Bad Oeynhausen/Porta Westfalica. Es ist ein komplexes Projekt, das den Verkehrsfluss am wichtigsten Knotenpunkt der Region langfristig deutlich verbessern, aber während der Bauzeiten auch Einschränkungen mit sich bringen wird: Der Umbau des Autobahnkreuzes Bad Oeynhausen und die Erneuerung der Weserbrücken im Zuge der A2. Entsprechend groß war das Interesse an dem Projekt. Die Autobahn Westfalen hatte am Dienstag (23.6.) zu einer Informationsveranstaltung in das Schloss Ovelgönne in Bad Oeynhausen eingeladen. Im Rahmen der so genannten Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung waren interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter von Vereinen, Verbänden und der betroffenen Kommunen aufgerufen, sich schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt über den Stand der Planungen zu informieren und Fragen zu stellen. Etwa 120 Interessierte nahmen dieses Angebot am Dienstagnachmittag an.
Brücken im Zuge der A2 müssen ersetzt werden
„Die Brücken im Verlauf der A2 sind bei ihrem Bau nicht für heutige und kommende Verkehrslasten ausgelegt worden. Um die Weserquerung langfristig für den Güterverkehr verfügbar zu halten, müssen diese Bauwerke ersetzt werden“, erklärte Rüdiger Sürig (Geschäftsbereichsleiter Planung der Außenstelle Hamm der Autobahn Westfalen). Im Zuge des Ersatzneubaus der Brücken zwischen Bad Oeynhausen und Porta Westfalica wird auch das Kreuz leistungsfähiger und sicherer gemacht. Sürig: „Der Aus- und Umbau dient dazu, das Staurisiko auf den hochbelasteten Abschnitten zu reduzieren und damit die Region langfristig zu entlasten.“
Umgesetzt werden kann dies beispielsweise, indem die Brücken zwischen den derzeit etwa 150 Meter auseinander liegenden Richtungsfahrbahnen der A2 neu gebaut werden. „Der Vorteil ist, dass der Verkehr während der Bauzeit weiterfließen kann“, wie Projektleiterin Catrin Schultenkamp erläuterte. Um den Verkehrsfluss über die aktuell oft überlastete Auffahrt von der A30 auf die A2 (Amsterdam – Berlin) im Autobahnkreuz zu verbessern, könnte ein sogenannter „Überflieger“ gebaut werden: Eine neue, direkte Auffahrt, welche die derzeit als Kreisel angelegte Verbindung entzerren, und das Kreuz unterhalb der A2 und oberhalb der A30 umgehen soll.
Beginn des Planfeststellungsverfahrens für 2030 geplant
Bis die eigentlichen Um- und Ersatzneubauarbeiten starten, wird es allerdings noch eine Weile dauern. Mit der frühen Beteiligung der Öffentlichkeit möchte die Autobahn Westfalen die Planung optimieren und so auch den späteren Start eines Planfeststellungsverfahrens bestmöglich vorbereiten, um die Maßnahme im Interesse aller und möglichst schnell umsetzen zu können. Im Rahmen dieses Verfahrens werden alle Betroffenen noch einmal beteiligt und können Einwendungen formulieren. Den Beginn der Planfeststellung stellte Rüdiger Sürig erst für voraussichtlich 2030 in Aussicht. Deshalb waren am Dienstag noch keine konkreten Aussagen zu Kosten oder der Dauer der Arbeiten möglich.
Fest steht jedoch, dass voraussichtlich ab dem kommenden Jahr die Weserstrombrücken im Zuge der A2 verstärkt werden sollen, um diese für die Zeit des geplanten Umbaus und die dafür notwendige Baustellenverkehrsführung vorzubereiten.