Osnabrück/Wallenhorst. Am vergangenen Wochenende (10.-12.7.) hat die Autobahn Westfalen auf der A1 an der Anschlussstelle Osnabrück-Nord unter Vollsperrung eine neue Brücke eingebaut. Bis zu 60 Mitarbeitende waren seit Freitagabend damit beschäftigt, 28 Spannbeton-Fertigteile mit Gewichten von durchschnittlich rund 40 Tonnen je Stück – das entspricht einer Last von etwa 13 Elefanten pro Brückenteil – exakt an die richtige Stelle zu befördern.
Zwei Autokräne mit einer Traglast von je 300 Tonnen warteten ab Samstagmorgen auf ihren Einsatz, nachdem zuvor die Schutzeinrichtungen auf der Autobahn zurückgebaut worden waren. Nach und nach haben sie die gewaltigen Brückenteile im Tandemhub – zwei Kräne arbeiten dabei gemeinsam am präzisen Heben und Positionieren der Teile – geduldig aufgenommen und vorsichtig in ihre Endpositionen auf Widerlager und Pfeiler aufgelegt. Jedes der rund 20 Meter langen und einen Meter breiten Teile wurde mit einem eigenen Schwertransport aus einem Werk in Oberhessen angeliefert.
„Die Lkw haben sie im Stundentakt an die Brücke gefahren, wobei die richtige Reihenfolge unbedingt eingehalten werden musste, um den Bauablauf nicht zu gefährden“, erklärt Aylin Pohl, Projektleiterin bei der Autobahn Westfalen in der Außenstelle Osnabrück. Nachdem alle Teile für die sechs Spuren auf der A1 sowie für eine der beiden Verteilerfahrbahnen (Fahrtrichtung Bremen) eingehoben worden waren, wurden die Schutzeinrichtungen montiert und die Verkehrssicherheit hergestellt. Planmäßig um 23 Uhr am Sonntagabend konnte die Vollsperrung vollständig wieder aufgehoben werden.
Am heutigen Montag (13.7.) werden noch die Teile über die zweite Verteilerfahrbahn (Fahrtrichtung Dortmund) eingesetzt. Diese Strecke ist bereits mit Start der Baumaßnahme gesperrt und bleit es bauzeitlich. Deshalb können diese Arbeiten auch außerhalb der Vollsperrung der A1 durchgeführt werden.
So geht es weiter
In den kommenden Wochen folgen noch Betonage- und Abdichtungsarbeiten, Montage der Übergänge zwischen Brücke und Fahrbahn (Übergangskonstruktionen), Asphalteinbau, Montage der Geländer sowie Markierungsarbeiten.Die B68-Brücke über die A1 besteht aus zwei Teilbauwerken, eines für jede Fahrtrichtung. „Aktuell wird das östliche Bauwerk erneuert. Sobald es fertiggestellt worden ist, wird der komplette Verkehr darauf umgelegt und das westliche Bauwerk wird abgebrochen und neu errichtet. Geplant ist dies spätestens im vierten Quartal dieses Jahres“, so Philip Overbeck, Geschäftsbereichsleiter Bau und Erhaltung bei der Autobahn Westfalen in der Außenstelle Osnabrück.
Das alte Bauwerk stammt aus den 1960er Jahren und war für heutige Lasten nicht ausgelegt. Deshalb entsteht ein Ersatzneubau nach neuestem technischen Standard.