Zwei Brücken. Sechs Monate. Punktlandung!

Seltenes Zeitfenster auf der A24 erfolgreich genutzt.


Gleich zwei Behelfsbrücken, bei Lüblow und Neu Zachun, wurden innerhalb von nur sechs Monaten gebaut. Erst im Januar begannen die umfangreichen Brückenarbeiten.

An beiden Bauwerken wurden zunächst die alten Überbaufertigteile mit speziellen 250-Tonnen-Autodrehkränen ausgehoben. In Lüblow erfolgte dies mit gleich zwei gleichzeitig eingesetzten Großkränen. Insgesamt wurden hier 14 Brückenteile mit einer Länge von bis zu 26 Metern herausgehoben und durch die Luft bewegt. Wenige Wochen später wurden die neuen, deutlich schwereren, Brückenelemente eingehoben. Dabei bewegten die Spezialkräne die Brückenstahlkolosse mit knapp 70 Tonnen millimetergenau in die Endpositionen.

Auch in Neu Zachun verliefen Aus- und Einhub der riesigen Brückenträger planmäßig und das alles innerhalb der engen Sperrpausen der Bahn.

So kann die finale Bauabnahme schon für den 1. Juli vorgenommen werden. 

Möglich wurde der Rückbau der beiden Brücken und die Errichtung der beiden Behelfsbrücken durch die Sperrung der Bahnstrecke Hamburg - Berlin, die ein einmaliges, aber sehr enges Baufenster eröffnete. „Wir haben diese seltene Chance konsequent genutzt und innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Brückenbauwerke ersetzt. Das war nur möglich, weil Planung, Bauunternehmen und unsere Mitarbeitenden Hand in Hand gearbeitet haben. Wir verhindern damit erhebliche Einschränkungen für die Zukunft und erhöhen gleichzeitig die Verkehrssicherheit“ erklärt Niederlassungsdirektor Ronald Normann. 

Die Maßnahme stellte alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Beide Brücken mussten parallel innerhalb eines außergewöhnlich kurzen Zeitraums errichtet werden. Gleichzeitig waren sämtliche Arbeiten eng an die festen Sperrpausen der Bahnstrecke gebunden. Insgesamt zeigt das Projekt, dass die ambitionierten vertraglichen Vorgaben vollständig eingehalten wurden. Die straffe Baustellenorganisation sowie die enge Abstimmung aller Projektbeteiligten sorgten dafür, dass sämtliche Meilensteine – von den Vorarbeiten über die kritischen Aus- und Einhübe bis zur termingerechten Verkehrsfreigabe – planmäßig erreicht wurden. 

„Sechs Monate Bauzeit für gleich zwei Brücken über einer elektrifizierten Gleisanlage – das ist auch für uns kein Alltag. Dass wir dieses anspruchsvolle Projekt im vorgesehenen Zeitrahmen umsetzen konnten, ist das Ergebnis einer hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten“ so Ronald Normann. 

Ansprechpartner

Ralph Brodel

Leiter Kommunikation Nordost

Telefon
+49 3303 580 1020

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Nordost
An der Autobahn A111
16540 Hohen Neuendorf