In Umsetzung

Grundhafte Sanierung/Teilstrecke A115

Die A115 zwischen Anschlussstelle Spanische Allee bis Landesgrenze Berlin/Brandenburg wird einer grundhaften Sanierung unterzogen.

Hintergrund

Bereits seit 2017 ist die Strecke sanierungsbedürftig. Aufgrund der hohen Verkehrszahlen mit täglich rund 85.000 Fahrzeugen wird jeder weitgehende Eingriff mit erheblichen Verkehrsbehinderungen begleitet. Um die Zeit der dringenden grundhaften Erneuerung der Fahrbahnen zu nutzen, werden sämtliche Ingenieurbauwerke und sämtliche technische Einrichtungen ebenfalls einer kompletten Sanierung zugeführt. Dies beinhaltet unter anderem die grundhafte Erneuerung der Hauptfahrbahn zwischen Anschlussstelle Spanische Allee und Landesgrenze Berlin/Brandenburg aller Rampen im Kreuz Zehlendorf und in der Anschlussstelle Spanische Allee (Länge ca. 2.2 km).

Fläche

82.000m² (Oberbau in Asphaltbauweise erneuern)

Geplante Bauzeit

Gesamtbauzeit

07.10.2024 - Ende 2027

Bauphase 1
  • Herstellung des Mittelstreifens (Abbruch und Herstellung)
  • Instandsetzung Stützbauwerk Nikolassee + Autobahnbrücke Nikolassee am Mittelstreifen
  • Instandsetzung Bauwerke im Bereich Mittelstreifen
  • Alle Anschlussstellen sind offen
Bauphase 2
  • Herstellung Richtungsfahrbahn Brandenburg
  • Herstellung Nebenfahrbahn B2 Fahrtrichtung Wannsee
  • Rampen 3, 7, 8 und 10 sind gesperrt
  • Rampen 4 und 6 werden für einen Zeitraum von 6 Wochen gesperrt sein, sonst befahrbar
Bauphase 3
  • Herstellung Richtungsfahrbahn Berlin
  • Herstellung Nebenfahrbahn B1 Fahrtrichtung Steglitz
  • Rampen 1, 2, 5, 6 und 9 sind gesperrt

Verkehrsführung

Bauphase 1: Mittelstreifen (Verkehrsführung (VF) 2+2) / Jeweils zwei Fahrbahnen in Richtung Berlin und Brandenburg

Bauphase 2: Richtungsfahrbahn li. RF (VF 0+3)  / Eine Fahrbahn in Richtung Berlin, zwei Fahrbahnen in Richtung Brandenburg

Bauphase 3: Richtungsfahrbahn re. RF (VF 3+0) / Zwei Fahrbahnen in Richtung Berlin, eine Fahrbahn in Richtung Brandenburg

Bauphase 4: Rückbau Mittelstreifenüberfahrt (MÜF) und Restarbeiten im Mittelstreifen (VF 2+2) / Jeweils zwei Fahrbahnen in Richtung Berlin und Brandenburg

Hauptleistungen

  • Erneuerung Kabelkanalanlage im Mittelstreifen inkl. Neubezug

  • Erneuerung Entwässerungsanlagen

  • Erneuerung der Fahrzeugrückhaltesystem (Stahlschutzplanken und Betonschutzwände)

  • Erneuerung der Fahrbahnmarkierung

Instandsetzungsmaßnahmen an 24 Ingenieurbauwerken 

  • 8 Verkehrszeichenbrücken

  • 8 Stützwände

  • 1 Lärmschutzwand

  • 7 Brücken im Zuge der Autobahn bzw. Überführungsbauwerke

Übersicht der Bauwerke:

Spanische Allee Brücke, Alemannenbrücke, Borussenbrücke, Rosemeyersteg, diverse Stützwände, diverse Verkehrszeichenbrücken, Königswegbrücke, Autobahnbrücke am Nikolassee, Lärmschutzwand am Nikolassee, Stützbauwerk Nikolassee

 

  • Betoninstandsetzungsmaßnahmen

  • Instandsetzungsmaßnahmen am Verblendmauerwerk der Widerlager

  • Erneuerung der Brückenentwässerungsleitung

  • Entfernen von Graffitis und Aufbringen eines Anti-Graffiti-Systems

  • Korrosionsschutzarbeiten

  • Erneuerung von Übergangskonstruktionen

  • Erneuerung Dichtung und Fahrbahnbelag

  • Kappenerneuerung

  • Erneuerung/ Ergänzung von Fahrzeugrückhaltesystemen

Präsentation

Projektvorstellung im Rahmen der Pressekonferenz am 01.10.2024.
Präsentation >>

Pressemitteilung 22.01.2026

A115: Sanierung zwischen Spanischer Allee und Brandenburg dauert länger als geplant

Die grundhafte Sanierung der Autobahn A115 zwischen der Anschlussstelle Spanische Allee und der Landesgrenze Berlin/Brandenburg wird sich aufgrund von Problemen, die während der Bauarbeiten auftraten, voraussichtlich um rund neun Monate verzögern. Nach aktuellem Stand rechnen wir mit dem Abschluss der umfangreichen Baumaßnahmen nunmehr im zweiten Quartal 2027. Die Hauptursache ist der deutlich größere Umfang der Kampfmittelbelastung als erwartet. Hinzu kommen zusätzliche Anforderungen durch naturschutzrechtliche Rahmenbedingungen sowie durch Zwänge aus der vorhandenen Infrastruktur.

Gründe für die Verzögerung

Im Zuge der laufenden Bauarbeiten wurden auf mehreren Flächen Verdachtsbereiche auf Kampfmittel detektiert. Der tatsächliche Umfang der gefundenen Materialien übertrifft die ursprünglichen Annahmen deutlich und war in dieser Größenordnung nicht vorhersehbar.

Parallel dazu wurden im angrenzenden Naturschutzgebiet bislang nicht bekannte Wasserleitungen entdeckt. Diese zusätzliche Infrastruktur muss im weiteren Bauablauf berücksichtigt und umverlegt werden. Die erforderliche umfangreichere Kampfmittelräumung sowie die Einbindung der zusätzlich identifizierten Leitungen machen Anpassungen in der Bauausführung notwendig und führen zu einer Verlängerung der Bauzeit.

Sicherheits- und Umweltschutz haben Vorrang

Da sich die Maßnahme zudem in einer ausgewiesenen Wasserschutzzone befindet, sind umfangreiche zusätzliche Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Die Integration der Sanierung in die vorhandene, teils komplexe Infrastruktur führt auch zu einer längeren Bauzeit.

Die zuständigen Behörden und Projektbeteiligten stimmen sich hierzu eng ab, um alle Arbeiten unter Einhaltung höchster Sicherheits- und Umweltstandards umzusetzen. Derzeit laufen intensive Abstimmungen zwischen den beteiligten Auftraggebern und den beauftragten Unternehmen, um den weiteren Bauablauf sowie die neue Terminplanung festzulegen.

Sobald belastbare und final abgestimmte Zeitpläne vorliegen, wird die Öffentlichkeit informiert. Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Autobahn GmbH von einer Verzögerung von neun Monaten aus. 

Die Autobahn GmbH des Bundes arbeitet intensiv an der Bewältigung der Herausforderungen, um die Verkehrsbeeinträchtigungen zu minimieren. Für die unvermeidbaren Einschränkungen bitten wir die Verkehrsteilnehmer um Verständnis

 

Zum Hintergrund

Die A115 blickt auf eine lange und geschichtsträchtige Historie zurück: Ihre Wurzeln reichen bis zur AVUS (Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße), die 1921 eröffnet wurde. Der Abschnitt rund um das Autobahnkreuz Zehlendorf und die Zulaufstrecken wurde überwiegend in den frühen 1960er Jahren geplant und gebaut.

Nach Jahrzehnten intensiver Nutzung – deutlich über der ursprünglichen Auslegung – sind Fahrbahnen und Bauwerke nun dringend grundhaft sanierungsbedürftig. Bei der derzeitigen Maßnahme handelt es sich um die erste grundhafte Sanierung dieses Abschnitts, bei der der gesamte straßenhafte Körperaufbau erneuert wird.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine umfassende Erneuerung der Fahrbahnen, der Ingenieurbauwerke sowie der Ver- und Entsorgungsanlagen einschließlich der Sicherheitseinrichtungen und der Beschilderung.

 

Geplante Maßnahmen im Überblick

• Verkehrsflächen: ca. 82.000 m² werden grundhaft erneuert

• Infrastruktur: Neubau einer Kabelkanalanlage über die gesamte Länge

• Bauwerke: Sanierung bzw. Neubau von

• 6 Brücken

• 1 Stützbauwerk (ca. 300 m)

• 1 Lärmschutzwand

• 8 Verkehrszeichenbrücken

• 8 Stützwänden

• Entwässerung: Neubau von

• 10.000 m Entwässerungsleitungen

• 179 Schächten

• 432 Straßenabläufen

 

Pressemitteilungen