Nach mehr als vier Jahrzehnten im Dienst der öffentlichen Infrastruktur übergibt Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH, die Leitung der Niederlassung an ihren Nachfolger. Ab dem 1. April übernimmt Willi Kolks die Verantwortung für eine der verkehrsreichsten Regionen Deutschlands. Kolks leitete bislang die Außenstelle Köln der Niederlassung Rheinland. Im Maximilianpark am Niederlassungssitz in Hamm fand jetzt die offizielle Verabschiedung statt.
Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, würdigt Sauerwein-Braksiek: „Elfriede Sauerwein-Braksiek hat die Niederlassung Westfalen sehr erfolgreich geführt – leidenschaftlich, kompetent und verlässlich. Mit ihr verabschiedet sich eine hoch geschätzte Kollegin in den Ruhestand. In ihrer Karriere wurde sie zum Vorbild für viele Frauen und hat Maßstäbe gesetzt: In den vermeintlichen Männerdomänen Straßenbau und konstruktiver Ingenieurbau ließ sie sich nie beirren. Sie hat Verantwortung in einer Region übernommen, die ein logistisches Drehkreuz im Herzen Europas ist. Ein Projekt ist ganz besonders mit ihrem Namen verbunden: die Wiedereröffnung der Talbrücke Rahmede an der A45 nach nur 26 Monaten Bauzeit. Unter ihrer Leitung wurde das Neubauprojekt ein echter Leuchtturm – technisch wie organisatorisch. Ihr berufliches Werk bleibt sichtbar. Im Namen der Autobahn GmbH danke ich Elfriede Sauerwein-Braksiek herzlich für ihr Engagement und wünsche ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.“
Elfriede Sauerwein-Braksiek begann ihre Laufbahn nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Aachen als Referentin für Verkehrssicherheit beim Landschaftsverband Westfalen Lippe. Danach wurde sie Abteilungsleiterin Bau am Straßenneubauamt Recklinghausen und anschließend Abteilungsleiterin Betrieb und Verkehr in Bochum. Mit Gründung des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen 2001 übernahm sie dort verschiedene Führungspositionen und ab 2015 die Gesamtleitung. 2020 wechselte sie in das Aufbauteam der Autobahn GmbH und wurde anschließend Direktorin der neuen Niederlassung Westfalen mit Hauptsitz in Hamm. Viele Jahre stand sie als Vorsitzende an der Spitze der Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen (FGSV). Bis zuletzt war sie Mitglied des Aufsichtsrates der Autobahn GmbH.
Nachfolger Willi Kolks hat Bauingenieurwesen in Darmstadt studiert. Nach dem Studium folgten verschiedene Stationen beim Landschaftsverband Rheinland, in der NRW-Landesregierung sowie beim Landesbetrieb Straßenbau NRW. Dort sammelte der heute 52-jährige langjährige Führungserfahrung, bevor er zur Autobahn GmbH wechselte. Dort übernahm er die Leitung der Außenstelle Köln mit 500 Mitarbeitenden. Kolks kümmerte sich in den vergangenen Jahren vor allem um die Rheinbrücken der Autobahn GmbH und verantwortete dabei zuletzt die Fertigstellung des ersten Teilbauwerkes der Rheinbrücke Leverkusen. Willi Kolks ist Mitglied im Landesvorstand der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure in Nordrhein-Westfalen e. V.
Dr. Michael Güntner betont: „Mit Willi Kolks gewinnen wir einen Niederlassungsleiter, der fachliche Kompetenz, strategischen Weitblick und Führungsstärke vereint. Das hat er nicht zuletzt beim Neubau der Rheinbrücke Leverkusen bewiesen. Ich bin überzeugt, dass er die erfolgreiche Entwicklung unserer Niederlassung fortführen und neue Impulse setzen wird.“
Bei der offiziellen Veranstaltung in Hamm ließen es sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Politik, aus Ministerien und Verwaltungen, von Verbänden und der Industrie nicht nehmen, sich von Elfriede Sauerwein-Braksiek zu verabschieden. Immer wieder wurde ihre fachliche Kompetenz, ihr Gestaltungwille und ihr Management gelobt. Die Fußstapfen seien groß, die die „erfolgreichste Straßenbaumanagerin des Landes NRW“ (Quelle: WAZ) hinterlässt. Und mehrmals wurde betont, wie sehr sie sich für die Beschäftigten und dabei vor allem für den „Betriebsdienst“ (Straßenwärter) eingesetzt hat. Eines der überraschendsten Geschenke war eine persönliche Widmung von Bundeskanzler Friedrich Merz, die im Nachgang zu Freigabe der A45-Talbrücke Rahmede entstanden war.