Bonn (Autobahn GmbH). Nun steht es fest: Die Sperrung der Rheinbrücke Bonn-Nord für alle Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen tritt am Montag, den 9. Februar 2026, in Kraft. Darüber wurden heute (19.01.2026) in einer gemeinsamen Verkehrsbesprechung die Beteiligten (u.a. Stadt Bonn, Rhein-Sieg-Kreis, Bezirksregierung Köln) informiert.
Am 9. Februar wird die entsprechende Beschilderung im Umfeld der Brücke angebracht. Zusätzlich weisen digitale Wegweisungstafeln (dWiSta) an den Autobahnen in einem großen Umkreis auf diese Sperrung hin.
Ausnahmen für sicherheitsrelevante Einsatzfahrzeuge
Die Sperrung gilt für alle Fahrzeuge über 7,5 Tonnen. Ausgenommen sind Einsatzfahrten von sicherheitsrelevanten Behörden und Organisationen wie Rettungsdiensten, Feuerwehr und Betriebsdienst sowie des Katastrophenschutzes. Alle anderen Fahrzeugtypen (> 7,5 Tonnen) sind von der Sperrung betroffen.
Temporäre Ausnahme für Schulbusse
Als verantwortbare und zeitlich begrenzte Lösung wurde vereinbart, den Schulbusverkehr bis zum Ende des Schuljahres 2025/2026 weiterhin zuzulassen. Diese befristete Regelung ist aufgrund der geringen Anzahl täglicher Schulbusüberfahrten und der klaren zeitlichen Begrenzung verantwortbar.
Hintergrund
Die Rheinbrücke Bonn-Nord, auch Friedrich-Ebert-Brücke genannt, wurde im Jahr 1967 gebaut. Sie besteht aus der linksrheinischen Vorlandbrücke (ca. 660 m), der Strombrücke (ca. 520 m) und der rechtsrheinischen Vorlandbrücke (ca. 110 m). Auf dem Bauwerk befinden sich zwei durchgehende Fahrspuren je Fahrtrichtung und je eine Abbiegespur. Es fahren täglich über 100.000 Fahrzeuge über die Brücke. Der Anteil des Schwerverkehrs liegt bei rund 5 Prozent.
Da die Rheinbrücke Bonn-Nord ursprünglich für eine geringere Verkehrsbelastung geplant worden ist und altersbedingt einen entsprechenden Bauwerkszustand aufweist, wird die Brücke den gestiegenen Anforderungen durch den heutigen und zukünftigen Verkehr, insbesondere durch LKW, nicht mehr gerecht.
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