Herborn. Die Autobahn Westfalen hat das Bauwerk, das den Kiefernweg in Herborn-Burg erfolgreich abgerissen. Die Brücke zwischen den Anschlussstellen Dillenburg und Herborn-West diente zuletzt vorwiegend Fußgängern und landwirtschaftlichem Verkehr als Überweg über die A45. In Abstimmung mit der Stadt Herborn kann mit Blick auf den sechsstreifigen Ausbau der A45 diese Wegeverbindung künftig entfallen, weil in direkter Umgebung weitere Querungsmöglichkeiten bestehen.
Mit den Abbrucharbeiten ist am Freitag (11.9.) ab 22 Uhr begonnen worden. Zunächst musste ein Fallbett auf der A45 aufgeschüttet werden, um die Fahrbahn zu schützen. Parallel dazu wurde mit den Arbeiten zur Leichterung der Brücke begonnen: Geländer, Kappen und der Brückenbelag mussten entfernt werden, um die Brückenreste für das spätere Recycling gesondert aufbereiten zu können. Gegen 6 Uhr am Samstagmorgen wurde dann mit der so genannten Schwächung des Bauwerks begonnen. Dabei wird der Überbau so bearbeitet, dass er durch sein Eigengewicht zu Boden fällt. Um 10 Uhr konnte schließlich vermeldet werden: Die Brücke liegt.
Bereits am späten Samstagabend war die Baustelle am Kiefernweg wieder geräumt. Die Sperrung der A45 wurde in diesem Abschnitt aber noch für weitere Arbeiten genutzt, die über den Sonntag noch andauerten.
Dennoch wird die Strecke früher als geplant wieder freigegeben. Ab etwa 20 Uhr am Sonntag soll der Verkehr wieder rollen.
Hintergrund
Im Zuge des 6-streifigen Ausbaus der A45 zwischen der Talbrücke Lützelbach und der Anschlussstelle Herborn-West ist der Bau von Lärmschutzwänden geplant, um die Anwohner der Gemeinde Burg zukünftig besser vor dem Verkehrslärm der A45 zu schützen. Die Lärmschutzwände sollen nahezu auf kompletter Länge zwischen der Talbrücke Windelbach und der Anschlussstelle Herborn-West eingebaut werden. Mit dem Abbruch des Überführungsbauwerks Kiefernweg kann dieser Lärmschutz nun bei der Erweiterung der A45 lückenlos gebaut werden.
Brücke Kiefernweg
Baujahr: 1969
Länge: 68 Meter
Breite: 7 Meter