Meisterleistung: Vier neue Brücken für die A1 an nur einem Wochenende eingebaut

Am Wochenende (12.-15.6.) hat die Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH auf der A1 zwischen den Anschlussstellen Vechta und Cloppenburg gleich vier neue Brücken auf einen Schlag eingebaut. Die Strecke konnte heute Morgen (15.6.) früher als geplant um 3:35 Uhr wieder freigegeben werden.


Vechta/Cloppenburg.  Rund 60 Mitarbeitende waren seit Freitagabend unter Vollsperrung der A1 „24/7“ damit beschäftigt, 36 Spannbeton-Fertigteile mit Gewichten von durchschnittlich rund 50 Tonnen je Stück – das entspricht einer Last von etwa 16 Elefanten pro Brückenteil – passgenau an die richtige Stelle zu befördern. 

Jedes einzelne Teil wurde mit einem eigenen Schwertransport angeliefert. „Eine logistische Herausforderung, bei der die richtige Reihenfolge der Anlieferung aus Werken in Sachsen-Anhalt und dem niedersächsischen Emsland eine gewichtige Rolle gespielt hat“, erklärt Jakob Brenner, Projektleiter bei der Autobahn Westfalen in der Außenstelle Osnabrück. Los ging es an den Bauwerken „Repker Straße“ und „Am Sportplatz“. Dort warteten Autokräne mit bis zu 700 Tonnen Traglast auf ihren Einsatz. Nach und nach haben sie die gewaltigen Brückenteile geduldig aufgenommen und vorsichtig in ihre Endpositionen auf Widerlager und Pfeiler aufgelegt. Zuvor wurden noch Traggerüste daran befestigt, damit die Fahrbahnränder der Brücke später vor Ort auf der Brücke betoniert werden können. 

“Belastung für den verkehr auf ein Minimum reduzieren”

Nachdem die beiden Bauwerke vollständig eingehoben worden sind, verlagerten sich die Arbeiten zur Halbzeit an die Brückenbaustellen „Cloppenburger Straße“ und „Nieberdingstraße“. Gleiches Prozedere, gleiches Zeitfenster. „Weil wir alle Arbeiten zeitsparend innerhalb nur einer Wochenendvollsperrung durchgeführt haben, konnten wir die Belastung für den Verkehr auf ein Minimum reduzieren“, resümiert Brenner. 

Mit diesen Arbeiten geht es weiter

In den kommenden Wochen folgen noch Betonage- und Abdichtungsarbeiten, Montage der Übergänge zwischen Brücke und Fahrbahn (Übergangskonstruktionen), Asphalteinbau, Montage der Geländer sowie Markierungsarbeiten. Zum Schluss wird das Gerüst unter einer kurzzeitigen Vollsperrung im Herbst wieder demontiert. Die Brücken werden nach neuestem technischen Standard gebaut, so dass sie problemlos Schwerlastverkehr aufnehmen können. Alle vier Bauwerke werden im Laufe des vierten Quartals dieses Jahres schrittweise wieder unter Verkehr gehen. 

Synergien nutzen und dabei Zeit und Kosten sparen

Möglich wurde diese komprimierte Aktion durch das Erfolgsmodell „Serielles Bauen“. Bauwerke werden dabei in einem Paket „funktional“ ausgeschrieben und anhand eines Standardentwurfs zeitsparend errichtet. Dabei müssen Querschnitt, Stützweite, Schiefe und Krümmung ähnlich sein, damit ein Entwurf für alle Brücken ausreicht. Zudem gibt es für den Standardentwurf nur Vorgaben wie eine robuste und dauerhafte Bauweise, eine geringe Bauzeit sowie die Errichtung einer optisch ansprechenden Konstruktion. Das verkürzt den Planungsprozess und das Unternehmen kann flexibel bauen. „Mit diesem innovativen Verfahren können wir den Herausforderungen im Brückenbau begegnen und ähnliche Bauwerke unkompliziert und standardisiert aus einer Hand zur Verfügung stellen“, sagt Philip Overbeck, Geschäftsbereichsleiter Bau und Erhaltung der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH in der Außenstelle Osnabrück. Die neuen Brücken wurden jeweils an gleicher Stelle neu errichtet. Die alten Bauwerke stammten aus den 1960er Jahren und waren für heutige Lasten nicht ausgelegt. 

Ansprechpartner

Christine Sabisch

Kommunikation Außenstelle Osnabrück

Telefon
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Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Westfalen
Winkelhausenstraße 22
49090 Osnabrück