Abgeschlossen

Verstärkung und Instandsetzung der Brücke Hunstigtal

Die Autobahn GmbH setzt die Hunstigtalbrücke bei Gummersbach in Stand.

Daten und Fakten

Gesamtlänge: 275 m

Gesamtbreite: 15,2 m

Baujahr: 1972

Bauzeit für die Instandsetzung: November 2023 bis Dezember 2025  
 

Projektbeschreibung

Die Hunstigtalbrücke befindet sich auf der A4 zwischen den Anschlussstellen Bielstein und Gummersbach. Die Hunstigtalbrücke führt über einen Taleinschnitt und die L321. Um die Nutzungsdauer dieser viel befahrenen Brücke zu erhöhen, wurde sie mit einer externen Vorspannung versehen. Gleichzeitig wurde die Brücke umfangreich saniert.

Von November 2023 bis Dezember 2025 hat die Autobahn GmbH Rheinland das Instandsetzungs- und Verstärkungsprojekt des Brückenbauwerks Hunstigtal umgesetzt. 

Details

Die Hunstigtalbrücke befindet sich auf der A4 bei Betriebskilometer 121,941 zwischen den Anschlussstellen Bielstein und Gummersbach. Sie führt über einen Taleinschnitt und die L321. Nördlich der Hunstigtalbrücke befindet sich der Gummersbacher Ortsteil Hunstig, südlich der Ortsteil Oberbantenberg. Bei der Brücke handelt es sich um ein sogenanntes Spannbetonbauwerk, das im Jahr 1972 gebaut wurde. Die Hunstigtalbrücke besteht aus vier Teilbauwerken mit zwei Überbauten und zwei Lärmschutzwänden. Die Lärmschutzwände befinden sich an den Geländern auf den sogenannten Außenkappen der Überbauten.

Die Brücke verfügt über insgesamt vier Fahrstreifen und zwei Seitenstreifen. Die Fahrbahnbreite beträgt 11,50 m und die Gesamtlänge der Brücke etwa 300 Meter. Die Hunstigtalbrücke gehört zu den stärker befahrenen Bereichen der A4 mit etwa 56.556 Fahrzeugen pro Tag (Stand 2015). Davon sind 14 % Lastkraftwagen.

Instandsetzung der Hunstigtalbrücke

Um die Restnutzungsdauer der Hunstigtalbrücke zu verlängern, wurde diese mit einer externen Vorspannung versehen. Dabei wurden an den Brücken-Enden Ankerblöcke betoniert, gegen welche die Spannglieder gespannt wurden. Die Spannglieder bestehen aus Spannstahldrähten, die im Werk mit einem Korrosionsschutz versehen werden und in PE-Hüllrohren liegen. In jedem Hohlkasten befinden sich nun vier Spannglieder.

Zudem wurde die Hunstigtalbrücke mit folgenden Maßnahmen instandgesetzt:

  • Erneuerung der Rand- und Mittelkappen
  • Betoninstandsetzung der Überbauten
  • Erneuerung von Abdichtung und Belag
  • Erneuerung der Fahrbahnübergangskonstruktionen
  • Erneuerung der Schutzeinrichtungen
  • Erneuerung der Lärmschutzwände
  • Verlegung der Notrufsäulen
  • punktuelle Umlegung der Entwässerungsleitungen

Vorarbeiten

Um den Verkehr mit möglichst geringen Einschränkungen über die Hunstigtalbrücke leiten zu können, mussten zunächst die Standstreifen an den Rampen der Anschlussstelle Gummersbach saniert werden. Dabei war je eine Wochenendsperrung der Anschlussstelle pro Fahrtrichtung notwendig. 

Bauphasen

Die Instandhaltungsmaßnahme der Hunstigtalbrücke war zunächst in fünf Bauphasen unterteilt. Die erste Bauphase begann unmittelbar nach Abschluss der Fahrbahnsanierung der Wiehltalbrücke, mit dem Ziel die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmenden so gering wie möglich zu halten. Bei einer Anpassung des Bauplans wurde die Instandhaltungsmaßnahme auf vier Bauphasen reduziert.

 

Bauphase 1 

In der ersten Bauphase wurde die externe Vorspannung angebracht. Zudem wurden Gerüste montiert, um die alten Rand- und Mittelkappen entfernen zu können. Dabei wurden die zwei Fahrstreifen der A4 verengt, um Platz für Brü-ckenuntersichtgeräte auf den Standstreifen zu schaffen.

Bauphase 2 

Während der Bauphase 2 waren in Fahrtrichtung Olpe zwei Fahrstreifen frei. In Fahrtrichtung Köln waren in dieser Zeit ebenfalls zwei Fahrstreifen befahrbar, bei einem davon handelte sich um eine übergeleitete Fahrspur. 
Während der Instandsetzungsarbeiten wurden erhebliche Mängel im Bereich der Fahrbahnplatte und der Fahrbahnübergänge deutlich. Diese lagen unter dem Asphalt und der Abdichtung des Bauwerkes und waren vor Beginn der Maßnahme nicht sichtbar.  

Die Flächen der Fahrbahntafel wurden schachbrettartig instandgesetzt. Die Abtragstiefen des Betons waren groß, so dass die Bauteildicke der Fahrbahntafel stark reduziert wurde und damit auch die Tragfähigkeit eingeschränkt war. Auf Grund dieser zusätzlichen Arbeiten verlängerte sich die Bauphase 2 um einige Monate.

Bauphase 3 

Für die restlichen Bauphasen wurde der Verkehr auf einen Fahrstreifen geführt. Da im weiteren Streckenverlauf der A4 ohnehin eine einspurige Verkehrsführung für die Wiehltalbrücke erforderlich war (und nach wie vor erforderlich ist), wurde auf diese Weise das Baustellenmanagement in dem Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Gummersbach und Bielstein optimiert. Auch beim Bauablauf wurde Optimierungspotential gefunden und ausgeschöpft: Durch die Reduzierung auf einen Fahrstreifen pro Fahrtrichtung ist es möglich, in mehreren Bereichen gleichzeitig und großflächig zu arbeiten. Mit diesem Eingriff in den Verkehr wurde die durch das große Schadensaufkommen verlängerte Bauzeit wiederum verkürzt. Nach Abschluss der Bauphase 3 war der Überbau in Fahrtrichtung Olpe vollständig saniert.
Während der dritten Bauphase wurden zudem die Schutzeinrichtungen auf der Mittelkappe demontiert.

Bauphase 4 

Nach Fertigstellung der Bauphase 3 konnte der Verkehr auf den dann fertiggestellten Überbau in Fahrtrichtung Olpe gelegt werden. Dadurch konnten in Bauphase 4 beide Überbauten in Fahrtrichtung Köln zeitgleich saniert werden. 
Es wurden Arbeiten wie Betoninstandsetzung, Erneuerung der Bauwerkskappen, Erneuerung der Abdichtungen und Beläge, Erneuerung der Fahrbahnübergangskonstruktionen, Erneuerung der Schutzeinrichtungen, Erneuerung der Lärmschutzwände, Verlegung der Notrufsäulen und punktuelle Umlegung der Entwässerungsleitungen ausgeführt. 

Dadurch, dass zu dieser Zeit der komplette Überbau in Fahrtrichtung Köln bearbeitet werden konnte, war es zum einen möglich Zwangspunkte zu minimieren. Zum anderen entstanden dadurch Vorteile für viele Arbeiten der Instandsetzungsmaßnahme - mit dem Ergebnis, dass ein Großteil der zusätzlich erforderlichen Bauzeit “eingespart” werden konnte. So wurde beispielsweise der Asphalt direkt auf ganzer Breite eingebaut. Zudem wurden die Bauwerkskappen zeitgleich erneuert.

 

Die Baustellenverkehrsführung wurde im Dezember 2025 zurückgebaut und die Hunstigtalbrücke ohne weitere Einschränkungen für den Verkehr freigegeben. 

Ansprechpartner

Asuman Altay

Kommunikation

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Rheinland
Deutz-Kalker-Straße 18-26
50679 Köln

Lauren Dohnalek

Kommunikation

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Rheinland
Deutz-Kalker-Straße 18-26
50679 Köln