Mit der Gründung der Autobahn GmbH des Bundes am 13. September 2018 sind wir die jüngste und künftig eine der größten Infrastrukturbetreiberinnen in Deutschland. Nach einer Aufbauphase werden wir ab dem 1. Januar 2021 sämtliche Aufgaben in Bezug auf Autobahnen in Deutschland übernehmen – das heißt Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung. Als Autobahn GmbH des Bundes arbeiten wir ab sofort jeden Tag daran, die weltweit bekannten deutschen Autobahnen noch leistungsfähiger zu machen.

Aktuelles

1400 Interessierte im Sauerland

14. November 2019

Bei der Infoveranstaltung heute im nordrhein-westfälischen Olsberg kamen 1400 Beschäftigte, um mehr über einen Wechsel zur Autobahn zu erfahren. Auch das FBA informierte.

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Der große Saal der Konzerthalle in Olsberg war heute bis auf den letzten Platz gefüllt. In der dritten Veranstaltung dieser Art in Nordrhein-Westfalen informierte die Autobahn gemeinsam mit dem Fernstraßen-Bundesamt (FBA) über den Aufbau der neuen Gesellschaft, sowie die Bedingungen für einen Wechsel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Land zur Autobahn. Auf dem Podium standen Autobahn-Geschäftsführer Stephan Krenz sowie Martin Friewald Rede und Antwort. Steffen Liney informierte für das FBA die Beamten. Dabei war auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die Teilnehmer wurden mit Kaffee und belegten Brötchen empfangen und zur Stärkung zum Abschluss gab es noch eine warme Suppe. Wie immer bot das zusätzlich die Möglichkeit, mit den Vertretern von Autobahn und FBA persönlich ins Gespräch zu kommen.

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Der Verkehr im Westen rollt

13. November 2019

NWSIB-was? Die kryptische Abkürzung steht für Straßeninformationsbank Nordrhein-Westfalen. Und die ist wichtig, um den Verkehr im Westen sicher am Rollen zu halten.

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Ein modernes Verkehrsmanagement, Verkehrsplanung, Straßenbau und -unterhaltung, all das geht nicht ohne genaue, aktuelle und umfassende Informationen über das Straßennetz, dessen Zustand und Nutzung. Aber woher bekommt man diese Informationen? In Nordrhein-Westfalen liefert sie die NWSIB. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 9. NWSIB-Tage in Gelsenkirchen diskutierten über den Wandel und die Vorteile, die die Digitalisierung für die unterschiedlichen Geschäftsfelder der NWSIB bringen wird. Neben Beschäftigten des Landesbetriebs Straßen.NRW nahmen auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Privatwirtschaft an der Veranstaltung teil. Auf dem Podium war auch Dr. Michael Langer, Geschäftsbereichsleiter IT bei der Autobahn. „Dieses Forum bot uns die Chance, die Autobahn als digital zukunftsorientiertes Unternehmen zu präsentieren“, sagte Langer im Anschluss an die Veranstaltung. „Das alles auch gerade vor Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die in Zukunft unsere Kolleginnen und Kollegen werden könnten.“

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Trotz Karnevalsauftakt: 1400 bei Infoveranstaltung

12. November 2019

Obwohl in Köln am 11.11. offiziell die 5. Jahreszeit eingeläutet wurde, war der Andrang bei der Infoveranstaltung der Autobahn heute groß. 1400 Beschäftigte kamen in den Kristallsaal.

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Mit 1350 Quadratmetern ist der Kristallsaal im Congress-Centrum Ost der Koelnmesse fast das größte, was der riesige Veranstaltungskomplex am Rhein zu bieten hat. Doch es kamen so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass der riesige Saal gerade so ausreichte. Sie waren gekommen, um mehr über die Autobahn, den Tarifvertrag der Gesellschaft und die Modalitäten des Personalübergangs zu erfahren. Für die Zentrale der Autobahn informierte Gunther Adler, Geschäftsführer Personal, und stellte sich auch den vielen Fragen der Beschäftigten. Ebenfalls dabei waren Vertreter des Fernstraßen-Bundesamtes (FBA), das für die Belange der Beamten zuständig ist.

In Nordrhein-Westfalen sind noch weitere Infoveranstaltungen in Olsberg (14.11.) und Bochum (21.11.) geplant.

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In der Brücke

12. November 2019

Die Schiersteiner Brücke ist eine der kritischsten Verkehrsadern des Rhein-Main-Gebiets. Autobahn-Geschäftsführer Stephan Krenz besichtigte vergangene Woche die Baustelle des Neubaus und konnte dabei auch einen Blick ins Innere des faszinierenden Bauwerks werfen.

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Die Schiersteiner Brücke über den Rhein verbindet die Landeshauptstädte von Hessen und Rheinland-Pfalz, Wiesbaden und Mainz. Schon seit 1962 gab es hier eine Autobahnbrücke, die aber der immensen Verkehrsbelastung auf Dauer nicht gewachsen war. Der Bau einer neuen Brücke war bereits im Gange, als die ursprüngliche Konstruktion 2015 aufgrund von massiven Schäden überraschend gesperrt werden musste, was zu erheblichen Einschränkungen des Verkehrs in der gesamten Region führte. Inzwischen rollt der Verkehr wieder – über eine der beiden neuen Brücken. Denn in Zukunft wird der Verkehr hier über zwei getrennte Brücken mit jeweils 3 Spuren + Standspur geführt. Die zweite Brücke ist noch im Bau und bei seinem Besuch vor Ort konnte Stephan Krenz einen Blick in die faszinierende Konstruktion werfen, die den Rhein 1280m weit überspannt. Voraussichtlich 2021 werden beide Brücken in Betrieb sein.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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Über uns

Zahlen & Fakten

Gegründet
13. September 2018

Die Autobahn GmbH des Bundes wurde am 13. September 2018 in Berlin gegründet. Sie finden unsere Zentrale am Leipziger Platz in Berlin.

Arbeitsaufnahme der Geschäftsführung
1. März 2019

Die Geschäftsführung besteht aus Stephan Krenz, Gunther Adler und Anne Rethmann. Lesen Sie hier mehr zu den Geschäftsführern.

Länge des Autobahnnetzes
ca. 13.000 km

Deutschland hat damit das zweitgrößte Autobahnnetz Europas. Die längste Autobahn ist übrigens die A7, die von Norden nach Süden einmal durch ganz Deutschland führt.

Zukünftig
bis zu 15.000 Mitarbeiter/innen

Die Autobahn GmbH ist bundesweit vertreten. Als attraktiver Arbeitgeber bieten wir ein modernes Arbeitsumfeld und gute Weiterentwicklungs-
möglichkeiten. Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Wert des Autobahnnetzes
mehrere Milliarden EUR

Die Autobahn ist eines der wichtigsten Verkehrsnetze und öffentlichen Güter in Deutschland. Die Autobahn GmbH des Bundes setzt daher einen wichtigen Schwerpunkt auf nachhaltige Investitionen in Aus- und Neubau sowie Erhaltung der Autobahnen.

Bundesweite Standorte
über 280

Die Autobahn GmbH gliedert sich ab 2021 deutschlandweit in 10 Niederlassungen, 41 Außenstellen, 42 Verkehrsleitzentralen und 189 Autobahnmeistereien auf.

Zurzeit bauen wir die Zentrale in Berlin auf, von wo aus wir bis zur Aufnahme unserer Geschäftstätigkeit ein bundesweit aufgestelltes Unternehmen entwickeln. Dieses Unternehmen wird ab 2021 für rund 15.000 Beschäftigte verantwortlich sein. In der aktuellen Aufbauphase stellen wir insbesondere sicher, dass die Autobahn GmbH eine attraktive Arbeitgeberin ist. Dazu gehören für uns eine gute und faire Vergütung, Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und attraktive Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

 

Aufgaben

Ab dem 1. Januar 2021 übernehmen wir sämtliche Aufgaben der Verwaltung der Autobahnen in Deutschland:

 

Aufgaben der Autobahn GmbH des Bundes
Aufgaben der Autobahn GmbH des Bundes

Standorte

Unsere Zentrale befindet sich schon heute in Berlin. Ab 2021 wird es zehn Niederlassungen geben, die sich im gesamten Bundesgebiet verteilen. Darüber verstärken zukünftig 41 regionale Außenstellen die Niederlassungen. Vor Ort sorgen engagierte Beschäftigte in den Autobahnmeistereien dafür, dass der Verkehr fließt. Jede Autobahnmeisterei ist im Schnitt für 70 km Autobahn verantwortlich.

 

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes besteht aus drei Geschäftsführern:

Stephan Krenz
Vorsitzender
der Geschäftsführung

Vor seiner Tätigkeit als Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes war Stephan Krenz unter anderem Vorsitzender der Geschäftsführung von Abellio Deutschland sowie Geschäftsführer von Bombardier Transportation Deutschland. Des Weiteren leitete er in der Vergangenheit die Geschäfte von Jet Aviation. Seine erste berufliche Station war die Unternehmensberatung A.T. Kearney. Stephan Krenz hält einen Diplom-Abschluss in Wirtschaftsingenieurswesen der Universität Hamburg und der Technischen Universität Hamburg.

Lebenslauf Stephan Krenz (PDF)

Gunther Adler
Geschäftsführer
Personal

Gunther Adler war mehrere Jahre Staatssekretär in Ministerien auf Bundes- und Landesebene, unter anderem im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat sowie im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung leitete er außerdem die Referate Außenwirtschaft und Politische Planung. Gunther Adler studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Staatsrecht mit dem Abschluss Magister Artium an der Universität Bonn.

Lebenslauf Gunther Adler (PDF)

Anne Rethmann
Geschäftsführerin
Finanzen

Vor ihrem Start bei der Autobahn GmbH des Bundes war Anne Rethmann kaufmännische Geschäftsführerin von Cerner Health Services Deutschland und leitete den Finanzbereich von Cerner in Europa. Darüber hinaus hatte sie verschiedene Leitungspositionen bei Siemens Healthcare inne. Davor war sie mehrere Jahre kaufmännische Geschäftsführerin der GSD Gesellschaft für Systemforschung und Dienstleistungen im Gesundheitswesen mbH. Ihr Studium an der Berufsakademie Stuttgart schloss Anne Rethmann als Diplom-Betriebswirtin ab.

Lebenslauf Anne Rethmann (PDF)

Gesellschafter und Aufsichtsrat

Wir als die Autobahn GmbH des Bundes befinden uns zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes. Eine Veräußerung der Geschäftsanteile ist gesetzlich ausgeschlossen. Der Bund bestimmt als Eigentümer die Strategie des Unternehmens mit und stellt Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die Mitglieder unseres Aufsichtsrats sind Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), des Haushalts- sowie des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestags sowie der Gewerkschaften ver.di und dbb. Insgesamt besteht der Aufsichtsrat aktuell aus zwölf Personen, Vorsitzender ist Dr. Gerhard Schulz.

Hintergrund zur Reform

Im Zuge der Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen einigten sich die Länder und der Bund 2017 unter anderem auf die Reform der Bundesfernstraßenverwaltung.

Aktuell wird die Verwaltung des ca. 13.000 Kilometer langen Autobahnnetzes in Deutschland zwar durch den Bund finanziert und beauftragt, jedoch dezentral durch die einzelnen Bundesländer ausgeführt.

Ziel der Reform ist es, Finanzierung und Verwaltung ab 1. Januar 2021 bei der Autobahn GmbH des Bundes in eine Hand zu legen. Ressourcen sollen so effektiver genutzt und die Qualität der deutschen Autobahnen auch zukünftig gewährleistet werden.

Aufgrund der Komplexität des Transformationsvorhabens handelt es sich um eine der größten infrastrukturpolitischen Reformen der vergangenen Jahrzehnte.

Weitere Informationen zum Hintergrund der Reform finden Sie auf der Webseite des BMVI.

Karriere

Interessieren Sie sich für Straßenbau und Infrastruktur? Suchen Sie einen Arbeitgeber, der Deutschland wortwörtlich in Bewegung hält? Dann bewerben Sie sich bei uns!

Gerade in der aktuellen Aufbauphase bis 2021 sind wir auf der Suche nach kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für vielfältige Positionen und Funktionen, insbesondere für die Zentrale in Berlin.
Auf unserer Karrierewebsite können Sie sich auf die aktuell ausgeschriebenen Stellen oder initiativ bewerben.

Wir freuen uns von Ihnen zu hören!

Häufige Fragen (FAQ)

  • Organisation

    • Warum die Rechtsform als GmbH?Die Autobahn GmbH des Bundes ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, also eine GmbH. Alleiniger Gesellschafter ist der Bund; laut Grundgesetz darf er seine Gesellschaftsanteile auch nicht verkaufen. Die Autobahn GmbH des Bundes wurde anders als z.B. die Deutsche Bahn AG als GmbH gegründet, da sich eine GmbH unter anderem dadurch auszeichnet, dass der Gesellschafter gegenüber der Geschäftsführung weitgehende Weisungsbefugnisse hat. Damit werden die Einfluss- und Kontrollmöglichkeiten des Bundes als Gesellschafter im Interesse des Gemeinwohls und der Daseinsvorsorge gewährleistet. Außerdem bietet die Rechtsform der GmbH Möglichkeiten für neue wirtschaftliche Strukturen. Die Autobahn GmbH soll zwar keinen Gewinn erzielen, denn ihre Aufgabe ist und bleibt die Erfüllung zentraler öffentlicher Aufgaben: Bau, Betrieb und Planung der Autobahninfrastruktur. Als GmbH kann sie jedoch wirtschaftlicher handeln als eine Behörde. Außerdem soll, z.B. durch höhere Gehälter und flexiblere Arbeitsmodelle, die Attraktivität für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, vor allem in Mangelberufen, gesteigert werden.
    • Was sind die Aufbauteams der Niederlassungen?Aktuell werden deutschlandweit zehn Niederlassungen aufgebaut. Für jede Niederlassung werden dazu sogenannte Aufbauteams gebildet. Die Teams bestehen aus rund 10 Experten vor Ort und unterstützen die zukünftigen Niederlassungsdirektoren bei der Gestaltung der neuen Strukturen in allen wesentlichen Themenfeldern. Dazu gehören unter anderem die Bereiche IT, Personal, Kernprozesse (Planen, Bauen, Erhalten, Betreiben), Immobilien, Kaufmännisches und Kommunikation. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aufbauteams treiben somit schon vor dem offiziellen Betriebsbeginn am 01.01.2021 den Aufbau der Autobahn GmbH in den Niederlassungsgebieten aktiv voran.
    • Was ist das Meistereikonzept?Die Autobahnen in Deutschland werden von Autobahnmeistereien betreut. Diese sind jeweils für einen bestimmten Autobahnabschnitt zuständig. In der Praxis gibt es jedoch im Bundesgebiet unterschiedliche Strukturen. Manche Meistereien betreuen nur Autobahnen, andere sind als sogenannte Mischmeistereien auch für Bundesstraßen und andere Straßen zuständig. Zum 1.1.2021 geht die Verantwortung für die deutschen Autobahnen auf die Autobahn GmbH des Bundes über. Dafür muss auch im Bereich des Betriebsdienstes eine klare Aufgabenzuordnung erarbeitet werden. Dafür haben sich die Autobahngesellschaft, der Bund und die Länder auf ein Meistereikonzept geeinigt. Darin werden die Standorte der Autobahngesellschaft in den 16 Bundesländern festgelegt. Eine der wichtigen Fragen war dabei, welche Aufgaben die bisherigen Mischmeistereien übernehmen werden. Diese Frage wird in jedem Bundesland durch Vereinbarungen zur Entflechtung der Aufgaben festgelegt. Für jede Mischmeisterei wurde also einzeln entschieden, ob sie in Zukunft ausschließlich Autobahnaufgaben wahrnehmen und somit zur Autobahn GmbH gehören wird oder ob sie als Straßenmeisterei beim Land verbleibt. Teilweise wird es in der Übergangszeit auch vertragliche Regelungen zur Mitbetreuung anderer Straßenabschnitte geben.
    • Wie viele Autobahnmeistereien gibt es bei der Autobahn GmbH des Bundes?Mit dem Meistereikonzept steht nun fest: zum 01.01.2021 werden 189 heutige Autobahn- und Straßenmeistereien Standorte der Autobahn GmbH. Diese Zahl beinhaltet alle Autobahn- und Straßenmeistereien, die nach Betriebsstart der Autobahn GmbH Autobahnaufgaben übernehmen werden und deshalb zur Autobahngesellschaft übergehen.
    • Wissen alle zukünftigen Beschäftigten nun, wo sie arbeiten werden?Das Meistereikonzept ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Arbeitsaufnahme der Autobahn GmbH. Nun stehen die Standorte fest, an denen die zukünftigen Beschäftigten des Betriebsdienstes arbeiten werden. Dies bietet Klarheit und Sicherheit, insbesondere auch im Hinblick auch einen Wechsel vom Land zum Bund zum 1.1.2021. Allerdings ist dadurch noch nicht automatisch geregelt, wo die übergehenden Beschäftigten arbeiten werden. Der zukünftige Einsatz der Landesbeschäftigten nach ihrem Wechsel zur Autobahn GmbH des Bundes wird durch sogenannte Verwendungsvorschläge festgeschrieben. Diese werden vom Land für diejenigen Beschäftigten aufgesetzt, die aktuell einen bestimmten Anteil an Autobahnaufgaben übernehmen. Der Verwendungsvorschlag ist dann für die Autobahn GmbH bindend.
  • Arbeitsplatzsicherheit

    • Ist die GmbH für die Zukunft sicher aufgestellt?Die Autobahn GmbH des Bundes gehört zu 100% dem Bund. Eine Privatisierung und ein Verkauf der Geschäftsanteile an private Investoren ist gesetzlich ausgeschlossen. Als Bundesgesellschaft kann sie zudem nicht in Insolvenz gehen. Die Autobahn GmbH des Bundes hat nicht den Auftrag, Gewinn zu erzielen, sondern maximal eine schwarze Null bei Erfüllung der öffentlichen Aufgaben. Damit ist die Autobahn GmbH des Bundes keine kaufmännische GmbH. Der Grund für die gewählte Rechtsform ist, dass eine GmbH wirtschaftlicher agieren kann und attraktiver für Arbeitnehmer in Mangelberufen ist als eine Behörde.
    • Welche Sicherheit gibt es, dass die Autobahn GmbH nicht doch privatisiert wird?Bau, Betrieb und Planung der Autobahninfrastruktur ist und bleibt eine zentrale öffentliche Aufgabe. Für die Autobahn GmbH ist eine Privatisierung vom Gesetzgeber ausdrücklich ausgeschlossen worden. Ein Verkauf der Autobahn GmbH an private Investoren ist somit nicht möglich.
    • Darf der Bundesrechnungshof die Autobahn GmbH kontrollieren?Ja. Der Bundesrechnungshof hat sogar eine besondere, d.h. stärkere Kontrollfunktion als in anderen GmbHs des Bundes.
    • Bekommen Auszubildende, die 2019 oder 2020 ihre Ausbildung beginnen, eine Übernahmegarantie?Ja. Wenn die Länder den Auszubildenden eine Übernahmegarantie geboten haben, dann übernimmt der Bund diese Auszubildenden auch, wenn das Ausbildungsende erst nach dem Betriebsbeginn der Autobahngesellschaft (01.01.2021) liegt. Diese Garantie gilt für die Autobahn GmbH und das FBA.
    • Welchen Kündigungsschutz gibt es?Der tarifvertragliche Kündigungsschutz, auch der auf Basis des Dienstalters, bleibt als Teil der Besitzstandswahrung erhalten. Zudem haben wir im Tarifvertrag den Kündigungsschutz für besonders langjährige Beschäftigte übernommen und diesen auf das gesamte Tarifgebiet ausgeweitet.
    • Für wen gilt ein besonderer Kündigungsschutz?Die Regelung zum Kündigungsschutz für besonders langjährig Beschäftigte wurde aus dem TV-L bzw. TVöD übernommen und gilt für das gesamte Tarifgebiet. Dieser Kündigungsschutz gilt für Beschäftigte, die das 40. Lebensjahr vollendet haben und eine Beschäftigungszeit von mehr als 15 Jahren haben.
  • Personalübergang

    • Welche Vorteile bietet die Beschäftigung bei der Autobahn GmbH?Die Autobahn GmbH wird den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern attraktive Karrieremöglichkeiten bieten. Hierfür sollen vielfältige Weiterentwicklungsangebote geschaffen werden. Auch in Bezug auf die Vergütung wird es einige Verbesserungen geben. Alle Beschäftigten werden entsprechend der gesetzlich festgelegten Besitzstandswahrung mindestens zu ihren bisherigen Konditionen vergütet. In der Praxis werden für viele Beschäftigte die Beschäftigungskonditionen bei der Autobahn GmbH sogar besser sein, da die Konditionen über alle Länder hinweg angeglichen und weitere Bestandteile wie ein volles 13. Monatsgehalt eingeführt werden. Zudem ist die (Arbeitsplatz-) Sicherheit eines bundeseigenen Unternehmens gegeben.
    • Wie wird sichergestellt, dass Beschäftigte zukünftig nicht schlechter gestellt werden?Dies ist gesetzlich zugesichert, es gibt eine Besitzstandswahrung für alle vom Übergang betroffenen und wechselbereiten Beschäftigten und diese wird von uns auch eingehalten. Die genauen Regelungen hierfür werden derzeit in den Verhandlungen zum Einführungs- und Überleitungstarifvertrag verhandelt. Wir hoffen, Ihnen hier in Kürze mehr Klarheit geben zu können.
    • Gilt die Besitzstandswahrung auch bei einem späteren Wechsel zu Autobahn GmbH?Die Wahrung der Besitzstände ist nur für Beschäftigte vorgesehen, die zum 01.01.2021 zur Autobahn GmbH des Bundes wechseln.
    • Wo werden die Besitzstände geregelt?Grundsätzlich werden diese Punkte im Einführungs- und Überleitungstarifvertrag festgelegt. Bestehen darüber hinaus einzelvertragliche Regelungen für einzelne Beschäftigte, so sind diese Besitzstände beim Personalübergang nach § 613a BGB gesichert. Daneben bestehen zum Zeitpunkt des Übergangs geltende Dienstvereinbarungen (zukünftig als Betriebsvereinbarungen) für längstens 12 Monate nach Betriebsbeginn fort, soweit sie nicht vorher durch neue Regelungen ersetzt werden.
    • Werden bei einem Wechsel zur Autobahn GmbH die beim Land zurückgelegten Dienstjahre berücksichtigt? Ja, diese werden voll angerechnet.
    • Wird die VBL fortgeführt?Die betriebliche Altersvorsorge des öffentlichen Dienstes, die VBL, soll weitergeführt werden. Hierzu sind wir in Gesprächen mit der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL); bislang haben wir keine Anzeichen, die einer Mitgliedschaft in der VBL entgegenstehen könnten. Für Länder, die derzeit eigene Regelungen zur betrieblichen Altersvorsorge haben, arbeiten wir an individuellen Lösungen.
    • Was passiert, wenn Beschäftigte nicht zur Autobahn GmbH des Bundes wechseln wollen?Nicht wechselbereite Beschäftigte können weiterhin bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber/Dienstherren beschäftigt sein; wenn sie trotzdem für den Bereich der Bundesautobahnen (BAB) tätig sein wollen, können sie dies im Wege einer Abordnung, Zuweisung oder Personalgestellung tun. Der Bund hat ein großes Interesse an der Mitwirkung BAB-kundiger Mitarbeiter an der Aufgabe „Bundesautobahnen“ und an dem Fortbestand funktionierender Einheiten. Klar ist: Die Autobahngesellschaft will keine Versetzungen gegen den Willen der Beschäftigten.
    • Welche Möglichkeiten gibt es für einen Wechsel von Beamten?Wenn bisher in der Landesverwaltung eingesetzte Beamte bei der Autobahngesellschaft tätig werden wollen, können sie sich zunächst zum Fernstraßen-Bundesamt (FBA) versetzen lassen. Die Behörde nimmt die Aufgaben des neuen Dienstherrn wahr. Vom FBA werden sie dann zur Autobahn GmbH zugewiesen. Für alle Beamtinnen und Beamten, die sich zum FBA versetzen lassen, wird einheitlich das Bundesbeamtenrecht gelten. Wichtig ist, dass es keine Altersbegrenzung gibt. Wir freuen uns über jede Beamtin und jeden Beamten, die oder der bei der Autobahngesellschaft mitwirken möchte. Für diese Beamten wird es zukünftig einen erweiterten Beförderungskegel geben: Die üblichen Stellenobergrenzen gelten nicht und freiwerdende Stellen aus Altersabgängen können zur Beförderung genutzt werden.
    • Was passiert, wenn Beamte nicht wechseln, jedoch eine Aufgabe bei der Autobahn GmbH wahrnehmen wollen?In den Fällen, in denen Landesbeamte nicht zum Bund wechseln wollen, wird es keinen Wechsel gegen den Willen eines Beamten geben. In diesen Fällen gilt weiterhin das Landesbeamtenrecht. In diesen Fällen müssen die Länder mit der Autobahn GmbH individuelle Zuweisungs- und Beurlaubungsvereinbarungen schließen. Zu einem Dienstherrenwechsel kommt es nicht. Zudem besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer Beurlaubung für Beamte, um als Tarifbeschäftigte zur Autobahn GmbH zu wechseln. Für Tarifbeschäftigte gilt der Haustarifvertrag der Autobahn GmbH (TV-A).
  • Bewerbung

    • Wie erfahre ich, welche Positionen offen sind?Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie über unser Stellenportal autobahn.recruitee.com. Hier finden Sie alle ausgeschriebenen Stellen der Autobahn GmbH. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, eine Initiativbewerbung an uns zu richten. Geben Sie dabei bitte an, ob Sie sich für die Zentrale, bzw. für welche Niederlassung oder Außenstelle Sie sich bewerben.
    • Kann ich mich schon jetzt für eine Niederlassung/Außenstelle bewerben?Teilweise ja. Aktuell befinden wir uns im Aufbau der Niederlassungen und Außenstellen. Diese werden ab 01.01.2021 ihren Betrieb aufnehmen, der Personalaufbau beginnt jedoch schon jetzt. Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie über unser Stellenportal autobahn.recruitee.com. Sollte dort keine passende Stelle veröffentlicht sein, können Sie auch gerne eine Initiativbewerbung an uns richten, die wir berücksichtigen werden, sobald wir für eine geeignete Stelle ausschreiben. Geben Sie dafür bitte an, für welche Niederlassung bzw. Außenstelle Sie sich bewerben möchten.
    • Kann ich mich für eine bestimmte Autobahnmeisterei bewerben?Sofern Sie bereits beim Land beschäftigt sind, können Sie sich für offene Stellen an Ihren Landesbetrieb wenden. Sollten Sie aktuell nicht beim Land beschäftigt sein, bitten wir Sie um Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Landesbetrieb. Eine direkte Bewerbung für Autobahnmeistereien der Autobahn GmbH ist ab dem Betriebsstart zum 01.01.2021 möglich.
    • Kann ich mich trotz Verwendungsvorschlag schon jetzt für eine bestimmte Stelle bewerben?Generell gilt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Länder der Verwendungsvorschlag ihres Landes. Dieser Verwendungsvorschlag legt die zukünftige Position bei der Autobahn GmbH des Bundes fest, da er für den Bund bindend ist. Wenn Sie sich als Mitarbeiter/in des Landes jedoch auf eine andere Stelle im selben Gebiet oder aber in einem anderen Niederlassungsgebiet bewerben wollen, ist das in der Regel möglich. Diesen Wunsch sollten Sie dann Ihren Ansprechpartnern des Landes mitteilen. Diese können für Sie eine sogenannte Verwendungsempfehlung abgeben. Alternativ können Sie sich natürlich auch direkt bei uns initiativ über autobahn.recruitee.com bewerben.
    • Wohin kann ich mit Fragen zur Bewerbung wenden?Konkrete Fragen zur Stellenausschreibung oder zu Bewerbungen können Sie gerne an unsere Personalabteilung richten. Diese erreichen Sie per E-Mail unter bewerbung@autobahn.de.
    • Wann kann ich mit einer Rückmeldung zu einer Initiativbewerbung rechnen?Aktuell befinden wir uns im Aufbau der Zentrale, Niederlassungen und Außenstellen. Sobald die Strukturen und Prozesse in den jeweiligen Niederlassungen und Außenstellen aufgesetzt sind und die Verwendungsvorschläge je Standort feststehen, werden die Besetzungsverfahren eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt wird auch Ihre Initiativbewerbung aufgenommen werden. Dies kann in einigen Fällen jedoch noch mehrere Monate dauern.
  • Tarifvertrag

    • Was beinhaltet der neue Haustarifvertrag der Autobahn GmbH?Das neue Haustarifwerk wurde speziell für die Tarifbeschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes entwickelt und umfasst alle grundlegenden Tarifbestimmungen für diese. Es besteht im Kern aus dem Manteltarifvertrag (MTV), der die wesentlichen Beschäftigungsgrundlagen regelt, ferner dem Tarifvertrag über das Entgeltgruppenverzeichnis (TV EGV) mit Regelungen zur Eingruppierung. Ein Tarifvertrag zur Einführung des Tarifrechts für die Autobahn GmbH und zur Überleitung der Beschäftigten der Länder in dieses Tarifrecht, der sogenannte Einführungs- und Überleitungstarifvertrag (EÜTV), wurde ebenfalls abgeschlossen. Zusätzlich wurden Tarifverträge für Nachwuchskräfte der Autobahn GmbH (Auszubildende und Studierende) sowie Kraftfahrer abgeschlossen. Tarifverträge über die Errichtung eines Übergangsbetriebsrats und zur Regelung der Betriebsstruktur bei der Autobahn GmbH stellen eine umfassende Vertretung der Beschäftigten sicher und komplettieren das Haustarifwerk.
    • Welche Vorteile bietet das Haustarifwerk der Autobahn GmbH für die Beschäftigten?Die Autobahn GmbH bietet ihren Beschäftigten attraktive Tarifkonditionen: Zukünftig richtet sich die Eingruppierung und das Entgelt nach der konkret auszuübenden Tätigkeit. In vielen Fällen besteht für übergehende Beschäftigte die Chance, dass ihre Tätigkeit zukünftig höher eingruppiert ist. Der Großteil der übergehenden Beschäftigten erhält davon unabhängig zudem bereits allein durch die höhere Entgelttabelle der Autobahn GmbH ein höheres Grundentgelt. Beschäftigte erhalten darüber hinaus ein garantiertes, volles 13. Monatseinkommen und werden durch einen Unternehmensbonus am Unternehmenserfolg beteiligt (ab 2022 mit erstmaliger Auszahlung 2023). Mitarbeiter im Betriebsdienst erhalten attraktive Zulagen und Zuschläge. Auch bei der Arbeitszeit ergeben sich in vielen Fällen Verbesserungen. Beschäftigte können außerdem weiterhin auf wesentliche Vorteile aus dem Öffentlichen Dienst zählen. Tarifliche Besitzstände wurden im Rahmen des Einführungs- und Überleitungstarifvertrags (EÜTV) umfassend gesichert. Bei einem Übergang bis zum 01.01.2021 und einer Vereinbarung des Haustarifwerks erhalten Beschäftigte zudem einen einmaligen Wechselzuschlag in Höhe von 1.500 Euro.
    • Welche Bestandteile wurden aus dem TVöD übernommen?Sowohl der Manteltarifvertrag als auch der Tarifvertrag über das Entgeltgruppenverzeichnis folgt in seiner Grundstruktur dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD). So wurden zentrale Elemente wie die Strukturierung der Entgelttabelle und die garantierten Stufenaufstiege nach einer festgelegten Beschäftigungsdauer übernommen. Die betriebliche Altersvorsorge des öffentlichen Dienstes (VBL) soll weitergeführt werden. Auch der Kündigungsschutz für besonders langjährige Beschäftigte wurde übernommen und auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet.
    • Was sind die größten Unterschiede des Tarifwerks im Vergleich mit den Tarifverträgen des Öffentlichen Dienstes?Die größte Neuerung des neuen Tarifwerks ist sicherlich, dass bei uns zählt, welche Tätigkeit jede und jeder Ein-zelne konkret ausübt. Die Eingruppierung erfolgt auf-grund der persönlichen Eignung tatsächlich übertragenen Tätigkeiten und nicht nach formalen Abschlüssen. Zentra-le Beschäftigtengruppen, etwa im Straßenbetriebsdienst, profitieren zudem von höheren Eingruppierungen. Zu-dem erhalten alle Beschäftigten ein volles 13. Monats-einkommen und werden am Unternehmenserfolg durch den Unternehmensbonus beteiligt (ab 2022 mit erstmali-ger Auszahlung 2023). Die bisherige Ost-West-Differenzierung entfällt im gesamten Haustarifwerk. Au-ßerdem bieten wir attraktive Karrierewege, die es er-möglichen, sich basierend auf eigenen Interessen und Können auch über die Möglichkeiten des TV-L oder TVöD hinaus weiterzuentwickeln und vergütet zu werden.
    • Gilt das Haustarifwerk auch für gestellte Beschäftigte und Beamte?Der Haustarifvertrag gilt nur für die Tarifbeschäftigten der Autobahn GmbH. Er gilt sowohl für Tarifbeschäftigte, die aus den Auftragsverwaltungen zur Autobahn GmbH wechseln, als auch für alle neuen Tarifbeschäftigten der Autobahn GmbH. Der EÜTV gilt dabei nur für überwechselnde Beschäftigte. Für gestellte Beschäftigte und Beamte ist das Tarifwerk nicht anwendbar.
    • Wie sicher ist mein Arbeitsplatz bei der Autobahn GmbH?Als Gesellschaft, die im 100-prozentigen Eigentum des Bundes steht, stehen wir für sichere Arbeitsplätze. Die Regelung zum Kündigungsschutz für besonders langjährig Beschäftigte wurde aus dem TV-L bzw. TVöD übernommen und gilt für das gesamte Tarifgebiet. Dieser Kündigungsschutz gilt für Beschäftigte, die das 40. Lebensjahr vollendet und eine Beschäftigungszeit von mehr als 15 Jahren haben. Darüber hinaus haben wir im Einführungs- und Überleitungstarifvertrag (EÜTV) tarifvertraglich betriebsbedingte Kündigungen für alle Beschäftigten zunächst bis 2025 ausgeschlossen und, sofern keine anderen Regelungen mit den Gewerkschaften getroffen werden, bis 2030 im Zusammenhang mit ÖPP-Projekten.
    • Wie hoch ist Entlohnung der Beschäftigten nach Haustarifvertrag und wie wird sich diese in Zukunft entwickeln?Mit dem Haustarifvertrag haben wir uns an die Entgelttabelle des TVöD Bund gebunden, zunächst bis Ende 2025. Im Vergleich zur Entgelttabelle des TVöD Bund wurden die Entgeltgruppen 1 und 2 bei der Autobahn GmbH gestrichen und am oberen Ende um die Entgeltgruppe 16 ergänzt. Da es für unser offizielles Startjahr 2021 jedoch noch keine Entgelttabelle des TVöD Bund gibt, haben wir für die Übergangszeit eine eigene Tabelle entwickelt, deren Werte über dem Niveau des TVöD Bund 2020 und TV-L 2021 liegen. Damit ist sichergestellt, dass nach der Überleitung Ihr Grundentgelt mindestens genauso hoch ist wie bisher. Sobald die Tarifrunde zum TVöD Bund Werte ergibt, die oberhalb der jetzt vereinbarten Werte liegen, gelten die höheren. Damit erhält der Großteil der Beschäftigten im Vergleich zu heute ein höheres monatliches Grundentgelt. Für übergehende Beschäftigte aus dem Land Nordrhein-Westfalen, die vor dem Übergang Entgelt nach den Entgeltgruppen 9a, 9b und 9c des TVöD-VKA beziehen, bleiben die in Einzelfällen höheren Entgelte in der jeweiligen Höhe gemäß EÜTV als Besitzstand anwendbar solange sie höher sind als die Tabelle des Manteltarifvertrags für die Autobahn GmbH.
    • Wie funktioniert die Eingruppierung und Stufenzuordnung für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?In Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes ist das Grundentgelt durch Entgeltgruppen und Stufen festgelegt; dies haben wir für die Autobahn GmbH so übernommen. Die Stelle jeder Mitarbeiterin und jedes Mitarbeiters ist über das Entgeltgruppenverzeichnis (EGV) auf Basis der ausgeübten Tätigkeit einer Entgeltgruppe zugeordnet. Im Vergleich zur Entgelttabelle des TVöD Bund wurden die Entgeltgruppen 1 und 2 bei der Autobahn GmbH gestrichen und am oberen Ende um die Entgeltgruppe 16 ergänzt. Zusätzlich wird die Dauer der Beschäftigung durch Stufen innerhalb der Entgeltgruppe honoriert, d.h. je länger Sie in Ihrer Position arbeiten, desto mehr verdienen Sie durch die automatisch eintretenden Stufenaufstiege.
    • Was muss ich noch zur Eingruppierung wissen?Unser Entgeltgruppenverzeichnis wurde speziell für die Aufgaben der Beschäftigten der Autobahn GmbH entwickelt. Im Vergleich zu den Entgeltordnungen des Öffentlichen Dienstes sind daher zusätzliche Tätigkeiten, die für den Aufgabenbereich der Autobahn GmbH wichtig sind, explizit im Entgeltgruppenverzeichnis benannt. Zudem enthält das Entgeltgruppenverzeichnis Verbesserungen in der Eingruppierung für zentrale Beschäftigtengruppen, insbesondere im Straßenbetriebsdienst. So erfolgt beispielsweise die Grundeingruppierung der Straßenwärter sowie von Beschäftigten in Werkstätten in EG 6. Leiter von Kolonnen sind in EG 9a eingruppiert. Auch für einen Teil der als Ingenieur tätigen Beschäftigten ergeben sich Verbesserungen in der Eingruppierung.
    • Was ist das 13. Monatsgehalt?An die Stelle der Jahressonderzahlung tritt bei der Autobahn GmbH ein garantiertes, volles 13. Monatseinkommen, das grundsätzlich mit der Entgeltzahlung im November ausgezahlt wird. Es errechnet sich aus dem Tabellenentgelt sowie den in Monatsbeträgen tariflich festgelegten Entgeltbestandteilen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können eine monatliche anstatt der jährlichen Auszahlung beantragen.
    • Was ist der Unternehmensbonus?Bei der Autobahn GmbH sollen alle Beschäftigten direkt und in gleicher Höhe am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden und von ihrem Einsatz profitieren. Deshalb wird es einen Unternehmensbonus für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben, der von der Erreichung der qualitativen Unternehmensziele durch das Unternehmen im Ganzen abhängt. Es handelt sich hierbei nicht um individuelle Zielvereinbarungen. Ein solches Ziel kann zum Beispiel die messbare Entwicklung der Autobahnqualität sein. Das Bonusprogramm wird erstmals für das Jahr 2022 mit Auszahlung im Jahr 2023 umgesetzt.
    • Welche Erschwerniszuschläge gibt es?Bei der Autobahn GmbH gibt es zukünftig für Beschäftigte im Außendienst des Straßenbetriebsdienstes im „Gefahrenraum Autobahn“ einen pauschalen Erschwerniszuschlag in Höhe von 60 Euro monatlich. Zusätzlich gibt es als Ausgleich für außergewöhnliche Belastungen 60 Euro monatlich für Beschäftigte im Kolonnendienst bzw. 25 Euro monatlich für Streckenwarte oder Straßenmeister. Beschäftigte im Straßenwinterdienst erhalten zusätzlich zwischen November und März einen Winterdienstzuschlag von 60 Euro monatlich. Beschäftigte in Werkstätten/Gehöften erhalten davon abweichend einen pauschalierten Erschwerniszuschlag in Höhe von 40 Euro monatlich sowie zusätzlich zwischen November und März einen Winterdienstzuschlag von 15 Euro monatlich.
    • Wird die VBL fortgeführt?Die betriebliche Altersvorsorge des öffentlichen Dienstes soll grundsätzlich für alle übergehenden und neu eingestellten Beschäftigten bei der Autobahn GmbH gelten. Hierzu sind wir in Gesprächen mit der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Da das Tarifwerk, wie es die Satzung der VBL verlangt, dem des Öffentlichen Dienstes „im Wesentlichen gleich“ geblieben ist, gibt es keinen Grund, der einer Mitgliedschaft in der VBL entgegenstehen könnte. Das kann aber erst jetzt, nach formaler Unterzeichnung des neuen Haustarifwerks abschließend geklärt werden. Für Länder, die derzeit eigene Regelungen zur betrieblichen Altersvorsorge haben, arbeiten wir an entsprechenden, landesspezifischen Lösungen. Eine entsprechende Verpflichtung der Autobahn GmbH dazu ist im EÜTV tariflich vereinbart. In jedem Fall bleibt es für alle Beschäftigten bei einer Versorgung wie sie im Öffentlichen Dienst üblich ist.
    • Wie sind die Arbeitszeiten festgelegt?Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt bei der Autobahn GmbH für Beschäftigte, die ständig Wechselschicht- oder Schichtarbeit leisten, sowie für Beschäftigte in Autobahn-, Straßen- und Fernmeldemeistereien und Kfz-Werkstätten 38,5 Stunden. Für alle anderen Beschäftigten gilt eine durchschnittliche Arbeitszeit von 39 Stunden wöchentlich.
    • Welche Urlaubsregelung gibt es?Wie auch im TV-L haben Beschäftigte bei einer fünftägi-gen Arbeitswoche einen Urlaubsanspruch von 30 Arbeits-tagen. Bei Verteilung der regelmäßigen wöchentlichen Arbeit auf weniger als fünf Tage in der Woche verringert sich der Urlaubsanspruch entsprechend anteilig.
    • Wie werden Reisezeiten vergütet?Reisezeiten in Form von Fahrzeiten, die mit dem genehmigten beziehungsweise üblichen Verkehrsmittel zurückgelegt werden, gelten grundsätzlich als vergütungspflichtige Arbeitszeit. Wird durch die Einbeziehung der Reisezeit, die für den Tag der Dienstreise planmäßige beziehungsweise übliche Arbeitszeit überschritten, so wird die überschreitende Reisezeit mit einem Pauschalbetrag von 15,00 Euro pro Stunde abgegolten.
    • Wird es bei der Autobahn GmbH flexible Arbeitszeitmodelle geben?Im Manteltarifvertrag der Autobahn GmbH wurden mit den Gewerkschaften die aus den Tarifverträgen des Öffentlichen Dienstes bestehenden Regelungen zur Teilzeitbeschäftigung auf Basis des Teilzeitbefristungsgesetzes im Sinne der Beschäftigten neu formuliert. Zum Zeitpunkt des Übergangs geltende Dienstvereinbarungen etwa zu Gleitzeit oder dem mobilen Arbeiten von Zuhause gelten als Betriebsvereinbarungen bei der Autobahn GmbH für längstens 12 Monate nach Betriebsbeginn fort, soweit sie nicht vorher durch neue Regelungen ersetzt werden. Die Autobahn GmbH hat ein starkes Interesse an zeitgemäßen Lösungen und wird zusammen mit den Betriebsträten darauf aufbauend neue Betriebsvereinbarungen entwickeln und abschließen.
    • Wird es bei der Autobahn GmbH Möglichkeiten zur Altersteilzeit geben?Ja. Bei der Autobahn GmbH wird laut Manteltarifvertrag der Tarifvertrag zur Regelung flexibler Arbeitszeiten für ältere Beschäftigte, der auch für den Bund gilt, weiter angewendet.
    • Wie wird sichergestellt, dass Beschäftigte zukünftig nicht schlechter gestellt werden und Besitzstände gewahrt werden?Der Einführungs- und Überleitungstarifvertrag (EÜTV) stellt sicher, dass niemand schlechter gestellt wird und tarifliche Besitzstände umfassend gewahrt werden. Der EÜTV regelt dazu, wie die vor dem Übergang aus frühe-ren Überleitungstarifverträgen noch bestehenden An-sprüche weitergeführt und ebenso, wie mögliche Abwei-chungen des neuen vom bisherigen Tarifwerk ausgegli-chen werden. Dies gilt in hohem Maße auch für landes-spezifisch beziehungsweise landesrechtlich geregelte Ansprüche. Bestehen darüber hinaus einzelvertragliche Regelungen für einzelne Beschäftigte, so sind diese Besitzstände beim Personalübergang nach § 613a BGB gesichert. Daneben bestehen zum Zeitpunkt des Übergangs gel-tende Dienstvereinbarungen zukünftig als Betriebsvereinbarungen bei der Autobahn GmbH für längstens 12 Monate nach Betriebsbeginn fort, soweit sie nicht vorher durch neue Regelungen ersetzt werden. Neue Betriebsvereinbarungen werden bei der Autobahn GmbH zusammen mit den Betriebsträten entwickelt und abgeschlossen.
    • Gilt die Besitzstandswahrung auch für Beschäftigte, die sich erst nach dem 01.01.2021 für einen Wechsel entscheiden? Der Einführungs- und Überleitungstarif (EÜTV) unter-scheidet verschiedene Gruppen von Beschäftigten, für die differenzierte Besitzstandregelungen gelten. So gel-ten uneingeschränkt alle Regelungen des EÜTV für Be-schäftigte, deren Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis gemäß § 613a BGB in Verbindung mit § 5 Abs. 1 Fernstra-ßen-Überleitungsgesetz (FernstrÜG) von einem Land oder einer kommunalen Körperschaft auf die Autobahn GmbH übergeht. Dies stellt im Rahmen der Reform der Bundes-fernstraßenverwaltung den Regel- und bei weitem häu-figsten Fall dar. Ebenfalls umfassende Regelungen trifft der EÜTV für Beschäftigte, die ohne einen Verwendungsvorschlag am oder vor dem jeweiligen Stichtag des Betriebsübergangs aufgrund arbeitsvertraglicher Vereinbarung von einem Land oder einer kommunalen Körperschaft zur Autobahn GmbH wechseln. Differenzierte Regelungen gelten dar-über hinaus für Beschäftigte, die nach dem jeweiligen Stichtag des Betriebsübergangs, jedoch spätestens am 01.01.2022 mit einem entsprechenden Verwendungsvor-schlag aus einer Gestellung auf ihr Verlangen oder ohne einen Verwendungsvorschlag aufgrund arbeitsvertragli-cher Vereinbarung von einem Land oder einer kommu-nalen Körperschaft zur Autobahn GmbH wechseln.
    • Wie werden die übergehenden Beschäftigten bei der Autobahn GmbH eingruppiert?Für übergehende Beschäftigte gilt, dass sie grundsätzlich zunächst in ihrer derzeitigen Entgeltgruppe eingruppiert bleiben. Abgruppierungen aus Anlass des Übergangs sind ausgeschlossen. Alle Beschäftigten können nach erfolg-tem Übergang einen Antrag auf Höhergruppierung stel-len, sofern ihre Tätigkeit nach dem Entgeltgruppenver-zeichnis der Autobahn GmbH höher bewertet ist. Ein Antrag bis zum 31.12.2021 wirkt auf den Stichtag des Be-triebsübergangs zurück, das heißt, dass der Beschäftigte bei Genehmigung des Antrags das höhere Einkommen rückwirkend ausgezahlt bekommt. Beschäftigte, denen schriftlich die Leitung einer Kolonne beziehungsweise die Tätigkeit eines Kolonnenführers übertragen ist, die bisher unterhalb der Entgeltgruppe 9a eingruppiert waren, sind automatisch in EG 9a eingrup-piert. Straßenwärter, Beschäftigte in Werkstätten und Fernmelder mit schwierigen Aufgaben, die bisher nach Entgeltgruppe 5 entlohnt wurden, sind mit dem Betrieb-sübergang automatisch in die EG 6 eingruppiert. Beschäf-tigte des Straßenbetriebsdienstes, die bisher unterhalb der Entgeltgruppe 4 eingruppiert sind, sind automatisch in EG 4 eingruppiert. Die klare Abgrenzung der Tätigkei-ten macht dies in diesen Fällen möglich. In allen anderen Fällen gilt das oben beschriebene Verfahren. Übergehende Beschäftigte behalten ihre aktuell erreich-te Erfahrungsstufe sowie die zurückgelegte Stufenlauf-zeit, das heißt sie gehen stufengleich über. Auch im Fall einer Höhergruppierung erfolgt ein stufengleicher Auf-stieg, das heißt, die aktuell erreichte Erfahrungsstufe sowie die zurückgelegte Stufenlaufzeit bleiben auch im Fall einer möglichen Höhergruppierung erhalten.
    • Wird bei einem Wechsel zur Autobahn GmbH die beim Land zurückgelegte Beschäftigungszeit angerechnet? Ja. Die Beschäftigungszeit wird im Rahmen des Betriebsübergangs voll angerechnet.
    • Kann sich meine Arbeitsstätte nach dem Übergang ändern?Ja. Im Rahmen des Betriebsübergangs übergehende Tarifbeschäftigte sind grundsätzlich an ihrer bisherigen Arbeitsstätte weiter zu beschäftigen. Ist dies nicht möglich, erfolgt die Weiterbeschäftigung an einer anderen Arbeitsstätte unter Beachtung der besonderen persönlichen oder familiären Verhältnisse des Beschäftigten. Verlängert sich durch einen Wechsel der Arbeitsstätte der Arbeitsweg von der Wohnung zur Arbeitsstätte des Beschäftigten um mehr als 15 Kilometer, zahlt die Autobahn GmbH pro Arbeitstag für jeden Mehrkilometer auf dem Hin- und Rückweg als Ausgleich 0,30 Euro. Die damit verbundene Verlängerung der Wegezeit wird, soweit kein Anspruch auf Außendienstzulage besteht, mit einem Pauschalbetrag von 15,00 Euro pro Stunde abgegolten.
    • Sind auch Zulagen Teil der Besitzstandswahrung?Im Sinne einer umfassenden Besitzstandswahrung enthält der Einführungs- und Überleitungstarifvertrag (EÜTV) neben Regelungen zur Wahrung der Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe und Stufenlaufzeit, auch Regelungen für die Weiterführung von bestehenden Zulagen, ebenso von kinderbezogenen Entgeltbestandteilen und Strukturausgleichen.
    • Werden auch meine landesspezifischen Regelungen als Besitzstand gewahrt?Der Einführungs- und Überleitungstarifvertrag (EÜTV) enthält in hohem Maße auch Regelungen für landesspezifische beziehungsweise landesrechtlich geregelte Ansprüche. Dadurch sind praktisch alle relevanten bisherigen Leistungen erfasst. Darüber hinaus erhält jeder im Rahmen des Betriebsübergangs übergehende Beschäftigte 50 Euro pro Monat als pauschalen Ausgleichsbetrag für alle ab dem Betriebsübergang eventuell nicht mehr anwendbaren und im EÜTV nicht ausdrücklichen geregelten Rechtspositionen landesspezifischer Art, unabhängig davon ob und ggf. in welcher Höhe eine restliche Differenz bestehen könnte.
    • Gelten die Dienstvereinbarungen bei der Auto-bahn GmbH weiter?Zum Zeitpunkt des Übergangs geltende Dienstvereinbarungen gelten als Betriebsvereinbarungen bei der Autobahn GmbH für längstens 12 Monate nach Betriebsbeginn fort, soweit sie nicht vorher durch neue Regelungen ersetzt werden. Neue Betriebsvereinbarungen werden bei der Autobahn GmbH zusammen mit den Betriebsträten entwickelt und abgeschlossen.
    • Behalte ich mein Job-Ticket beim Übergang zur Autobahn GmbH? Die Autobahn GmbH hat sich im Einführungs- und Überleitungstarifvertrag (EÜTV) verpflichtet, mit dem Land Hessen Gespräche zu führen, um zu erreichen, dass Leistungen des dort tariflichen geltenden Landestickets Hessen für vom Betriebsübergang betroffene Beschäftigte grundsätzlich erhalten bleiben. Bei einem Wegfall steht den betroffenen Beschäftigten eine Ausgleichszahlung in Höhe von 70 Euro zu. Dies gilt sinngemäß für vergleichbare Leistungen, die von anderen Bundesländern gewährt werden. Eine Weiterführung bisher bestehender Job-Tickets oder Zuschüssen zu Job-Tickets, die nicht tarifvertraglich geregelt sind, ist im Einzelfall zu prüfen. Die Autobahn GmbH wird auch prüfen, ob Mobilitätskonzepte für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten werden können.
    • Erhalte auch ich einen Wechselzuschlag?Sofern Beschäftigte, deren Arbeitsverhältnis gemäß § 613a BGB in Verbindung mit § 5 Abs. 1 Fernstraßen-Überleitungsgesetz (FernstrÜG) von einem Land oder einer kommunalen Körperschaft auf die Autobahn GmbH vor oder zum 01.01.2021 übergeht (der Regelfall der Reform) und vertraglich die ausschließliche Geltung des Tarifrechts für die Autobahn GmbH vereinbaren, haben sie Anspruch auf die Zahlung des einmaligen Wechselzuschlags in Höhe von 1.500 Euro. Dies gilt auch für Beschäftigte, die ohne einen Verwendungsvorschlag am oder vor dem Stichtag des Betriebsübergangs aufgrund arbeitsvertraglicher Vereinbarung von einem Land oder einer kommunalen Körperschaft zur Autobahn GmbH wechseln. Entsprechend übergehende Auszubildende haben Anspruch auf einen einmaligen Wechselzuschlag in Höhe von 500 Euro.
    • Wie ist die Mitbestimmung in der Zeit bis zum 01.01.2021 geregelt?Für die Übergangszeit bis zur Wahl regulärer Betriebsräte wird ein Übergangsbetriebsrat eingerichtet, über den die Beschäftigten bereits vor ihrem Übergang bzw. ihrer Ge-stellung an die Autobahn GmbH an den anstehenden Entscheidungen innerhalb der Gesellschaft beteiligt werden. Damit ist sichergestellt, dass es keine mitbestimmungsfreie Zeit gibt. Der Übergangsbetriebsrat setzt sich aus je zwei Mitgliedern pro Bundesland zusammen, die von den Stufenvertretungen oder vom zuständigen Gesamtpersonalrat in den Auftragsverwaltungen bestimmt werden. Die Jugend- und Auszubildendenvertretungen und Schwerbehindertenvertretungen werden ebenfalls am Übergangsbetriebsrat beteiligt. Der Übergangsbetriebsrat konstituiert sich bis Ende 2019 und nimmt ab 01.01.2020 seine Arbeit auf.
    • Wie sehen die zukünftigen Betriebsratsstrukturen bei der Autobahn GmbH aus? Für die zukünftigen Mitbestimmungsstrukturen sind klare Festlegungen getroffen worden: In der Zentrale, den Niederlassungen und relevanten Außenstellen werden Betriebsräte für die jeweils zugeordneten Betriebsstätten (Autobahnmeistereien, Fernmeldemeistereien, Be-triebszentralen usw.) eingerichtet. Diese Betriebsräte entsenden Vertreter in einen Gesamtbetriebsrat. Mit der Betriebsaufnahme zum 01.01.2021 leitet der Übergangsbetriebsrat unverzüglich die Wahlen zu den neuen Betriebsräten ein.
    • Ist der Vertrag überhaupt schon verbindlich oder können noch Änderungen auftreten?Das verhandelte Haustarifwerk der Autobahn GmbH wurde in seiner jetzt vorliegenden Form am 05.04, 12.07. und 30.09. mit den Gewerkschaften geeint und von Gewerkschaften und Geschäftsführung der Autobahn GmbH unterzeichnet. Es steht derzeit lediglich noch bis 15. Oktober 2019 unter Vorbehalt der Zustimmung der Tarifkommissionen der Gewerkschaften, die Anfang Oktober 2019 tagen und voraussichtlich kurzfristig entscheiden.
  • Reform

    • Wie ist es überhaupt zu der Reform gekommen?Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben am 14. Oktober 2016 Eckpunkte beschlossen, mit denen die Finanzbeziehungen und der Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern vom Jahr 2020 an neu geregelt werden soll. Anlass war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 11. November 1999, in denen das deutsche Verfassungsgericht den bisherigen Finanzausgleich nur noch bis zum Jahr 2019 für zulässig erklärt hatte. In den Eckpunkten verständigten sich die Regierungschefs von Bund und Ländern auf ein neues Konzept für den Finanzausgleich sowie auf Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, dass Bund und Länder ihre jeweiligen Aufgaben im föderalen System besser erfüllen können. Eine dieser Maßnahmen sieht vor, dass sich vom 01. Januar 2021 an nicht mehr die Länder im Auftrag des Bundes um den Bau, Ausbau und Erhalt der Autobahnen kümmern sollen, sondern der Bund als Eigentümer der Autobahnen diese Aufgabe selbst übernimmt. Zu diesem Zweck soll der Bund eine Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen gründen. Der Deutsche Bundestag hat am 01. Juni 2017 die Gründung einer Infrastrukturgesellschaft (Die Autobahn GmbH des Bundes) und des Fernstraßen-Bundesamts beschlossen und der Bundesrat hat dem Gesetzespaket anschließend zugestimmt.
    • Was war das Problem, das zur Reform geführt hat?Weil sich die Finanz- und Personalsituation von Land zu Land unterscheiden, kamen einige Länder mit der Planung neuer Bauprojekte deutlich langsamer voran als andere. Dennoch sahen sich manche Länder gezwungen, ihr Personal weiter zu reduzieren – unter anderem wegen der Schuldenbremse. In manchen Ländern führte das dazu, dass die Bauindustrie zuletzt Schwierigkeiten hatte, in den Straßenbauabteilungen überhaupt noch einen Ansprechpartner zu finden. Die Länder kamen deshalb bei der Umsetzung wichtiger Straßenprojekte sehr unterschiedlich voran. Mittel, die der Bund einem Land für ein bestimmtes Projekt zur Verfügung stellen wollte, konnten teilweise nicht abfließen, da die zuständige Straßenbauverwaltung mit dem Planen noch nicht fertig war.
    • Was bedeutet die Reform für die Beschäftigten der Länder?Die Beschäftigten der Länder, die bisher für Planung, Bau, Betrieb und Erhaltung der Autobahnen zuständig waren, sollen die gleichen Aufgaben in den neuen Strukturen bei der Autobahn GmbH des Bundes und dem Fernstraßen-Bundesamt fortführen. Das Standortkonzept wurde so gestaltet, dass ihr weiterer Einsatz grundsätzlich am bisherigen Arbeitsplatz und Arbeitsort erfolgen kann. Derzeit wird eine Überleitung zum Bund vorbereitet, die sicherstellt, dass die Beschäftigten sämtliche ihrer erworbenen Rechte behalten und sie auf keinen Fall schlechter gestellt werden als bislang. Die Beschäftigten erhalten dann Gelegenheit, sich für einen Wechsel zum Bund zu entscheiden oder in ihren bisherigen Beschäftigungsverhältnissen bei den Ländern zu verbleiben. Denkbar ist auch, dass sie weiter beim Land beschäftigt bleiben, aber für den Bund tätig sind (zum Beispiel im Wege der Abordnung).

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