Mit der Gründung der Autobahn GmbH des Bundes am 13. September 2018 sind wir die jüngste und künftig eine der größten Infrastrukturbetreiberinnen in Deutschland. Nach einer Aufbauphase werden wir ab dem 1. Januar 2021 sämtliche Aufgaben in Bezug auf Autobahnen in Deutschland übernehmen – das heißt Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung. Als Autobahn GmbH des Bundes arbeiten wir ab sofort jeden Tag daran, die weltweit bekannten deutschen Autobahnen noch leistungsfähiger zu machen.

Aktuelles

Internationaler Tag der Ersten Hilfe

14. September 2019

Heute ist der Internationale Tag der Ersten Hilfe – Zeit für eine Auffrischung, um im Falle eines Verkehrsunfalls richtig handeln zu können.

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Meist vergehen einige Minuten bis bei einem Unfall professionelle Hilfe eintrifft. Wer als Erster an einem Unfallort eintrifft, kann wertvolle Erste Hilfe leisten. Oft wird jedoch aus Angst, einen Fehler zu machen, nicht geholfen. Aber: Nur, wer gar nichts tut, handelt in so einer Situation falsch. Die ersten Minuten nach dem Unfall sind entscheidend dafür, welche Chancen ein Verletzter hat.

In dieser Reihenfolge sollte die Hilfe erfolgen:
• Unfallstelle absichern
• Notruf absetzen
• Verletzte aus der Gefahrenzone bringen
• Zustand des Verletzten prüfen
• Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen, falls erforderlich

Im PDF erklären wir die wichtigsten Schritte genauer.

Erste Hilfe (PDF, 207 KB)

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Die Autobahn GmbH wird 1 Jahr

13. September 2019

Heute ist es an der Zeit gleich zwei Jubiläen zu feiern: Heute ist es ein Jahr her, dass die Autobahn GmbH des Bundes gegründet wurde und unsere drei Geschäftsführer feiern ihr erstes halbes Jahr im Amt. Zeit also für eine erste Zwischen-bilanz: Wichtige Meilensteine sind erreicht und der Aufbau der Strukturen wird weiterhin zügig vorangetrieben.

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Am 13. September 2018 wurde die Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen ins Leben gerufen. Die "IGA", wie unsere Organisation die ersten Monate nach der Gründung genannt wurde, stellt einen Neuanfang dar. Die Verwaltung der Autobahnen und Bundesstraßen soll von der Auftragsverwaltung der Länder übergehen in eine Bundesverwaltung.

Seit einem Jahr sind wir nun am Aufbau der Strukturen für den Betriebsstart zum 1.1.2021. Dieses wichtige Datum ist für uns zum täglichen Ansporn geworden. Wir arbeiten auf Hochtouren, um die Prozesse, Strukturen, Immobilien, Sachmittel und vor allem die nötige Mannschaftstärke für einen erfolgreichen Start sicherzustellen.

„Dieses Projekt ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Aber wir haben schon viel erreicht und die Autobahn GmbH des Bundes wird zum 1. Januar 2021 die Verantwortung für die deutschen Autobahnen übernehmen“ sagt Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Unser Transformationsprojekt bedeutet auch eine Veränderung für die Beschäftigten der Länder. Ein großer Teil wird zukünftig für den Bund arbeiten und wir freuen uns schon auf die Kolleginnen und Kollegen. In den letzten Monaten konnten wir ein gutes Paket für die zukünftigen Tarifbeschäftigten schnüren und auch der Übergang der Beamten ist nun in weiten Teilen geregelt. Die Details zum Übergang der Beschäftigten der Länder verhandeln wir aktuell mit den Gewerkschaften. Der sog. Einführungs- und Überleitungstarifvertrag (EÜTV) wird viele der aktuell noch offenen Fragen klären.  

Lesen Sie in der Pressemitteilung unten noch mehr zu unseren erreichten Meilensteinen.

Wir freuen uns, mit Ihnen, Euch und allen, denen die deutschen Autobahnen am Herzen liegen, tatkräftig die nächsten Schritte anzugehen!

Pressemitteilung 1 Jahr Autobahn (PDF, 586 KB)

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5. Straßenbautag der Bauindustrie

12. September 2019

Stephan Krenz spricht auf dem 5. Straßenbautag der Bauindustrie in Fulda

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Heute fand in Fulda der 5. Straßenbautag der Länder Hessen, Bayern und Thüringen statt, an dem auch der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, Stephan Krenz teilnahm. In seiner Rede begrüßte Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie die Schaffung der Autobahn GmbH. Er sehe darin große Potenziale, beispielsweise für die Entwicklung standardisierter und moderner Vergabeverfahren und eine gemeinsame Innovationsstrategie für die Autobahn. Gleichzeitig mahnte Hübner aber auch an, dass die Planungs- und Bauprojekte nicht durch die Transformation verzögert werden sollten. Krenz versicherte, dass gerade im Bereich „Planen und Bauen“ die Kompetenz vor Ort bleiben würde, betonte aber auch die Notwendigkeit, besser und schneller die Projekte abzuwickeln und dabei auch stärker die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer der Autobahn im Auge zu haben.

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Klaus Franke auf der Nordbau

12. September 2019

Klaus Franke, Niederlassungsdirektor Nord, spricht auf der Baufachmesse Nordbau.

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Auf Einladung der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure Schleswig-Holstein (VSVI-SH) und des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) besuchte Klaus Franke, Direktor der Niederlassung Nord der Autobahn GmbH des Bundes heute die Nordbau Neumünster.

Die Nordbau ist die größte Baufachmesse Nordeuropas. Franke berichtete dort über den aktuellen Stand des Aufbaus der Niederlassung Nord. Er erläuterte auch die allgemeinen Ziele der Reform und den Prozess auf dem Weg zur Autobahn Gesellschaft. Sein Fokus lag dabei auf dem aktuellen Stand des Aufbaus der Niederlassung Nord. „Ich habe deutlich gemacht, dass wir einen nahtlosen Übergang der Projekte zum 1.1.2020 mit Hochdruck anstreben und auch zukünftig in enger Kooperation mit Ländern und Kommunen agieren werden“, sagte Franke.

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Über uns

Zahlen & Fakten

Gegründet
13. September 2018

Die Autobahn GmbH des Bundes wurde am 13. September 2018 in Berlin gegründet. Sie finden unsere Zentrale am Leipziger Platz in Berlin.

Arbeitsaufnahme der Geschäftsführung
1. März 2019

Die Geschäftsführung besteht aus Stephan Krenz, Gunther Adler und Anne Rethmann. Lesen Sie hier mehr zu den Geschäftsführern.

Länge des Autobahnnetzes
ca. 13.000 km

Deutschland hat damit das zweitgrößte Autobahnnetz Europas. Die längste Autobahn ist übrigens die A7, die von Norden nach Süden einmal durch ganz Deutschland führt.

Zukünftig
bis zu 15.000 Mitarbeiter/innen

Die Autobahn GmbH ist bundesweit vertreten. Als attraktiver Arbeitgeber bieten wir ein modernes Arbeitsumfeld und gute Weiterentwicklungs-
möglichkeiten. Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Wert des Autobahnnetzes
mehrere Milliarden EUR

Die Autobahn ist eines der wichtigsten Verkehrsnetze und öffentlichen Güter in Deutschland. Die Autobahn GmbH des Bundes setzt daher einen wichtigen Schwerpunkt auf nachhaltige Investitionen in Aus- und Neubau sowie Erhaltung der Autobahnen.

Bundesweite Standorte
über 200

Die Autobahn GmbH gliedert sich ab 2021 deutschlandweit in 10 Niederlassungen, 41 Außenstellen, 42 Verkehrsleitzentralen und über 150 Autobahnmeistereien auf.

Zurzeit bauen wir die Zentrale in Berlin auf, von wo aus wir bis zur Aufnahme unserer Geschäftstätigkeit ein bundesweit aufgestelltes Unternehmen entwickeln. Dieses Unternehmen wird ab 2021 für rund 15.000 Beschäftigte verantwortlich sein. In der aktuellen Aufbauphase stellen wir insbesondere sicher, dass die Autobahn GmbH eine attraktive Arbeitgeberin ist. Dazu gehören für uns eine gute und faire Vergütung, Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und attraktive Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

 

Aufgaben

Ab dem 1. Januar 2021 übernehmen wir sämtliche Aufgaben der Verwaltung der Autobahnen in Deutschland:

 

Aufgaben der Autobahn GmbH des Bundes
Aufgaben der Autobahn GmbH des Bundes

Standorte

Unsere Zentrale befindet sich schon heute in Berlin. Ab 2021 wird es zehn Niederlassungen geben, die sich im gesamten Bundesgebiet verteilen. Darüber verstärken zukünftig 41 regionale Außenstellen die Niederlassungen. Vor Ort sorgen engagierte Beschäftigte in den Autobahnmeistereien dafür, dass der Verkehr fließt. Jede Autobahnmeisterei ist im Schnitt für 70 km Autobahn verantwortlich.

 

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes besteht aus drei Geschäftsführern:

Stephan Krenz
Vorsitzender
der Geschäftsführung

Vor seiner Tätigkeit als Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes war Stephan Krenz unter anderem Vorsitzender der Geschäftsführung von Abellio Deutschland sowie Geschäftsführer von Bombardier Transportation Deutschland. Des Weiteren leitete er in der Vergangenheit die Geschäfte von Jet Aviation. Seine erste berufliche Station war die Unternehmensberatung A.T. Kearney. Stephan Krenz hält einen Diplom-Abschluss in Wirtschaftsingenieurswesen der Universität Hamburg und der Technischen Universität Hamburg.

Lebenslauf Stephan Krenz (PDF)

Gunther Adler
Geschäftsführer
Personal

Gunther Adler war mehrere Jahre Staatssekretär in Ministerien auf Bundes- und Landesebene, unter anderem im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat sowie im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung leitete er außerdem die Referate Außenwirtschaft und Politische Planung. Gunther Adler studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Staatsrecht mit dem Abschluss Magister Artium an der Universität Bonn.

Lebenslauf Gunther Adler (PDF)

Anne Rethmann
Geschäftsführerin
Finanzen

Vor ihrem Start bei der Autobahn GmbH des Bundes war Anne Rethmann kaufmännische Geschäftsführerin von Cerner Health Services Deutschland und leitete den Finanzbereich von Cerner in Europa. Darüber hinaus hatte sie verschiedene Leitungspositionen bei Siemens Healthcare inne. Davor war sie mehrere Jahre kaufmännische Geschäftsführerin der GSD Gesellschaft für Systemforschung und Dienstleistungen im Gesundheitswesen mbH. Ihr Studium an der Berufsakademie Stuttgart schloss Anne Rethmann als Diplom-Betriebswirtin ab.

Lebenslauf Anne Rethmann (PDF)

Gesellschafter und Aufsichtsrat

Wir als die Autobahn GmbH des Bundes befinden uns zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes. Eine Veräußerung der Geschäftsanteile ist gesetzlich ausgeschlossen. Der Bund bestimmt als Eigentümer die Strategie des Unternehmens mit und stellt Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die Mitglieder unseres Aufsichtsrats sind Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), des Haushalts- sowie des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestags sowie der Gewerkschaften ver.di und dbb. Insgesamt besteht der Aufsichtsrat aktuell aus zwölf Personen, Vorsitzender ist Dr. Gerhard Schulz.

Hintergrund zur Reform

Im Zuge der Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen einigten sich die Länder und der Bund 2017 unter anderem auf die Reform der Bundesfernstraßenverwaltung.

Aktuell wird die Verwaltung des ca. 13.000 Kilometer langen Autobahnnetzes in Deutschland zwar durch den Bund finanziert und beauftragt, jedoch dezentral durch die einzelnen Bundesländer ausgeführt.

Ziel der Reform ist es, Finanzierung und Verwaltung ab 1. Januar 2021 bei der Autobahn GmbH des Bundes in eine Hand zu legen. Ressourcen sollen so effektiver genutzt und die Qualität der deutschen Autobahnen auch zukünftig gewährleistet werden.

Aufgrund der Komplexität des Transformationsvorhabens handelt es sich um eine der größten infrastrukturpolitischen Reformen der vergangenen Jahrzehnte.

Weitere Informationen zum Hintergrund der Reform finden Sie auf der Webseite des BMVI.

Karriere

Interessieren Sie sich für Straßenbau und Infrastruktur? Suchen Sie einen Arbeitgeber, der Deutschland wortwörtlich in Bewegung hält? Dann bewerben Sie sich bei uns!

Gerade in der aktuellen Aufbauphase bis 2021 sind wir auf der Suche nach kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für vielfältige Positionen und Funktionen, insbesondere für die Zentrale in Berlin.
Auf unserer Karrierewebsite können Sie sich auf die aktuell ausgeschriebenen Stellen oder initiativ bewerben.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!

Häufige Fragen (FAQ)

  • Organisation

    • Warum die Rechtsform als GmbH?Die Autobahn GmbH des Bundes ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, also eine GmbH. Alleiniger Gesellschafter ist der Bund; laut Grundgesetz darf er seine Gesellschaftsanteile auch nicht verkaufen. Die Autobahn GmbH des Bundes wurde anders als z.B. die Deutsche Bahn AG als GmbH gegründet, da sich eine GmbH unter anderem dadurch auszeichnet, dass der Gesellschafter gegenüber der Geschäftsführung weitgehende Weisungsbefugnisse hat. Damit werden die Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten des Bundes als Gesellschafter im Interesse des Gemeinwohls und der Daseinsvorsorge gewährleistet. Außerdem bietet die Rechtsform der GmbH Möglichkeiten für neue wirtschaftliche Strukturen. Die Autobahn GmbH soll zwar keinen Gewinn erzielen, denn ihre Aufgabe ist und bleibt die Erfüllung zentraler öffentlicher Aufgaben: Bau, Betrieb und Planung der Autobahninfrastruktur. Als GmbH kann sie jedoch wirtschaftlicher handeln als eine Behörde. Außerdem soll, z.B. durch höhere Gehälter und flexiblere Arbeitsmodelle, die Attraktivität für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, vor allem in Mangelberufen, gesteigert werden.
    • Was sind die Aufbauteams der Niederlassungen?Aktuell werden deutschlandweit zehn Niederlassungen aufgebaut. Für jede Niederlassung werden dazu sogenannte Aufbauteams gebildet. Die Teams bestehen aus rund 10 Experten vor Ort und unterstützen die zukünftigen Niederlassungsdirektoren bei der Gestaltung der neuen Strukturen in allen wesentlichen Themenfeldern. Dazu gehören unter anderem die Bereiche IT, Personal, Kernprozesse (Planen, Bauen, Erhalten, Betreiben), Immobilien, Kaufmännisches und Kommunikation. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aufbauteams treiben somit schon vor dem offiziellen Betriebsbeginn am 01.01.2021 den Aufbau der Autobahn GmbH in den Niederlassungsgebieten aktiv voran.
  • Arbeitsplatzsicherheit

    • Ist die GmbH für die Zukunft sicher aufgestellt?Die Autobahn GmbH des Bundes gehört zu 100% dem Bund. Eine Privatisierung und ein Verkauf der Geschäftsanteile an private Investoren ist gesetzlich ausgeschlossen. Als Bundesgesellschaft kann sie zudem nicht in Insolvenz gehen. Die Autobahn GmbH des Bundes hat nicht den Auftrag, Gewinn zu erzielen, sondern maximal eine schwarze Null bei Erfüllung der öffentlichen Aufgaben. Damit ist die Autobahn GmbH des Bundes keine kaufmännische GmbH. Der Grund für die gewählte Rechtsform ist, dass eine GmbH wirtschaftlicher agieren kann und attraktiver für Arbeitnehmer in Mangelberufen ist als eine Behörde.
    • Welche Sicherheit gibt es, dass die Autobahn GmbH nicht doch privatisiert wird?Bau, Betrieb und Planung der Autobahninfrastruktur ist und bleibt eine zentrale öffentliche Aufgabe. Für die Autobahn GmbH ist eine Privatisierung vom Gesetzgeber ausdrücklich ausgeschlossen worden. Ein Verkauf der Autobahn GmbH an private Investoren ist somit nicht möglich.
    • Darf der Bundesrechnungshof die Autobahn GmbH kontrollieren?Ja. Der Bundesrechnungshof hat sogar eine besondere, d.h. stärkere Kontrollfunktion als in anderen GmbHs des Bundes.
    • Bekommen Auszubildende, die 2019 oder 2020 ihre Ausbildung beginnen, eine Übernahmegarantie?Ja. Wenn die Länder den Auszubildenden eine Übernahmegarantie geboten haben, dann übernimmt der Bund diese Auszubildenden auch, wenn das Ausbildungsende erst nach dem Betriebsbeginn der Autobahngesellschaft (01.01.2021) liegt. Diese Garantie gilt für die Autobahn GmbH und das FBA.
    • Welchen Kündigungsschutz gibt es?Der tarifvertragliche Kündigungsschutz, auch der auf Basis des Dienstalters, bleibt als Teil der Besitzstandswahrung erhalten. Zudem haben wir im Tarifvertrag den Kündigungsschutz für besonders langjährige Beschäftigte übernommen und diesen auf das gesamte Tarifgebiet ausgeweitet.
    • Für wen gilt ein besonderer Kündigungsschutz?Die Regelung zum Kündigungsschutz für besonders langjährig Beschäftigte wurde aus dem TV-L bzw. TVöD übernommen und gilt für das gesamte Tarifgebiet. Dieser Kündigungsschutz gilt für Beschäftigte, die das 40. Lebensjahr vollendet haben und eine Beschäftigungszeit von mehr als 15 Jahren haben.
  • Personalübergang

    • Welche Vorteile bietet die Beschäftigung bei der Autobahn GmbH?Die Autobahn GmbH wird den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern attraktive Karrieremöglichkeiten bieten. Hierfür sollen vielfältige Weiterentwicklungsangebote geschaffen werden. Auch in Bezug auf die Vergütung wird es einige Verbesserungen geben. Alle Beschäftigten werden entsprechend der gesetzlich festgelegten Besitzstandswahrung mindestens zu ihren bisherigen Konditionen vergütet. In der Praxis werden für viele Beschäftigte die Beschäftigungskonditionen bei der Autobahn GmbH sogar besser sein, da die Konditionen über alle Länder hinweg angeglichen und weitere Bestandteile wie ein volles 13. Monatsgehalt eingeführt werden. Zudem ist die (Arbeitsplatz-) Sicherheit eines bundeseigenen Unternehmens gegeben.
    • Wie wird sichergestellt, dass Beschäftigte zukünftig nicht schlechter gestellt werden?Dies ist gesetzlich zugesichert, es gibt eine Besitzstandswahrung für alle vom Übergang betroffenen und wechselbereiten Beschäftigten und diese wird von uns auch eingehalten. Die genauen Regelungen hierfür werden derzeit in den Verhandlungen zum Einführungs- und Überleitungstarifvertrag verhandelt. Wir hoffen, Ihnen hier in Kürze mehr Klarheit geben zu können.
    • Gilt die Besitzstandswahrung auch bei einem späteren Wechsel zu Autobahn GmbH?Die Wahrung der Besitzstände ist nur für Beschäftigte vorgesehen, die zum 01.01.2021 zur Autobahn GmbH des Bundes wechseln.
    • Wo werden die Besitzstände geregelt?Grundsätzlich werden diese Punkte im Einführungs- und Überleitungstarifvertrag festgelegt. Bestehen darüber hinaus einzelvertragliche Regelungen für einzelne Beschäftigte, so sind diese Besitzstände beim Personalübergang nach § 613a BGB gesichert. Daneben bestehen zum Zeitpunkt des Übergangs geltende Dienstvereinbarungen (zukünftig als Betriebsvereinbarungen) für längstens 12 Monate nach Betriebsbeginn fort, soweit sie nicht vorher durch neue Regelungen ersetzt werden.
    • Werden bei einem Wechsel zur Autobahn GmbH die beim Land zurückgelegten Dienstjahre berücksichtigt? Ja, diese werden voll angerechnet.
    • Wird die VBL fortgeführt?Die betriebliche Altersvorsorge des öffentlichen Dienstes, die VBL, soll weitergeführt werden. Hierzu sind wir in Gesprächen mit der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL); bislang haben wir keine Anzeichen, die einer Mitgliedschaft in der VBL entgegenstehen könnten. Für Länder, die derzeit eigene Regelungen zur betrieblichen Altersvorsorge haben, arbeiten wir an individuellen Lösungen.
    • Was passiert, wenn Beschäftigte nicht zur Autobahn GmbH des Bundes wechseln wollen?Nicht wechselbereite Beschäftigte können weiterhin bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber/Dienstherren beschäftigt sein; wenn sie trotzdem für den Bereich der Bundesautobahnen (BAB) tätig sein wollen, können sie dies im Wege einer Abordnung, Zuweisung oder Personalgestellung tun. Der Bund hat ein großes Interesse an der Mitwirkung BAB-kundiger Mitarbeiter an der Aufgabe „Bundesautobahnen“ und an dem Fortbestand funktionierender Einheiten. Klar ist: Die Autobahngesellschaft will keine Versetzungen gegen den Willen der Beschäftigten.
    • Welche Möglichkeiten gibt es für einen Wechsel von Beamten?Wenn bisher in der Landesverwaltung eingesetzte Beamte bei der Autobahngesellschaft tätig werden wollen, können sie sich zunächst zum Fernstraßen-Bundesamt (FBA) versetzen lassen. Die Behörde nimmt die Aufgaben des neuen Dienstherrn wahr. Vom FBA werden sie dann zur Autobahn GmbH zugewiesen. Für alle Beamtinnen und Beamten, die sich zum FBA versetzen lassen, wird einheitlich das Bundesbeamtenrecht gelten. Wichtig ist, dass es keine Altersbegrenzung gibt. Wir freuen uns über jede Beamtin und jeden Beamten, die oder der bei der Autobahngesellschaft mitwirken möchte. Für diese Beamten wird es zukünftig einen erweiterten Beförderungskegel geben: Die üblichen Stellenobergrenzen gelten nicht und freiwerdende Stellen aus Altersabgängen können zur Beförderung genutzt werden.
    • Was passiert, wenn Beamte nicht wechseln, jedoch eine Aufgabe bei der Autobahn GmbH wahrnehmen wollen?In den Fällen, in denen Landesbeamte nicht zum Bund wechseln wollen, wird es keinen Wechsel gegen den Willen eines Beamten geben. In diesen Fällen gilt weiterhin das Landesbeamtenrecht. In diesen Fällen müssen die Länder mit der Autobahn GmbH individuelle Zuweisungs- und Beurlaubungsvereinbarungen schließen. Zu einem Dienstherrenwechsel kommt es nicht. Zudem besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer Beurlaubung für Beamte, um als Tarifbeschäftigte zur Autobahn GmbH zu wechseln. Für Tarifbeschäftigte gilt der Haustarifvertrag der Autobahn GmbH (TV-A).
  • Bewerbung

    • Wie erfahre ich, welche Positionen offen sind?Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie über unser Stellenportal autobahn.recruitee.com. Hier finden Sie alle ausgeschriebenen Stellen der Autobahn GmbH. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, eine Initiativbewerbung an uns zu richten. Geben Sie dabei bitte an, ob Sie sich für die Zentrale, bzw. für welche Niederlassung oder Außenstelle Sie sich bewerben.
    • Kann ich mich schon jetzt für eine Niederlassung/Außenstelle bewerben?Teilweise ja. Aktuell befinden wir uns im Aufbau der Niederlassungen und Außenstellen. Diese werden ab 01.01.2021 ihren Betrieb aufnehmen, der Personalaufbau beginnt jedoch schon jetzt. Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie über unser Stellenportal autobahn.recruitee.com. Sollte dort keine passende Stelle veröffentlicht sein, können Sie auch gerne eine Initiativbewerbung an uns richten, die wir berücksichtigen werden, sobald wir für eine geeignete Stelle ausschreiben. Geben Sie dafür bitte an, für welche Niederlassung bzw. Außenstelle Sie sich bewerben möchten.
    • Kann ich mich für eine bestimmte Autobahnmeisterei bewerben?Sofern Sie bereits beim Land beschäftigt sind, können Sie sich für offene Stellen an Ihren Landesbetrieb wenden. Sollten Sie aktuell nicht beim Land beschäftigt sein, bitten wir Sie um Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Landesbetrieb. Eine direkte Bewerbung für Autobahnmeistereien der Autobahn GmbH ist ab dem Betriebsstart zum 01.01.2021 möglich.
    • Kann ich mich trotz Verwendungsvorschlag schon jetzt für eine bestimmte Stelle bewerben?Generell gilt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Länder der Verwendungsvorschlag ihres Landes. Dieser Verwendungsvorschlag legt die zukünftige Position bei der Autobahn GmbH des Bundes fest, da er für den Bund bindend ist. Wenn Sie sich als Mitarbeiter/in des Landes jedoch auf eine andere Stelle im selben Gebiet oder aber in einem anderen Niederlassungsgebiet bewerben wollen, ist das in der Regel möglich. Diesen Wunsch sollten Sie dann Ihren Ansprechpartnern des Landes mitteilen. Diese können für Sie eine sogenannte Verwendungsempfehlung abgeben. Alternativ können Sie sich natürlich auch direkt bei uns initiativ über autobahn.recruitee.com bewerben.
    • Wohin kann ich mit Fragen zur Bewerbung wenden?Konkrete Fragen zur Stellenausschreibung oder zu Bewerbungen können Sie gerne an unsere Personalabteilung richten. Diese erreichen Sie per E-Mail unter bewerbung@autobahn.de.
    • Wann kann ich mit einer Rückmeldung zu einer Initiativbewerbung rechnen?Aktuell befinden wir uns im Aufbau der Zentrale, Niederlassungen und Außenstellen. Sobald die Strukturen und Prozesse in den jeweiligen Niederlassungen und Außenstellen aufgesetzt sind und die Verwendungsvorschläge je Standort feststehen, werden die Besetzungsverfahren eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt wird auch Ihre Initiativbewerbung aufgenommen werden. Dies kann in einigen Fällen jedoch noch mehrere Monate dauern.
  • Tarifvertrag

    • Was beinhaltet der neue Haustarifvertrag der Autobahn GmbH?Der neue Haustarifvertrag ist ein eigener Tarifvertrag speziell für die Autobahn GmbH des Bundes. Er umfasst alle grundlegenden Tarifbestimmungen für deren Tarifbeschäftigte. Er besteht aus dem Manteltarifvertrag (Regelungen der wesentlichen Beschäftigungsgrundlagen) und dem Tarifvertrag zum Entgeltgruppenverzeichnis (Regelungen zur Eingruppierung). Zusätzlich wird es weitere Tarifverträge für bestimmte Gruppen und Themengebiete geben; für Nachwuchskräfte der Autobahn GmbH (Auszubildende und Studierende) gibt es beispielsweise auch schon einen eigenen Tarifvertrag. Außerdem wird aktuell noch der Einführungs- und Überleitungstarifvertrag verhandelt, der die Überleitung der wechselbereiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenbauverwaltungen der Länder in die Autobahn GmbH regeln wird.
    • Welche Bestandteile wurden aus dem TVöD übernommen?Die betriebliche Altersvorsorge des öffentlichen Dienstes, die VBL, soll weitergeführt werden. Auch der Kündigungsschutz für besonders langjährige Beschäftigte wird übernommen und auf das gesamte Tarifgebiet ausgeweitet. Außerdem garantieren wir Erfahrungsaufstiege nach einer festgelegten Beschäftigungsdauer.
    • Welche Unterschiede bietet der Tarifvertrag gegenüber dem TVöD hinsichtlich der Eingruppierung?Der größte Vorteil des neuen Tarifvertrags ist sicherlich, dass bei uns zählt, welche Tätigkeit jede und jeder Einzelne konkret ausübt. Unsere Eingruppierung erfolgt auf Basis der tatsächlich übertragenen Tätigkeiten und der entsprechenden persönlichen Eignung und nicht vorrangig nach formalen Abschlüssen wie beispielsweise einem Facharbeiterabschluss. Auch entfällt die bisherige Ost-West-Differenzierung im gesamten Tarifwerk. Außerdem bieten wir attraktive Karrierewege, die es ermöglichen, sich basierend auf eigenen Interessen und Können auch über die Möglichkeiten des TV-L oder TVöD hinaus weiterzuentwickeln und vergütet zu werden.
    • Was muss ich noch zur Eingruppierung wissen?Unser Entgeltgruppenverzeichnis enthält Verbesserungen in der Eingruppierung für zentrale Beschäftigtengruppen, insbesondere im Straßenbetriebsdienst. So erfolgt beispielsweise die Grundeingruppierung der Straßenwärter in EG 6. Außerdem haben wir die beiden untersten Entgeltgruppen 1 und 2 komplett gestrichen.
    • Werden bei einem Wechsel zur Autobahn GmbH die beim Land zurückgelegten Dienstjahre berücksichtigt? Ja, diese werden voll angerechnet.
    • Welche Erschwerniszuschläge gibt es?Bei der Autobahn GmbH gibt es zukünftig für Beschäftigte im Außendienst des Straßenbetriebsdienstes und Straßenbaus im „Gefahrenraum Autobahn“ einen pauschalen Erschwerniszuschlag in Höhe von 60 Euro monatlich. Zusätzlich gibt es als Ausgleich für außergewöhnliche Belastungen 60 Euro monatlich für Beschäftigte im Kolonnendienst bzw. 25 Euro monatlich für Streckenwarte oder Straßenmeister. Beschäftigte im Straßenwinterdienst erhalten zusätzlich zwischen November und März einen Winterdienstzuschlag von 60 Euro monatlich.
    • Was ist das 13. Monatsgehalt?An die Stelle der Jahressonderzahlung tritt bei der Autobahn GmbH ein garantiertes, volles 13. Monatseinkommen, das grundsätzlich mit der Entgeltzahlung im November ausgezahlt wird. Es errechnet sich aus dem Tabellenentgelt sowie der in Monatsbeträgen tariflich festgelegten Entgeltbestandteile. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können eine monatliche anstatt der jährlichen Auszahlung beantragen.
    • Was ist der Unternehmensbonus?Bei der Autobahn GmbH sollen alle Beschäftigten direkt am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden und von ihrem Einsatz profitieren. Deshalb wird es einen Unternehmensbonus für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben, der von der Erreichung der Unternehmensziele abhängt. Ein solches Ziel kann zum Beispiel die messbare Entwicklung der Autobahnqualität sein. Das Bonusprogramm wird erstmals für das Jahr 2022 mit Auszahlung im Jahr 2023 umgesetzt.
    • Wie wird sich die Entlohnung der Beschäftigten nach Haustarifvertrag in Zukunft entwickeln?Mit dem Haustarifvertrag haben wir uns an die Entgelttabelle des TVöD Bund gebunden, zunächst bis Ende 2025. Da es für unser offizielles Startjahr 2021 jedoch noch keine Entgelttabelle des TVöD Bund gibt, haben wir für die Übergangszeit eine eigene Tabelle entwickelt, deren Werte über dem Niveau des TVöD Bund 2020 und TV-L 2021 liegen. Somit ist bereits durch die Tabelle sichergestellt, dass nach der Überleitung Ihr Grundentgelt mindestens genauso hoch ist wie bisher. Sobald die Tarifrunde zum TVöD Bund Werte ergibt, die oberhalb der jetzt vereinbarten Werte liegen, gelten die höheren.
    • Wie funktioniert die Eingruppierung und Stufenzuordnung für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?In Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes wird das Grundentgelt üblicherweise über sogenannte Entgeltgruppen und Stufen festgelegt; dies haben wir für die Autobahn GmbH so übernommen. Die Stelle jeder Mitarbeiterin und jedes Mitarbeiters wird über das Entgeltgruppenverzeichnis (EGV) auf Basis der ausgeübten Tätigkeit einer Entgeltgruppe zugeordnet. Zusätzlich wird die Dauer der Beschäftigung honoriert, d.h. je länger Sie in Ihrer Position arbeiten, desto mehr verdienen Sie auch durch die Zuordnung zu immer höheren Entgeltstufen.
    • Wie werden die heutigen AV-Beschäftigten in den Haustarifvertrag übergeleitet?Die Fragen zur Überleitung, also u.a. auch die Fragen zur Überleitung in das neue Entgeltgruppensystem der Autobahn GmbH, werden aktuell mit den Gewerkschaften besprochen. Aufgrund der hier noch andauernden Verhandlungen bitten wir Sie um Verständnis, dass wir keine spezifischen Zusagen zur Überleitung machen können. Wir setzen alles daran, hier so schnell wie möglich weitere Klarheit für Sie zu schaffen. Durch den noch ausstehenden Einführungs- und Überleitungstarifvertrag wird auf jeden Fall sichergestellt, dass Sie zukünftig nicht schlechter gestellt werden als bisher. Neben einem verbesserten Grundentgelt bieten wir mit dem vereinbarten Haustarifvertrag weitere Vorteile, wie verbesserte Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten gegenüber TV-L und TVöD, ein volles 13. Monatsgehalt, eine jährliche Bonuszahlung ab dem Jahr 2022 sowie einen einmaligen Wechselzuschlag von 1.500 Euro, wenn Sie sich für einen Wechsel zur Autobahn GmbH entscheiden. Zusätzlich bleiben den Beschäftigten ihre Besitzstände nach den im Einführungs- und Überleitungstarifvertrag zu treffenden Regelungen erhalten.
    • Welche Regelungen gelten bzgl. des Arbeitsortes und zu möglichen Kündigungen?Diese Themen werden aktuell im Einführungs- und Überleitungstarifvertrag verhandelt. Wir werden auf jeden Fall die Zusagen nach FernStrÜG umsetzen.
    • Was bietet die neue Entgelttabelle der Autobahngesellschaft?Die neue Entgelttabelle basiert auf der Tabelle des TVöD Bund. Da die allgemeine Tarifentwicklung bis zum Jahr 2021 derzeit nicht abgesehen werden kann, wurde diese Basis angehoben und sichergestellt, dass die Werte mindestens denen der bereits vereinbarten Entgelttabelle im TV-L für das Jahr 2021 entsprechen. Sobald zukünftige Erhöhungen im TVöD Bund oberhalb der jetzt vereinbarten Werte liegen, gilt der dann höhere Wert. Außerdem wurde eine neue Entgeltgruppe 16 eingeführt, die insbesondere hochqualifizierten Fachkräften wie bspw. Ingenieuren eine attraktive Entwicklungsmöglichkeit bietet. Wie auch im TVöD, garantiert der Tarifvertrag feste Stufenaufstiege. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen die jeweils nächste Stufe nach festgelegten Zeiten. Besonders am Haustarifvertrag der Autobahngesellschaft ist jedoch, dass jemand, der höhergruppiert wird, die bisherige Stufe inkl. der bereits absolvierten Stufenlaufzeit mitnimmt. Die Stufenlaufzeit beginnt also nicht von vorn.
    • Welche einheitlichen Tarifbedingungen gelten nun?Bei der Autobahn GmbH des Bundes erhalten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bundesweit die gleichen Konditionen – es wird also keine Unterscheidung in Tarifgebiete Ost und West geben. Außerdem haben wir das System für Zulagen und Zuschläge vereinfacht, u.a. durch Pauschalierung der Erschwerniszuschläge. So wird durch die Pauschalierung der Aufwand für die Erfassung der einzelnen Zulagen verringert. Weiterhin schreibt der Tarifvertrag einheitliche Regelungen zu Reisezeit und Teilzeit fest.
    • Wie sind die Arbeitszeiten festgelegt?Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt bei der Autobahn GmbH für Beschäftigte, die ständig Wechselschicht- oder Schichtarbeit leisten, sowie für Beschäftigte in Autobahn-, Straßen- und Fernmeldemeistereien und Kfz-Werkstätten 38,5 Stunden. Für alle anderen Beschäftigten gilt eine durchschnittliche Arbeitszeit von 39 Stunden wöchentlich.
    • Welche Urlaubsregelung gibt es?Wie auch im TV-L haben Beschäftigte bei einer fünftägigen Arbeitswoche und voller Arbeitszeit einen Urlaubsanspruch von 30 Arbeitstagen.
  • Reform

    • Wie ist es überhaupt zu der Reform gekommen?Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben am 14. Oktober 2016 Eckpunkte beschlossen, mit denen die Finanzbeziehungen und der Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern vom Jahr 2020 an neu geregelt werden soll. Anlass war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 11. November 1999, in denen das deutsche Verfassungsgericht den bisherigen Finanzausgleich nur noch bis zum Jahr 2019 für zulässig erklärt hatte. In den Eckpunkten verständigten sich die Regierungschefs von Bund und Ländern auf ein neues Konzept für den Finanzausgleich sowie auf Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, dass Bund und Länder ihre jeweiligen Aufgaben im föderalen System besser erfüllen können. Eine dieser Maßnahmen sieht vor, dass sich vom 01. Januar 2021 an nicht mehr die Länder im Auftrag des Bundes um den Bau, Ausbau und Erhalt der Autobahnen kümmern sollen, sondern der Bund als Eigentümer der Autobahnen diese Aufgabe selbst übernimmt. Zu diesem Zweck soll der Bund eine Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen gründen. Der Deutsche Bundestag hat am 01. Juni 2017 die Gründung einer Infrastrukturgesellschaft (Die Autobahn GmbH des Bundes) und des Fernstraßen-Bundesamts beschlossen und der Bundesrat hat dem Gesetzespaket anschließend zugestimmt.
    • Was war das Problem, das zur Reform geführt hat?Weil sich die Finanz- und Personalsituation von Land zu Land unterscheiden, kamen einige Länder mit der Planung neuer Bauprojekte deutlich langsamer voran als andere. Dennoch sahen sich manche Länder gezwungen, ihr Personal weiter zu reduzieren – unter anderem wegen der Schuldenbremse. In manchen Ländern führte das dazu, dass die Bauindustrie zuletzt Schwierigkeiten hatte, in den Straßenbauabteilungen überhaupt noch einen Ansprechpartner zu finden. Die Länder kamen deshalb bei der Umsetzung wichtiger Straßenprojekte sehr unterschiedlich voran. Mittel, die der Bund einem Land für ein bestimmtes Projekt zur Verfügung stellen wollte, konnten teilweise nicht abfließen, da die zuständige Straßenbauverwaltung mit dem Planen noch nicht fertig war.
    • Was bedeutet die Reform für die Beschäftigten der Länder?Die Beschäftigten der Länder, die bisher für Planung, Bau, Betrieb und Erhaltung der Autobahnen zuständig waren, sollen die gleichen Aufgaben in den neuen Strukturen bei der Autobahn GmbH des Bundes und dem Fernstraßen-Bundesamt fortführen. Das Standortkonzept wurde so gestaltet, dass ihr weiterer Einsatz grundsätzlich am bisherigen Arbeitsplatz und Arbeitsort erfolgen kann. Derzeit wird eine Überleitung zum Bund vorbereitet, die sicherstellt, dass die Beschäftigten sämtliche ihrer erworbenen Rechte behalten und sie auf keinen Fall schlechter gestellt werden als bislang. Die Beschäftigten erhalten dann Gelegenheit, sich für einen Wechsel zum Bund zu entscheiden oder in ihren bisherigen Beschäftigungsverhältnissen bei den Ländern zu verbleiben. Denkbar ist auch, dass sie weiter beim Land beschäftigt bleiben, aber für den Bund tätig sind (zum Beispiel im Wege der Abordnung).

Kontakt

Haben Sie weitere Fragen oder sonstige Anmerkungen und Anregungen? Dann nutzen Sie gerne unser Kontaktformular:

Pressekontakt

Bei journalistischen Anfragen wenden Sie sich bitte direkt an

Sebastian Hass

presse@autobahn.de

Die Autobahn GmbH des Bundes
Leipziger Platz 16
10117 Berlin