Bonn. Am Donnerstag, 17. September besuchte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger die linksrheinische Vorlandbrücke. Er machte sich ein Bild über den Fortschritt der Abbrucharbeiten und informierte über die weiteren Schritte zur Wiederherstellung der wichtigen Rheinquerung. Die Rheinbrücke Bonn-Nord musste am 3. Juni vorsorglich für den gesamten Verkehr gesperrt werden.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger:
„Die Sperrung der Bonner Rheinbrücke ist für die Menschen und Unternehmen vor Ort mit großen Einschränkungen verbunden und stellt eine enorme Belastung dar. Deshalb ist es mir sehr wichtig, mir heute selbst ein genaues Bild von den Abbrucharbeiten zu machen. Ich bin beeindruckt vom Tempo, mit dem die Autobahn GmbH hier vorangeht: Die Abbrucharbeiten wurden zügig vergeben und laufen mit Hochdruck, damit wir noch in diesem Jahr den Bauauftrag für den Ersatzneubau erteilen können. Auch für die Fuß- und Radwegverbindung zeichnet sich zeitnah eine Lösung ab, sodass die Brücke noch in diesem Jahr wieder für den Fuß- und Radverkehr freigegeben werden kann. Für den möglichen späteren Ausbau wird eine neue Vorzugsvariante gewählt, die den Eingriff in die Wohnbebauung so gering wie möglich hält. Wir tun alles dafür, die Situation in Bonn zu verbessern und diese wichtige Verkehrsader schnellstmöglich wiederherzustellen.“
Dirk Brandenburger, Technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH:
„Die Autobahn GmbH des Bundes richtet alle Aktivitäten im Raum Bonn darauf aus, die A565 schnellstmöglich wieder unter Verkehr nehmen zu können. Wir machen Tempo und nutzen alle Beschleunigungsmöglichkeiten in den nötigen Verfahrensschritten und beim Bauen. Bisher liegen wir beim Abbruch der Vorlandbrücke im ambitionierten Zeitplan. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch weiterhin gut und schnell vorankommen. Das Ersatzbauwerk ist schon ausgeschrieben. Das Ziel ist klar: Ende 2028 soll der Verkehr wieder über die Autobahn laufen und die Stadt und die übrigen Autobahnen wieder entlastet werden.“
Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite.
Hintergrund
Die Rheinbrücke Bonn-Nord (Friedrich-Ebert-Brücke) wurde am 3. Juni um 15 Uhr vorsorglich voll für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Aktuelle Brückenprüfungen hatten strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke festgestellt, die eine unverzügliche Sicherung erforderten. Seit dem 7. August laufen die Abbrucharbeiten der Vorlandbrücke der Rheinbrücke Bonn-Nord. Sie ist 660 Meter lang und umfasst gemeinsam mit den angrenzenden Rampenbauwerken eine Brückenfläche von über 25.000 Quadratmetern. Die kompletten Abbrucharbeiten sollen im November beendet sein. Seit dem 24. Juli läuft die Ausschreibung für den Ersatzneubau. Ziel ist es, den Zuschlag noch vor Weihnachten 2026 zu erteilen.