Bei Kaiserwetter wurde in einer gemeinsamen Sperrpause vom 7. März ab 2 Uhr bis zum 8. März um ca. 17 Uhr das Ersatzbauwerk BW 296a der Anschlussstelle Bindlacher Berg eingefahren und sechs Kilometer weiter nach Süden an der Anschlussstelle Bayreuth Nord die Rampe 3 über die A9 der Hochbrücke Bayreuth abgebrochen.
So schaut ein „perfekter“ Brückenabbruch aus! Eine logistische und technische Meisterleistung, die unter extremem Zeitdruck stattfand. Präzision und Planung waren hierbei allein entscheidend.
Bereits Ende 2023 verschwanden die Rampen 2 und 4 der Hochbrücke Bayreuth. Im Vorlauf wurde bereits die Rampe 1 abgebrochen und jetzt am Wochenende ist die Rampe 3 gefallen, die als Generalprobe für das ganz große Finale, den Abbruch der Hauptbrücke am kommenden Wochenende, dient.
Üblicherweise wird auf Brücken gefahren. Im Fall vom Bauwerk 296a, einer neue Stabbogenbrücke, musste diese jedoch zuvor selbst gefahren werden, um sie später zweckdienlich benutzen zu können. Möglich wurde das durch zwei jeweils parallel gekoppelte Modulfahrzeuge mit eigenem Antrieb - mit vierzehn Achslinien, wovon jede über vier Räder verfügt, welche es insgesamt auf 112 Räder brachten. Somit war das Gewicht der 420 Tonnen schweren Brücke gut aufgeteilt und konnte mit leichten Startschwierigkeiten „sanft“ vom Montageplatz unweit des finalen Brückenstandortes in Endposition gebracht werden. Doch bevor der Selbstfahrer zum Einsatz kam, mussten zahlreiche Vorbereitungen getroffen werden.
Bei bestem Wetter nutzten eine Vielzahl von Besuchern das Bestandsbauwerk für einen Wochenendausflug, um dem Ereignis beizuwohnen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Erfolg dieser beiden Meisterleistungen beigetragen haben! Der Teamgeist und das Engagement aller Beteiligten, ob Baufirmen, Verkehrssicherer oder dem Team Autobahn, waren entscheidend für das großartige Ergebnis. Ohne diese tatkräftige Hilfe aller wäre dies nicht möglich gewesen.