Münster. Die Autobahn Westfalen erreicht beim sechsstreifigen Ausbau der A1 zwischen Münster-Hiltrup und Ascheberg einen Meilenstein. Die nördlichen 4,7 Kilometer des insgesamt 9,5 Kilometer langen Ausbauabschnitts stehen kurz vor der Fertigstellung. Am Montag (22.6.) wurden hier die letzten Meter Asphaltdeckschicht aufgebracht. In den vergangenen Jahren hat die Autobahn Westfalen beide Richtungsfahrbahnen jeweils um einen Fahrstreifen neben der bestehenden Autobahn erweitert. Insgesamt wurden in dem bisherigen Abschnitt rund 125.000 Tonnen Asphalt und darunter 40.000 Kubikmeter Frostschutzschicht verbaut. Letztere wurde aus zerkleinerten Teilen der alten Betonfahrbahn nachhaltig direkt vor Ort hergestellt.
Um den notwendigen Platz für die zusätzlichen Spuren zu erhalten, wurden drei Brücken über die Autobahn abgerissen und neu gebaut. Zudem hat die Autobahn Westfalen sechs weitere Brücken, auf denen die Autobahn verschiedene Straßen sowie den Emmer- und den Bönnebach überquert, breiter ersatzneugebaut. Der Emmerbach wurde naturnäher umgestaltet und das Bachbett in der Lage verändert, die ehemaligen Rastanlagen Davert und Weißes Venn zurückgebaut und renaturiert.
Bevor die Verkehrsteilnehmenden voraussichtlich im September alle sechs Fahrstreifen nutzen können, müssen in den kommenden Wochen noch einige Restarbeiten erledigt werden: Stahlschutzplanken werden installiert, Betonschutzwände gebaut, die Fahrbahn markiert und Beschilderung aufgestellt.
Parallel wird aktuell die Ausschreibung für den sechsstreifigen Ausbau des südlichen Abschnitts zwischen Münster-Hiltrup und Ascheberg vorbereitet. Hier werden die Arbeiten voraussichtlich im kommenden Jahr starten.