Team aus Slowenien gewinnt Schneepflug-Weltmeisterschaft in Chambéry

Jubel auf dem Siegertreppchen: Bojan Križman aus Slowenien ist der beste Schneepflugfahrer der Welt. Bei der 5. Weltmeisterschaft im Schneepflugfahren (5ème Championnat du Monde de Chasse-neige), die am Donnerstag, 12. März 2026 auf dem Messegelände Savoiexpo in der Alpenstadt Chambéry in Frankreich ausgetragen wurde, sicherte sich der Slowene den ersten Platz.


Auf Platz zwei kam das Team aus Frankreich um Fahrer Loic Bonzi. Den dritten Platz belegte Fahrer Stanislaw Kasperek aus Polen. Das Team der Autobahn GmbH mit Fahrer Matthias Rudolph und Co-Pilot Luca Assenmacher aus der Autobahnmeisterei Emmelshausen (Niederlassung West) erreichte mit 3093,55 Punkten Rang 12. Die beiden Straßenwärter hatten im Qualifikationsrennen hervorragende Leistungen gezeigt, schafften aber letztlich nicht den Einzug ins Finale. Laut Wettbewerbsreglement darf pro Nation nur ein Team ins Finale einziehen. Das schaffte für das Team Deutschland Michael Wilhelmi von Hessen Mobil, der im Finale den sechsten Platz belegte.

„Unsere Glückwünsche gehen an den Gewinner Bojan Križman aus Slowenien, der heute eine großartige Leistung gezeigt hat. Wir haben alles gegeben, es sollte nicht sein. Für uns zählt der olympische Gedanke, dabei gewesen zu sein. Die Zeit mit Teams aus der ganzen Welt war großartig“, sagen Matthias Rudolph und Luca Assenmacher.

Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH: „Das Team der Autobahn GmbH hat bei der Schneepflug-Weltmeisterschaft in Chambéry alles gegeben und gezeigt, dass es zur Weltspitze gehört. Vielen Dank an Matthias Rudolph und Luca Assenmacher aus der Meisterei Emmelshausen. Mit Fahrern wie ihnen sind wir bestens für den nächsten Winter gerüstet. Alle Teilnehmer haben ihr Können überzeugend unter Beweis gestellt und den Straßenbetriebsdienst sowie die Verkehrssicherheit international sichtbar gemacht. Der erste Platz geht an das Team aus Slowenien – herzlichen Glückwunsch.“

Markus Gerhards, Direktor der Niederlassung West: „Zuschauer aus der ganzen Welt haben heute in Chambéry einen spannenden Wettkampf erlebt. Alle 36 Teams haben eindrucksvoll gezeigt, wie herausfordernd es ist, mit einem schweren Winterdienstfahrzeug den höchst anspruchsvollen Geschicklichkeitsparcours zu meistern. Das alles erfordert ein hohes Maß an Können, Präzision und Schnelligkeit. Die olympischen Werte Höchstleistung, Freundschaft und Respekt wurden von allen Teilnehmern der WM eindrucksvoll gelebt. Das ist in diesen Zeiten nicht selbstverständlich. Ich ziehe den Hut vor den Leistungen der Straßenwärterinnen und Straßenwärter. Mein besonderer Dank gilt unserem Team Autobahn um Fahrer Matthias Rudolph und Co-Pilot Luca Assenmacher aus der AM Emmelshausen. Sie haben alles gegeben und eindrucksvoll gezeigt, dass sie zu den weltbesten Fahrern zählen. Gratulation an die drei Siegerpaare.“

Respekt zollte auch Andy Apfelstädt, Abteilungsleiter Betrieb der Autobahn GmbH, den 36 Teams: „Wir haben heute echte Meisterleistungen erlebt. Alle Teams haben ihr Bestes gegeben und ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Es war einfach klasse, Teams aus der ganzen Welt kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Am Ende sind wir alle Gewinner. Wir haben gezeigt, dass sich die Verkehrsteilnehmer auf uns verlassen können.“

Die Emmelshausener Matthias Rudolph und Luca Assenmacher haben ihr Talent im Schneepflugfahren mehrfach unter Beweis gestellt. 2019 gewannen sie in Gudensberg die Deutsche Meisterschaft, 2023 wurden sie in Koblenz Vizemeister. Auch 2025 überzeugten sie bei der 4. Deutschen Schneepflug-Meisterschaft in Marktredwitz und holten Bronze.

An der Schneepflug-Weltmeisterschaft, die alle vier Jahre von der Internationalen Weltstraßenorganisation „PIARC – World Road Association“ im Rahmen des Internationalen Winterdienst‑Kongresses des Weltstraßenverbandes ausgetragen wird, nahmen in diesem Jahr in Chambéry 36 Fahrer-Teams aus 12 Ländern teil, darunter aus Andorra, Deutschland, Frankreich, Kanada, Kasachstan, Korea, Österreich, Polen, der Schweiz, Slowenien, Ungarn und der Türkei. Alle Teams hatten sich zuvor auf nationaler Ebene für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Frankreich qualifiziert. Für das Team Deutschland gingen aus den Reihen der Autobahngesellschaft Matthias Rudolph und sein Co-Pilot Luca Assenmacher sowie Michael Wilhelmi und Lukas Kiesner von der Straßenmeisterei Oberweyer (Hessen Mobil), Anne Carin Kuhne von der Straßenmeisterei Friedberg und Petra Iffland von der Straßenmeisterei Gudensberg (beide Hessen Mobil) sowie die Deutschen Vizemeister Mark Bell und Ron Hammer von der Straßenmeisterei Bingen (Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz) an den Start. Das Team aus Oberweyer kam bei der WM auf Platz 6, die Fahrer aus Bingen belegten Platz 18, während Petra Iffland und Anne Carin Kuhne auf Rang 33 kamen.

In den Vorentscheiden auf dem Messegelände „Savoiexpo“ am Rande der Alpenstadt Chambéry meisterten die 36 Teilnehmer-Teams mit baugleichen Unimogs vom Typ U530 mit langem Radstand sowie mit Lkw vom Typ Renault C460 mit Streugerät und Schneepflug zwei unterschiedliche Geschicklichkeitsstrecken und absolvierten auf Zeit insgesamt 18 Disziplinen mit 25 Wertungsprüfungen, die realen Situationen im Arbeitsalltag nachempfunden sind. Nach den Qualifikationsrennen traten die 12 weltbesten Teams schließlich im Finale gegeneinander an und kämpften um den Meistertitel. Dabei setzte sich Bojan Križman mit einem erstklassigen Lauf gegen seine Herausforderer durch und sicherte sich somit verdient den Weltmeister-Titel.

 

Hintergrund: Weltmeisterschaft im Schneepflugfahren

Die Schneepflug‑Weltmeisterschaft wird im Rahmen des alle vier Jahre stattfindenden Internationalen Winterdienst‑Kongresses des Weltstraßenverbandes PIARC (World Road Association, vormals Permanent International Association of Road Congresses) ausgetragen. In diesem Jahr tagte der 17. Winterdienst-Kongress in Chambéry. Die erste Schneepflug‑Weltmeisterschaft fand 2010 beim Winterdienst‑Kongress in Québec (Kanada) statt. Deutschland war bei den ersten beiden Wettbewerben nicht vertreten und nahm erstmals 2018 in Danzig teil. Für die deutsche Teilnahme an der WM 2018 wurden 2017 erstmals Deutsche Meisterschaften im Schneepflugfahren durchgeführt. Seitdem finden sie – mit einer pandemiebedingten Pause 2021 – im zweijährigen Rhythmus statt. 2023 richtete die Autobahn GmbH die dritte Deutsche Meisterschaft in Koblenz aus, 2025 folgte der vierte Wettbewerb in Marktredwitz.

Schneepflug-Meisterschaften zeigen die anspruchsvolle Arbeit des Winterdienstes, der im Alltag für sichere Straßen sorgt. Trainiert wird das präzise Manövrieren schwerer Fahrzeuge unter Bedingungen, die typische Winterdienst-Einsätze nachstellen. Bei der Weltmeisterschaft in Chambéry fahren 36 Teams zwei Geschicklichkeitsparcours mit 18 Disziplinen. Gefordert sind enge Slalomfahrten, exaktes Bremsen, präzise Rückwärtsmanöver und das millimetergenaue Schieben von Lasten mit dem Räumschild – alles ohne Kameras. Der Wettbewerb verbindet Geschicklichkeit und Tempo, ähnlich wie technische Präzisionssportarten.

 

Pressebilder zum Download: Schneepflugmeisterschaften
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