Leverkusen (Autobahn GmbH). In enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Verkehrsexperten hat die Autobahn GmbH Rheinland einen „Instrumentenkoffer Verkehrsmanagement“ bei notwendigen Einschränkungen der Brückenbefahrbarkeit erarbeitet. Das Ziel ist, schnell und koordiniert auf mögliche Störungen zu reagieren. Die Ergebnisse wurden in der Verkehrszentrale Leverkusen vorgestellt.
Am Beispiel von zwölf ausgewählten Brückenbauwerken mit besonders hoher verkehrlicher Bedeutung wurden Konzepte für ein vorausschauendes und zugleich netzwerkübergreifendes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement entwickelt, um Verkehrsströme auch im Fall einer Brückeneinschränkung sicher und leistungsfähig abwickeln zu können.
Dirk Brandenburger, Geschäftsführer Technik der Autobahn GmbH des Bundes: „Wir gehen den hohen Modernisierungsbedarf bei den Autobahnbrücken entschlossen und zielgerichtet an. Da wir Beeinträchtigungen des Verkehrs nicht vermeiden können, entwickeln wir vorausschauend ein Verkehrs- und Mobilitätsmanagement und können die daraus gewonnenen Erkenntnisse einsetzen.“
Ein Expertenkreis aus dem Land Nordrhein-Westfalen, Kommunen, Wirtschaft und Verbänden hat die Instrumente entwickelt. Die Analyse zeigt ihren hohen Nutzen. Das belegen die Beispiele A4 Wiehltalbrücke und A565 Bonner Nordbrücke. Der Instrumentenkoffer umfasst bis zu 55 Maßnahmen. Er kann nun auch für weitere Bauwerke und Baulastträger eingesetzt werden.
Anja Estel, Leiterin der Verkehrszentrale Leverkusen: „Diese Zusammenarbeit soll im Sinne eines regionalen Verkehrsmanagements fortgeführt werden. Die verkehrlichen Auswirkungen einer möglichen Brückensperrung enden nicht an der nächsten Autobahnausfahrt. Ein erfolgreiches Verkehrs- und Mobilitätsmanagement gelingt nur im breiten Schulterschluss und mit großer Kommunikationskraft.“