Eschenlohe, 16. Juli 2026. Mit der Anschlagsfeier am Autobahnende der A95 vor dem künftigen Nordportal des Auerbergtunnels ist ein Meilenstein für den vierstreifigen Ausbau der B2neu zwischen Eschenlohe und Oberau-Nord erreicht. Der rund 3,75 Kilometer lange Ausbauabschnitt mit dem etwa 1,9 Kilometer langen, zweiröhrigen Auerbergtunnel ist ein bedeutendes Infrastrukturprojekt für die Verkehrsachse von München in Richtung Garmisch-Partenkirchen und weiter nach Österreich.
„Der Baustart des Auerbergtunnels ist ein historischer Meilenstein für die gesamte Zugspitzregion. Mit diesem anspruchsvollen Projekt lösen wir das Nadelöhr zwischen Auerberg und Loisach auf, entlasten die Verkehrsteilnehmer spürbar und schenken den Menschen vor Ort wieder mehr Lebensqualität. Gleichzeitig stärken wir den südbayerischen Wirtschaftsverkehr und Tourismus“, sagt Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr.
Die B2neu wird künftig zweibahnig mit jeweils zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung geführt. Im Tunnel werden zwei getrennte Röhren mit jeweils 7,5 Meter Fahrbahnbreite errichtet.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter betont: „Das Projekt steht für Weitblick, Leistungsfähigkeit und den politischen Willen, die Infrastruktur hier im Werdenfelser Land zukunftssicher zu gestalten. Der Auerbergtunnel ist ein weiterer wichtiger Baustein, um den Verkehr im Loisachtal flüssiger zu machen. Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg, sie schafft Investitionen, Arbeitsplätze und Wohlstand. Eine große Studie hat für Bayern erst kürzlich bestätigt: Das Auto bleibt dabei Verkehrsmittel Nummer eins. Bayern und der Bund investieren daher auch weiterhin massiv in das Straßennetz.“
Der Tunnelvortrieb erfolgt in Abhängigkeit von den geologischen Verhältnissen; d. h. im Sprengvortrieb im Festgestein beziehungsweise im Baggervortrieb im Lockergestein. Insgesamt fallen beim Ausbruch rund 330.000 Kubikmeter Ausbruchmaterial an. In geologisch günstigen Bereichen ist – analog zum Tunnel Oberau – eine unbewehrte Innenschale vorgesehen
„Die Anschlagsfeier markiert für uns den Beginn einer technisch anspruchsvollen und zugleich entscheidenden Bauphase. Der Auerbergtunnel stellt hohe Anforderungen an Planung, Bauausführung, Logistik und Sicherheit – insbesondere wegen der beengten Platzverhältnisse, der anspruchsvollen Geologie und der Querung des Vestbühlstollens. Die Autobahn GmbH des Bundes trägt dafür Sorge, dass dieses Projekt mit größter Sorgfalt, Fachkompetenz und im engen Schulterschluss aller Beteiligten umgesetzt wird“, sagt Michael Kordon, Direktor der Niederlassung Südbayern der Autobahn GmbH des Bundes.
„Der Auerbergtunnel ist ein Schlüsselprojekt für eine moderne, sichere und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur im südlichen Bayern. Mit dem Auerbergtunnel entsteht ein weiterer wichtiger Baustein für eine leistungsfähige Verbindung von und nach Garmisch-Partenkirchen. Das Projekt verbessert die Verkehrssicherheit, erhöht die Leistungsfähigkeit der Strecke und trägt dazu bei, die Verkehrsbelastungen auf dieser wichtigen Achse nachhaltig zu reduzieren.“ – Stefan Scheckinger, Leiter des Staatlichen Bauamtes Weilheimes
Zum Projekt
Mehrere Vorabmaßnahmen sind bereits abgeschlossen. Dazu zählen unter anderem der Neubau der Staatsstraße 2060, der Voreinschnitt Süd, die Hangsicherung am Nordportal, die Vorlastschüttung im Streckenabschnitt „Pfrühlmoos“ sowie die Herstellung der Baustelleneinrichtung, Bereitstellungsflächen und des Voreinschnitts Nord.
Der weitere Bauablauf sieht den Ausbruch und die Sicherung beider Röhren von Nord nach Süd vor. Anschließend wird die Innenschale ebenfalls von Nord nach Süd hergestellt. Parallel zum Tunnelbau entstehen die Betriebsgebäude und Rückhaltebecken für Straßenabwasser. Danach folgen der Innenausbau des Tunnels sowie der Einbau der Tunnelausstattung.
Der Auerbergtunnel erhält eine moderne Sicherheits- und Betriebstechnik. Vorgesehen sind drei begehbare Querschläge sowie drei befahrbare Querschläge für Rettungsfahrzeuge im Bereich der Pannenbuchten.
Die Gesamtmaßnahme soll bis 2032 fertiggestellt sein, wobei mit einem Tunneldurchschlag im August 2029 geplant wird.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 237 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 180 Millionen Euro auf den Tunnelbau und rund 32 Millionen Euro auf die Tunnelausstattung.
Kontakt:
Die Autobahn GmbH des Bundes – Niederlassung Südbayern – Pressestelle
Tel: 089/54552-3280 | Mail: presse.suedbayern[@]autobahn[.]de
Informationen zur aktuellen Verkehrslage auf den Autobahnen finden Sie im Internet unter www.bayerninfo.de