A7-Talbrücke Thalaubach: Verkehrsfreigabe des ersten Teilbauwerks

Die Autobahn GmbH des Bundes hat heute, am 25. August 2025, einen bedeutenden Schritt in der Modernisierung der A7 vollzogen: Das erste neue Teilbauwerk der Talbrücke Thalaubach ist vollständig für den Verkehr freigegeben. Das 312 Meter lange und 38 Meter hohe Bauwerk ersetzt eine der beiden in die Jahre gekommenen Bestandsbrücken aus dem Jahr 1968 und ermöglicht nun eine sichere Verkehrsführung mit je zwei Fahrstreifen pro Richtung.


Investition in die Zukunft

Rund 115 Millionen Euro investiert der Bund in das Gesamtprojekt und setzt damit ein starkes Zeichen für die Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur. Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, betont: „Die Modernisierung von Brücken gehört zu den vordringlichsten Zukunftsaufgaben im Bereich der Autobahninfrastruktur.“

Nachhaltigkeit trifft Ingenieurskunst

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Umweltschutz: Um den angrenzenden Waldbestand zu erhalten, wurde eine rund 900 Meter lange Steilböschung mit Nagelwand errichtet. Diese Lösung vermeidet großflächige Rodungen.

Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori hebt hervor: „Dieses Projekt setzt Maßstäbe für nachhaltiges Bauen an Hessens Verkehrswegen.“

Technische Meisterleistung

Die neue Brücke wurde im anspruchsvollen Taktschiebeverfahren errichtet – eine wirtschaftliche und technisch komplexe Methode, bei der der Brückenüberbau abschnittsweise über sieben Pfeiler geschoben wird. Dirk Brandenburger, Technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH, lobt die Leistung aller Beteiligten: „Die Sanierung der Autobahnbrücken ist eine Mammutaufgabe, die wir mit Entschlossenheit angehen. Bei der Talbrücke Thalaubach ist nun ein wichtiges Ziel erreicht. Denn die neue Brücke steht und ermöglicht eine sichere Verkehrsführung bis zur Fertigstellung des zweiten Bauwerks. Für den Bau der langen 7-feldrigen Stahlbrücke war das technisch anspruchsvolle Taktschiebeverfahren die wirtschaftlichste Lösung. Die Beteiligten können stolz auf Ihre Leistung sein.“

Ausblick: Weitere Bauabschnitte bis 2030

„Nach dem Abbruch der Bestandsbrücke bauen wir an Ort und Stelle bis voraussichtlich Ende 2028 das zweite Teilbauwerk für die zukünftige Richtungsfahrbahn Würzburg“, erläutert Cord Lüesse, Direktor der Niederlassung Nordwest. „Danach erfolgt abschließend noch bis 2030 die Streckenanpassung an die veränderte Lage der neuen Brücke.“

 

Projektdaten im Überblick:

  • Länge der Brücke: 312 Meter
  • Höhe: 38 Meter
  • Gesamtkosten: ca. 115 Mio. Euro
  • Kosten für Nagelwand und 1. Teilbauwerk: ca. 37 Mio. Euro
  • Kosten für Abbruch und Neubau 2. Teilbauwerk: ca. 40 Mio. Euro
  • Streckenanpassung: ca. 30 Mio. Euro
  • Regenwasserbehandlungsanlagen: ca. 8 Mio. Euro