süden. Die Niederlassung Nordwest betreut die Abschnitte 6 und 7 von Wittingen bis Wolfsburg.

Daten & Fakten

Abschnitt 6:

von Wittingen (B 244) bis Ehra (L 289)

Abschnitt 7:

von Ehra (L 289) bis Wolfsburg (B 188)

Gesamtlänge:

32,3 Kilometer

Anschlussstellen:

4

Brückenbauwerke:

37

Kompensationsmaßnahmen:

auf einer Fläche von 676 ha


Projektbeschreibung

Für den insgesamt 105 km langen Neubauabschnitt wurde im Jahre 2009 durch das Bundesverkehrsministerium förmlich die Linie bestimmt. Von den insgesamt 7 Planungsabschnitten liegen die Abschnitte 6 und 7 mit insgesamt 32,3 km Länge im Gebiet der Niederlassung Nordwest der Autobahn GmbH, die übrigen im Bereich der Niederlassung Nord. Die operative Betreuung der Planung für diese Abschnitte liegt in der Außenstelle Wolfenbüttel.

Der Abschnitt 6 von Wittingen bis Ehra befindet sich derzeit im Planfeststellungsverfahren. Für den Abschnitt 7 von Ehra bis Wolfsburg liegt zwar seit 2018 ein Planfeststellungsbeschluss vor, der aber nach Urteil des BVerwG nicht vollziehbar ist. Hier ist ein Änderungsverfahren durchzuführen.

Die Neubauplanung der A 39 wurde bisher erfolgreich bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr geführt. Bis eine komplette Internetdarstellung des Projektes bei der Autobahn GmbH aufgebaut ist, steht vorübergehend noch die Darstellung des Projektes auf der Website der bisher projektführenden Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zu Verfügung.


Lückenschluss A 39

Der Neubau der A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg bildet einen wesentlichen Baustein im Rahmen eines länderübergreifenden Verkehrskonzeptes zur Erschließung des norddeutschen Raumes zwischen den Autobahnen A 7 im Westen, der A 24 im Norden, der A 10 im Osten und der A 2 im Süden.

Sie ist als vierstreifige Autobahn mit zwei Fahrstreifen plus Standstreifen pro Fahrtrichtung geplant und verbindet nach ihrer Fertigstellung die bestehenden Autobahnen A 39 von Wolfsburg bis Salzgitter und der A 39 von Lüneburg bis Hamburg.

Informationen zu den Planungsabschnitten 1-5, die von der Niederlassung Nord betreuut werden, sind hier zu finden:
A 39: Lüneburg-Wittingen


Verkehrsmeldungen

Aktuell liegen keine Verkehrsmeldungen für dieses Projekt vor.

von Wittingen (B 244) bis Ehra (L 289)

Der Abschnitt 6 der A 39 zwischen Wittingen (Bundesstraße 244) und Ehra (Landesstraße 289) hat eine Länge von 18,1 km. Die Planung und der Bau obliegen der Außenstelle Wolfenbüttel der Niederlassung Nordwest der Autobahn GmbH des Bundes.

Die linienbestimmte Trasse der A 39 im Abschnitt 6 schließt im Norden an den Abschnitt 5 an. Hier ist der Anschluss an die B 244 (Wittingen) geplant, außerdem noch ein weiterer Anschluss an die L 286 bei Eutzen. Die Trasse quert die Bahnstrecken Wittingen – Hankensbüttel und Wittingen – Wolfsburg und verläuft östlich am Naturschutzgebiet Bornbruchsmoor und dem Staatsforst Knesebeck vorbei. Das Automobil-Testgelände wird im Westen passiert, der Bundeswehr-Truppenübungsplatz und der Staatsforst Munster Heide im Osten. Im Süden schließt die Trasse an den Abschnitt 7 bei Ehra und Lessien (Anschlussstelle der L 289) an.

Im Abschnitt 6 ist in Höhe des Automobil-Testgeländes im Gifhorner Nordkreis die Errichtung einer unbewirtschafteten PWC-Anlage (Parkplatz mit WC) geplant.

Im Bereich Wittingen sind der Bau von zwei Anschlussstellen (AS) geplant – eine AS soll die Bundesstraße 244 an die neue Autobahn anbinden, eine weitere die Landesstraße 286 bei Eutzen.


Genehmigungsverfahren

Nach der förmlichen Linienbestimmung durch das Bundesverkehrsministerium hat am 22. Januar 2009 mit einer ersten Projektkonferenz die Entwurfsplanung für die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg begonnen.

Die Genehmigung der Entwurfsplanung („Gesehen-Vermerk") durch das Bundesverkehrsministerium erfolgte am 19. April 2016. Das Planfeststellungsverfahren wurde am 23. April 2018 eingeleitet. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde der bereits terminierte Erörterungstermin abgesagt und im Oktober/November 2020 eine Online-Konsultation auf der Grundlage des Plansicherstellungsgesetzes PlanSiG durchgeführt.

Der Planfeststellungsbeschluss wird im Jahr 2023 erwartet.


von Ehra (L 289) bis Wolfsburg (B 188)

Der Abschnitt 7 der A 39 zwischen Ehra (Landesstraße 289) und Wolfsburg (Bundesstraße 188) hat eine Länge von 14,2 km. Die Planung und der Bau obliegen der Außenstelle Wolfenbüttel der Niederlassung Nordwest der Autobahn GmbH des Bundes.

Die aktuelle Trasse der A 39 im Abschnitt 7 schließt im Norden an den Abschnitt 6 an. Nördlich der Ortslage Ehra-Lessin ist eine Anschlussstelle mit gleichzeitiger Verlegung der B 248 und L 289 zu einer Ortsumgehung Ehra geplant. Das FFH-Gebiet Vogelmoor wird im Westen umgangen. Die Ortschaften Barwedel und Jembke werden im Westen passiert, die Ortschaften Bokensdorf, Grußendorf und Tappenbeck im Osten. Im Süden schließt der Abschnitt an die bestehende Anschlussstelle Weyhausen der A 39 bei Wolfsburg an.

Zwischen den Orten Jembke und Tappenbeck entsteht eine einseitige Tank- und Rastanlage und eine PWC-Anlage östlich der vorhandenen Bundesstraße 248. Zudem erfordert der Anschluss der A39-Trasse an die bestehende A 39 eine Verlegung der B 248 südlich der Ortschaft Tappenbeck nach Westen. Hierdurch wird gewährleistet, dass die vorhandene B 248 nach wie vor an die B188 angeschlossen ist.

Im Zuge der B 188 wird ein leistungsfähiger Knoten, als ampelgeregelter Kreuzung B 188/B188/K107 entstehen. Die Anschlussstellenrampen auf der Westseite der Anschlussstelle Weyhausen werden über einen Kreisverkehrsplatz an die verlegte B 248 angebunden.

Um die Verkehrsbelastung in Ehra zu verringern, wird die Anschlussstelle Ehra gemeinsam mit der Bundesstraße 248 und der Landesstraße 289 nach Norden verlegt.


Genehmigungsverfahren

Nach der förmlichen Linienbestimmung durch das Bundesverkehrsministerium hat am 22. Januar 2009 mit einer ersten Projektkonferenz die Entwurfsplanung für die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg begonnen.

Die Genehmigung der Entwurfsplanung („Gesehen-Vermerk") durch das Bundesverkehrsministerium erfolgte am 23.08.2013.

Das Planfeststellungsverfahren wurde am 9. Oktober 2014 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 30. April 2018. Die Vollziehung des Planfeststellungsbeschlusses wurde zunächst gemäß § 80 Abs. 4 Satz 1 VwGO ausgesetzt.

Gegen den Planfeststellungsbeschluss wurde vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) geklagt. Mit Urteil vom 11.07.2019 hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) den Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der A 39 im Abschnitt zwischen Ehra und der AS Weyhausen für rechtswidrig und nicht vollziehbar erklärt (Az. 9 A 13.18).

Die Entscheidung des BVerwG vom 11.07.2019 ergab, dass der Beschluss rechtswidrig und nicht vollziehbar ist. Die Mängel sind nach Auffassung des BVerwG jedoch heilbar. (vgl. hierzu die Presseinformation des BVerwG vom 11.07.2019).

Hierzu wurde durch die Planfeststellungsbehörde der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) mit Datum vom 18.12.2020 ein Änderungs- und Ergänzungsverfahren eingeleitet.

Der Planfeststellungsbeschluss wird im Jahr 2022 erwartet.


Naturschutzfachliche Maßnahmen

Ende September 2018 haben sogenannte CEF-Maßnahmen (continous ecological functionality measures = Maßnahmen für die dauerhafte ökologische Funktion) begonnen, durch die die Umweltverträglichkeit des Projektes sichergestellt wird.

Neben der geplanten Einrichtung von sogenannten Lerchenfenstern (spezielle Rückzugsräume für die Feldlerche in Getreideflächen) betrifft die erste Maßnahme die Passierbarkeit der L 289 für den Fischotter. Dabei wird in Verbindung mit der geplanten A-39-Brücke „Bullergraben“ bei Lessien eine Querungshilfe für Fischotter und weitere Tierarten geschaffen.

Diese Maßnahmen sind von dem geltenden ausgesetzten Sofortvollzug ausgenommen und stellen eine wichtige ökologische Grundlage für den weiteren Bau dar.


Pressekontakt

Inga Fahlbusch

AS Bad Gandersh., Hannover, Wolfenbüttel

Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Nordwest
Gradestraße 18
30163 Hannover

Projektverantwortung