A60: Erfolgreiche Großübung im Tunnel Mainz-Hechtsheim stärkt Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte

Wie arbeiten Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und die Autobahn GmbH im Ernstfall in einem Tunnel zusammen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer groß angelegten Sicherheitsübung im Tunnel Mainz-Hechtsheim im Zuge der A60. Rund 150 Beteiligte trainierten am Sonntag, 20. September 2026, unter realitätsnahen Bedingungen den gemeinsamen Einsatz bei einem Schadensereignis und stellten dabei die reibungslose Zusammenarbeit aller Organisationen unter Beweis.


Die Übung wurde von der Autobahn GmbH des Bundes in enger Abstimmung mit Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst vorbereitet und durchgeführt. Ziel war es, die bestehenden Alarm- und Einsatzpläne unter realen Bedingungen zu überprüfen, Kommunikationswege zu testen und die Zusammenarbeit aller Akteure weiter zu optimieren.

Unfallszenario unter realistischen Bedingungen

Das Übungsszenario simulierte einen Verkehrsunfall in der Südröhre des Tunnels mit mehreren beteiligten Fahrzeugen, verletzten Personen sowie starker Rauchentwicklung. Unterstützt durch künstlichen Rauch und pyrotechnische Effekte entstand eine Einsatzlage, die den Bedingungen eines tatsächlichen Ereignisses möglichst nahekam.

Gerade Tunnel stellen für Rettungskräfte eine besondere Herausforderung dar. Begrenzte Platzverhältnisse, eingeschränkte Sicht und die komplexe Logistik erfordern ein präzises Zusammenspiel aller Beteiligten. Umso wichtiger sind regelmäßige gemeinsame Übungen, bei denen Abläufe nicht nur theoretisch geplant, sondern praktisch erprobt werden.

Sicherheit durch eingespielte Zusammenarbeit

Im Mittelpunkt der Übung stand daher die behördenübergreifende Zusammenarbeit. Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und die Expertinnen und Experten der Autobahn GmbH arbeiteten Hand in Hand, um die Bewältigung der simulierten Einsatzlage zu trainieren.

Neben den Einsatzkräften waren eigene Experten für Betriebstechnik Tunnel und Telematik und der Tunnelbetriebszentrale Rohrbach der Autobahn GmbH eingebunden. Sie unterstützten die Übung unter anderem bei der Steuerung und Überwachung der Tunneltechnik, der Verkehrslenkung und der organisatorischen Koordination.

Gerade in einem Tunnel zählt im Ernstfall jede Sekunde. Deshalb wurden bei der Übung nicht nur die technischen Systeme des Bauwerks getestet, sondern auch die Kommunikations- und Entscheidungswege zwischen den beteiligten Organisationen in den Fokus genommen.

Wertvolle Erkenntnisse für den Ernstfall

Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz. Das Zusammenspiel aller Beteiligten verlief erfolgreich, die etablierten Abläufe haben sich bewährt und die technische Infrastruktur unterstützte die Einsatzkräfte wie vorgesehen.

Gleichzeitig liefern Übungen dieser Art wichtige Erkenntnisse für die weitere Optimierung von Prozessen und Einsatzkonzepten. Die gewonnenen Erfahrungen werden im Nachgang gemeinsam ausgewertet und fließen in die kontinuierliche Weiterentwicklung der Sicherheits- und Gefahrenabwehrplanung ein.

Gemeinsames Ziel: Höchste Sicherheit im Tunnel

Großübungen in Tunnelanlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Sie ermöglichen es allen Beteiligten, ihre Aufgaben unter realistischen Bedingungen zu trainieren, Erfahrungen auszutauschen und bestehende Strukturen weiter zu verbessern.

Die Autobahn GmbH bedankt sich bei allen beteiligten Organisationen, Einsatzkräften, Ehrenamtlichen sowie den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und die professionelle Zusammenarbeit. Die Großübung im Tunnel Mainz-Hechtsheim hat allen Beteiligten einmal mehr gezeigt: Regelmäßiges, gemeinsames Training ist ein entscheidender Baustein, um im Ernstfall schnell, koordiniert und effektiv handeln zu können.

Ansprechpartner

Maximilian Angst

Pressesprecher Außenstelle Wiesbaden

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: West
Hagenauer Str. 44
65203 Wiesbaden