Der Geschäftsbereich Planung, Bau, Innovation und TIM-GeO (GB PBIG)

Der Geschäftsbereich PBIG beschäftigt sich u. a. mit folgenden Themenfeldern:
 

  • Netzplanung, Ausbauplanung, Bundesverkehrswegeplanung, Erhaltungsplanung
  • Steuerung Regelwerke, Entwurfsberatung, Entwurfsprüfung, Entwurfsgenehmigung
  • Analyse, Prüfung und Einführung neuer Technologien für Planung, Bau und Verkehr
  • Vorbereitung und Einführung neuer Technologien und Entwicklungen in der Mobilität
  • Technisches Informationsmanagement mit Geo- und Objektreferenzierung (TIM-GeO)

Dabei arbeitet der Geschäftsbereich PBIG über mehrere Schnittstellen in enger Abstimmung mit den Geschäftsbereichen Verkehrsmanagement, Betrieb und Verkehr sowie Finanzen zusammen.

Neben den genannten Themenfeldern agiert der Geschäftsbereich auch international. Das betrifft die Teilnahme an internationalen Fachveranstaltungen (gemeinsam mit dem BMVI, der BASt und der FGSV), z. B. bei der D-A-CH-Tagung, der CROW-Tagung, dem Deutsch-Französischen Treffen, die Mitwirkung in europäischen Gremien (z. B. gemeinsam mit BASt bei der europäischen Normung) und den internationalen Erfahrungsaustausch zur Umsetzung von Innovationen im grenzüberschreitenden, europäischen Kontext.

Herzlich Willkommen auf der Seite der Abteilung Planung

Wir freuen uns, dass Sie sich für die Arbeit unserer Abteilung aus dem Geschäftsbereich Planung, Bau, Innovation und TIM-GeO interessieren. Die Abteilung Planung umfasst drei Teams.

Im Team Netzplanung beschäftigen wir uns mit dem gesamten Autobahnnetz in Deutschland, es geht u.a. um eine ganzheitliche und übergeordnete Netzbetrachtung in der verkehrstechnischen Planung unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit, der Verkehrssicherheit, der Steuerung von Verkehrsströmen bis hin zur Zustandserfassung und Bewertung im Rahmen des Erhaltungsmanagements unseres Autobahnnetzes.

Das Team Straßenplanung bekommt u.a. die von den Niederlassungen und der DEGES einzureichenden autobahntechnischen Planungsprojekte der HOAI-Leistungsphasen 1 bis 4 zur Durchsicht. Auf Grundlage der dabei mitzuliefernden Prüfberichte erteilen unsere Kollegen den Freigabe-Vermerk („Kenntnisnahme“), mit oder ohne Auflagen zur weiteren Bearbeitung. Unsere „Kenntnisnahme“ ersetzt für die Autobahn den bisherigen Vermerk „Gesehen“ des BMVI. Darüber hinaus geht es neben vielen weiteren Aufgabe u.a. auch um eine Harmonisierung der länderspezifischen Regelungen im Planungsprozess.

Unser Team Umweltplanung beschäftigt sich u.a. mit den Belangen der Landespflege, der landschaftspflegerischen Begleit- bzw. Ausführungsplanung, mit Umweltverträglichkeitsprüfungen und Artenschutzfachbeiträgen, die von den Niederlassungen in Ergänzung zum technischen Planungsprojekt eingereicht werden. Auch diese Planunterlagen sind durchzusehen und auf Grundlage der Prüfberichte zur weiteren Bearbeitung freizugeben. Zum Team der Umweltplanung gehören auch unsere Fachexperten für den Immissionsschutz und der Wassertechnik.

Unsere Fachleute sind bei allen Projekten oder Fachthemen auch ein Ansprechpartner für die Niederlassungen und werden auf Anforderung unterstützend und beratend tätig. Im Zuge der Genehmigungsplanung sind wir im engen Austausch mit dem FBA, dem Fernstraßenbundesamt.

Nachfolgend finden Sie weitere Informationen zu den Teams und darüber hinaus zu unserem Fachboard Planung, inkl. der fachspezifischen Experten-Runden.

Die Abteilung Bau beinhaltet 2 Teams, "Erd- und Straßenbau" und "Konstruktiver Ingenieurbau", was die Planung jeglicher Ingenieurbauwerke (Brücken, Tunnel u.a.) einschließt. Abteilungsleiter ist Herr Rainer Siegel.

Im Team Erd- und Straßenbau beschäftigen sich unsere Mitarbeiter mit Grundsatzfragestellungen der Geo- und Straßenbautechnik sowie des Abfallmanagements. Grundsatzfragestellungen tauchen dabei in allen Prozessschritten des Straßenbaus auf, angefangen bei der Bauvorbereitung bis hin zur Qualitätsbewertung im Rahmen der Kontrollprüfungen und des Monitorings. Die Straßenbautechnik beinhaltet u.a. die konstruktive Durchbildung des Straßenkörpers vom Baugrund bis zur Fahrbahnoberfläche und den entsprechenden Bauweisen in Asphalt bzw. in Beton. Das Thema Baugrund bzw. die Stabilität im Untergrund steht in der Geotechnik im Vordergrund, der Umgang mit der Entsorgung und/oder Verwertung nicht (mehr) benötigter Materialien und Stoffe ist im Rahmen des Abfallmanagements ein aktueller Dauerbrenner und wird in Zeiten knapper werdender natürlicher Ressourcen eher an Bedeutung gewinnen.

Das Team Konstruktiver Ingenieurbau wird u.a. vor allem die von den Niederlassungen einzureichenden konstruktiven Ingenieurbauten (Tunnel und Brücken u.a.) durchsehen und auf Grundlage der Prüfberichte zur weiteren Bearbeitung freigeben. Darüber hinaus geht es auch um eine Harmonisierung der länderspezifischen Regelungen im Planungs- und Bauprozess.

Unsere Fachleute werden bei schwierigen Projekten auch Ansprechpartner für die Niederlassungen sein und auf Anforderung unterstützend und beratend tätig werden.

Die Abteilung Innovation hat die Aufgabe, neue Technologien und Entwicklungen in der Mobilität auf Relevanz für die Autobahn GmbH zu prüfen und deren Einführung (netzweit oder abschnittsweise) vorzubereiten. Dabei wollen wir mit Ihnen in den Niederlassungen und Meistereien eng zusammenarbeiten, auf Ihre Erfahrungen aufbauen und Ihre Innovationen mit Ihnen gemeinsam voranbringen, um unsere Autobahn leistungsfähiger, moderner, sicherer und nachhaltiger zu machen.

 

Innovationen bei der Autobahn

Die Grundlage für den Prozess der Innovation ist das Innovationskonzept der Autobahn GmbH. Das Konzept wird derzeit erarbeitet, soll gegen Ende des ersten Halbjahres 2021 finalisiert werden und anschließend für mehrere Jahre verlässliche Rahmenbedingungen liefern.  Es ist uns ein persönliches Anliegen, dass in der Autobahn GmbH ein Umfeld für Innovation geschaffen wird, in dem mit positiven und negativen Erkenntnissen offen umgegangen wird um so das volle Potenzial des Innovationsprozesses zu gewährleisten.

Hintergrund: Warum sind Innovationen wichtig?

Am 1.1.2021 geht die Übernahme der Gesamtverantwortung für die Autobahnen auf die Autobahn GmbH über. Die Entwicklung, Sichtung, Erprobung und zügige Implementierung innovativer Technologien für Planung, Bau, Betrieb und Erhaltung sollen den Gründungsgedanken bei der Autobahn GmbH – schneller und effizienter Planen und Bauen – mit Leben füllen. Zudem sollen die Anforderungen aus der Politik – z. B. die Entwicklung und Bereitstellung von intelligenten Verkehrssystemen im Straßenverkehr und der Einsatz von fortschrittlichen Bauverfahren für Fertig- und Sonderbauteillösungen - umgesetzt werden.

Die Bezeichnung der Abt. „TIM-GeO“ bedeutet „Technisches Informationsmanagement mit Geo- und Objektreferenzierung“ und beinhaltet die Teams Vermessung, Geo- / Straßeninformationssysteme (GIS/SIB), Digitale Transformation sowie das temporäre Team IT (siehe Abbildung). TIM-GeO steht zudem für die zentrale strategische Plattform eines Informationsmanagements, auf der Daten zusammengeführt, aufbereitet und für die verschiedenen Anwendungen und Nutzergruppen zur Verfügung gestellt werden.

In einer ersten Ausbaustufe soll zunächst ein GIS-Frontend Auskunft zu den Fragen geben: „Was ist wo?“ und „Wo ist was?“. Für eine schnelle Orientierung sind dabei kartografische Produkte als Grundlage unerlässlich, die als Geobasisdaten vom Vermessungsbereich bereitgestellt werden und mit georeferenzierten Fachdaten der Autobahn kombiniert werden. Im Zeitalter der Digitalisierung erfolgt die Realisierung über Mapserver Technologien, mit denen die normierten Geodaten und -dienste visualisiert werden, so dass eine intuitive Bedienung möglich ist (siehe Abbildung).

Wenn vorhandene Quellen keine entsprechenden Daten liefern oder die Datenqualitäten nicht genügen, sind zusätzliche Erfassungen vor Ort erforderlich. Dies kann bei hochgenauen Daten durch ingenieurgeodätische  Vermessungsmethoden erfolgen, wobei der Einsatz von Mobile Mapping Verfahren die Effizienz steigert und die Verkehrssicherheit erhöht. Für die Erfassung von Daten geringerer Genauigkeit, attributiver Ergänzungen oder die Bereitstellung der Informationen vor Ort ist der  Einsatz mobiler Endgeräte vorgesehen. 

In der 2. Ausbaustufe von TIM-GeO ist die Anbindung der Umsysteme wie MaVIS oder GeOffice Liegenschaftsverwaltung sowie die Anbindung verschiedener geschäftsbereichsübergreifender Prozesse geplant.

Zurück an den Seitenanfang