Hintergrund der Sofortmaßnahmen sind Vorfälle, bei denen Fahrzeuge trotz Verbots- und Hinweisschildern sowie roter Ampeln vor der Einhausung einfach weiterfuhren und dadurch Menschenleben sowie Einsatzkräfte gefährdeten. Außerdem gab es Abstands- und Geschwindigkeitsverstöße, die zu Auffahrunfällen in der Einhausung geführt haben. Die Einhausung ist sicher – gefährlich wird es, wenn Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer Tunnelsperrungen bei Unfällen oder Pannen ignorieren.
Seit dieser Woche wird die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h in beiden Fahrtrichtungen weiter vor der Einhausung angeordnet. In den kommenden Wochen werden außerdem zusätzliche Warnschilder aufgestellt. Beide Maßnahmen sollen die Aufmerksamkeit erhöhen und die Reaktionszeiten verbessern. Auch die Beleuchtung in der Einhausung wurde optimiert: Eine stärkere Helligkeit sorgt tagsüber für bessere Sicht. Um Tunnelsperrungen zusätzlich zu verdeutlichen, werden weitere Signalgeber über dem Behelfsfahrstreifen der LKW in Fahrtrichtung Stuttgart installiert.
Um die Verkehrssituation auf der A8, den Umleitungsstrecken und in den Nachbargemeinden zu entlasten, wird bei Tunnelsperrungen die nicht betroffene Fahrbahn bereits jetzt manuell früher freigegeben. Die Lichtsignalanlage schaltet diese Richtung auf Grün, während die Autobahnpolizei die gesperrte Seite absichert. Künftig wird dieser Ablauf automatisiert und in die Tunnelsteuerung integriert.
Die Autobahn GmbH und das Polizeipräsidium appellieren gemeinsam: Rot heißt Stopp. Angepasste Geschwindigkeit, ausreichender Abstand und volle Aufmerksamkeit retten Leben und ermöglichen Einsatzkräften sicheres Arbeiten.