Die Autobahn GmbH des Bundes unterstützt die Hamburg Port Authority (HPA) aktiv bei der Bewältigung der aktuellen verkehrlichen Herausforderungen infolge der Ablastung der Köhlbrandbrücke auf 44 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit des Hamburger Hafens – eines der wichtigsten Logistikzentren Europas – auch in dieser Ausnahmesituation bestmöglich aufrechtzuerhalten.
Auf Initiative der HPA, der Autobahn GmbH Niederlassung Nord, der Verkehrsdirektion Hamburg und der Verbände wurde in enger Abstimmung mit der Zentrale der Autobahn GmbH des Bundes eine pragmatische und lösungsorientierte Vorgehensweise für Großraum- und Schwerlasttransporte (GST) auf den Ausweichstrecken über die A7 auf Hamburger Gebiet vereinbart: Für die erforderlichen Umfahrungsstrecken der abgelasteten Köhlbrandbrücke werden in begründeten Einzelfällen Abweichungen von den bundesweit einheitlichen Grenzwerte der Autobahn GmbH für streckenbezogene Dauererlaubnisse, befristet bis zum 30.11.2026, von der Autobahn GmbH, NL Nord zugelassen. So sind beispielsweise Dauergenehmigungen für GST-Transporte höher als 4,35m auf den betreffenden Streckenabschnitten möglich. Mit erteilten, zeitlich befristeten Dauergenehmigungen werden die Hafenwirtschaft und Spediteure im Hamburger Hafen spürbar entlastet, da sie für ein und dieselben, meist täglichen Fahrten keine Einzelgenehmigung mehr beantragen müssen.
Mit dieser Maßnahme trägt die Autobahn GmbH des Bundes der besonderen Bedeutung des Hamburger Hafens für Wirtschaft und Versorgungssicherheit Rechnung. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Belange der Infrastruktur sowie die Verkehrssicherheit weiterhin verantwortungsvoll berücksichtigt bleiben.
„Die aktuelle Situation erfordert flexibles und gleichzeitig verantwortungsvolles Handeln. Mit unserer Lösung der Dauergenehmigungen, erleichtern wir der Hafen- und Logistikwirtschaft den Umgang mit der Beschränkung der Köhlbrandbrücke”, so Carsten Butenschön, Direktor der Niederlassung Nord.
„Wir freuen uns über die gute und lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der Autobahn GmbH. Weiterhin haben die bauliche Anpassung und Optimierung der Ausweichrouten für uns höchste Priorität“, sagt Christine Muruszach, Head of Landside Public Infrastructure.
Die Autobahn GmbH steht im kontinuierlichen Austausch mit allen beteiligten Partnern, um die Entwicklung der Verkehrssituation zu beobachten. Ziel bleibt es, sowohl die Leistungsfähigkeit der Verkehrsnetze als auch die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden dauerhaft zu gewährleisten.
Die Autobahn GmbH unterstreicht mit diesem Vorgehen ihre Rolle als verlässlicher Partner von Ländern, Kommunen und Wirtschaft – insbesondere in herausfordernden Situationen, die schnelle und konstruktive Lösungen erfordern.