A48: Behelfsbrücke im Bereich der AS Höhr-Grenzhausen erfolgreich verschoben

Die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes lässt im Bereich der Anschlussstelle (AS) Höhr-Grenzhausen das A48-Überführungsbauwerk der L307 neu errichten. Im Rahmen des ersten Bauabschnittes des mehrjährigen Bauprojektes ist am Samstag, 10. Januar 2026, die Behelfsbrücke unter Vollsperrung planmäßig über die A48 verschoben worden.


Die Behelfsbrücke, die zuvor im Autobahnkreuz Mainz-Süd eingebaut war, wurde dabei mit Hilfe eines Taktschiebeverfahrens per Litzenhub und Drahtseil auf die provisorischen Brückenlager gezogen. Der Verschub dauerte rund 2 Stunden; die Verschiebegeschwindigkeit betrug etwa 1 Meter in der Minute.

 

Markus Gerhards, Direktor der Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes: 

„Durch den rund 10 Millionen Euro teuren Ersatzneubau inklusive der zweistreifigen Behelfsbrücke mit Gehweg sorgen wir für eine dauerhafte und sichere Überquerungsmöglichkeit der Autobahn und entlasten somit den innerstädtischen Verkehr in Höhr-Grenzhausen.“

 

Matthias Hannappel, Leiter der integrierten Außenstelle Montabaur der Niederlassung West: 

„Die 56 Meter lange Behelfsbrücke ist in zwei Takten eingeschoben worden, wobei der erste Takt vor der Vollsperrung bereits eine Länge von 12 Metern überbrückt hat. Die restlichen 44 Meter wurden dann planmäßig im zweiten Takt über die Autobahn verschoben. Die Baukasten-Bauweise der Behelfsbrücke stellt die einzige wirtschaftliche Möglichkeit dar, um den Verkehr der Anschlussstelle während der Dauer des Ersatzneubaus der Autobahnüberführung aufrecht zu erhalten. Die Vorbereitungen für unsere Behelfsbrücke laufen seit Mitte September vergangenen Jahres. Für die Widerlager wurden im Anschlussstellenbereich 12 bis 15 Meter tiefe Bohrpfähle eingebracht, auf denen ein Pfahlkopfbalken das provisorische Widerlager bildet. Die Brücke selbst wurde ab Mitte November 2025 vormontiert.“

 

Hintergrund

Im Rahmen des Ersatzneubaus des A48-Überführungsbauwerkes der L307 wird das Bestandsbauwerk zurückgebaut und in derselben Lage durch eine neue, integrale Stahlverbundbrücke ersetzt. Das umfangreiche Bauprojekt soll bis Mitte 2027 realisiert werden. Zur Aufrechterhaltung des Verkehrs wird aktuell im Rahmen des ersten Bauabschnittes eine Behelfsbrücke neben dem Bestandsbauwerk errichtet. 

Nach dem erfolgreichen Verschub der Behelfsbrücke am 10. Januar 2026 wird die provisorische Brücke am Sonntag, 11. Januar 2026, ebenfalls noch unter der Vollsperrung in der Endposition fixiert. Anschließend werden notwendige Arbeiten an den Fahrbahnrändern ausgeführt. Nach Abschluss dieser Arbeiten steht der Streckenabschnitt der A48 den Verkehrsteilnehmenden wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Im Anschluss werden bis Anfang Februar 2026 die Fahrbahnangleichung sowie die Verkehrsanbindung der Behelfsumfahrung hergestellt. Geeignete Witterung und ein planmäßiger Bauablauf vorausgesetzt, soll der erste Bauabschnitt in der zweiten Februarwoche 2026 mit der Inbetriebnahme der Behelfsbrücke abgeschlossen sein. Dort stehen den Verkehrsteilnehmenden zwei verengt geführte Fahrstreifen sowie ein Gehweg zur Verfügung. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h wird im Bereich der Behelfsbrücke eingerichtet.

 

Ausblick

Der Rückbau des Bestandsbauwerkes wird im Januar 2026 zunächst an dessen Widerlagern vorbereitet. Der Spannbetonüberbau, die Pfeiler und Anpralldämpfer werden im Anschluss in der Zeit von Freitag, 27. Februar 2026, bis Sonntag, 1. März 2026, vollständig zurückgebaut. Dabei fallen rund 1.700 Tonnen Bauschutt an. Zur Ausführung der Arbeiten muss die A48 im Baustellenbereich temporär in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden.

Über Beginn und Umfang des zweiten Bauabschnittes sowie verkehrliche Einschränkungen werden wir wie gewohnt im Rahmen unserer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gesondert informieren.

 

Weitere Informationen und Bildmaterial

Für die Baumaßnahme wurde eigens eine Projektwebsite eingerichtet, auf der weiterführende Informationen zur Baumaßnahme und zum Bauablauf aufgeführt sind. Hier finden Sie ebenfalls Drohnenaufnahmen und Fotoaufnahmen zum honorarfreien Download. Diese können in redaktionellen Beiträgen und Medienberichterstattungen unter Nennung der Quelle im Hinweis auf das Urheberrecht frei verwendet werden.

Ansprechpartner

Dr. Stephanie Kühr-Gilles

Pressesprecherin Außenstelle Montabaur

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: West
Bahnallee 25
56410 Montabaur