Am Ende der Nutzungsdauer angekommen
Die Überführung der L523 zwischen Frankenthal und Bobenheim-Roxheim wurde 1938 hergestellt. Wie viele andere Autobahnbrücken musste sie in den letzten Jahrzehnten deutlich höhere Verkehrslasten tragen als jene, für die sie ausgelegt war. Besonders der stark zugenommene Schwerlastverkehr hinterließ Spuren. Zum altersgemäßen Verschleiß kamen Anprallschäden, die mit der für heutige Anforderungen zu geringen Durchfahrtshöhe zusammenhingen. Ein Ersatzneubau des Bauwerks war damit die einzige sinnvolle Option.
Keine Reduzierung von Fahrstreifen auf A6
Das Brückenbauwerk im Zuge der A6 liegt in einer wirtschaftsstarken Region, die vor allem als Chemiestandort (BASF) und Logistikdrehkreuz bekannt ist. Damit kam der Frage der bauzeitlichen Verkehrsführung von Anfang an eine besondere Bedeutung zu: Größere verkehrliche Einschränkungen auf der A6 sollten unbedingt vermieden werden. Weil das Bestandsbauwerk keinen 4:0-Verkehr erlaubte, musste eine Behelfsbrücke eingehoben werden, um während der Bauzeit alle Fahrstreifen aufrechtzuerhalten.
Die Teilbrücke auf der Südseite, auf der aktuell der Verkehr rollt, ist anders als das alte Bauwerk so dimensioniert, dass sie vier Fahrstreifen aufnehmen kann. Dies ist vor allem im Hinblick auf künftige Instandsetzungen der Fahrbahndecke auf einem der Teilbauwerke wichtig, die ohne Reduzierung von Fahrstreifen auf der A6 erfolgen können. Die Behelfsbrücke auf der Nordseite hat ihre Aufgabe erfüllt und wird am 24./25.04.2026 demontiert und abtransportiert. Das nächste Etappenziel ist dann der Rückbau der nördlichen Teilbrücke.