BREMEN. Ein Teil der Brücke, auf der die A27 über die Leher Heerstraße in Bremen führt, stammt aus dem Jahr 1937. Eine rechnerische Betrachtung der Statik hat nun zu dem Ergebnis geführt, dass das Bauwerk von sehr schweren, genehmigungspflichtigen Transporten entlastet werden sollte. Vorsorglich wurde deshalb die sogenannte Brückenklasse von 45 auf 30 herabgestuft. Schwerlast-Lkw mit einem Gewicht über 90 Tonnen, die in nördliche Richtung fahren, müssen aktuell eine andere Route wählen. Für den regulären, genehmigungsfreien Lkw-Verkehr auf der A27 ändert sich nichts. Auch der Schwerlastverkehr in Richtung Süden ist nicht betroffen.
Nach der bislang rein rechnerischen Betrachtung untersucht die Autobahn GmbH die Brücke nun schnellstmöglich im Detail und ergründet Möglichkeiten, alle Tragfähigkeitspotenziale auszuschöpfen.
Unabhängig vom Ergebnis der Prüfung sind die Planungen für einen Neubau der Brücke bereits angelaufen. Ab Februar soll der Baugrund erkundet werden. Die Brücke über die Leher Heerstraße besteht aus zwei Teilbauwerken:
- Das östliche Teilbauwerk trägt die A27-Fahrbahn in Richtung Cuxhaven. Es wurde 1937 errichtet.
- Das westliche Teilbauwerk trägt die A27-Fahrbahn in Richtung Walsrode. Es wurde 1971 gebaut.
Beide Bauwerke sollen nacheinander ab voraussichtlich 2027 ersetzt werden, beginnend mit dem älteren. Der Verkehr wird während der Bauzeit über das neuere Teilbauwerk geführt, dabei stehen in beide Fahrtrichtungen zwei (verengte) Fahrspuren zur Verfügung.