Oberhausen. In Fahrtrichtung Duisburg ist sie bereits offen, nun steht fest: Die Anschlussstelle Oberhausen-Königshardt an der A2 wird in der Nacht von Dienstag (30.6.) auf Mittwoch (1.7.) auch in Fahrtrichtung Dortmund wieder freigegeben.
Mit der Öffnung der Anschlussstelle ist die grundhafte Sanierung der A2-Fahrbahn zwischen Bottrop und Oberhausen abgeschlossen – nur der Einbau des lärmmindernden Asphalts in Fahrtrichtung Dortmund steht noch aus. Dieser soll im Rahmen einer Wochenend-Vollsperrung im September erfolgen.
Die Arbeiten laufen seit Anfang 2022 und wurden in zwei Bauabschnitten ausgeführt. Der erste Abschnitt mit einer Länge von etwa 1,3 Kilometern lag zwischen der Brücke Mauskirchweg und der Fernewaldstraße in Bottrop, der alten Zechenbahn. Er wurde 2024 fertiggestellt.
Daran schließt sich der zweite Abschnitt von der Fernewaldstraße in Bottrop bis zur Fernewaldstraße in Oberhausen an, auf welche die Anschlussstelle Königshardt mündet. Wegen der Anschlussstelle und zwei Brücken, die saniert und verstärkt werden mussten, war dieser Abschnitt im Bau deutlich herausfordernder, obwohl er mit 600 Metern nur halb so lang wie der erste Abschnitt ist.
Bei der grundhaften Sanierung werden die Schichten der Autobahn bis auf das Erdreich abgetragen und vollständig erneuert. Vier Schichten nehmen das Gewicht des Verkehrs auf: Zwei sogenannte Tragschichten, darüber liegt der Gussasphalt und schließlich der offenporige Asphalt (OPA), der für die Lärmschutzwirkung sorgt. Der Gussasphalt dient gleichzeitig auch als Abflussschicht für das Wasser, das durch die lärmschluckenden Öffnungen im OPA eindringt.
Neben der Fahrbahn und den Brücken hat die Autobahn Westfalen bei der Sanierung auch den Lärmschutz für die Anwohner und den Rastplatz Bottrop-Süd erneuert und die Lärmschutzwände auf bis zu sechs Meter erhöht. Gemeinsam mit dem OPA sorgt das für eine deutliche Lärmreduzierung. Zudem wurden Schutzplanken und Entwässerung erneuert und die Elektronik, beispielsweise Zählschleifen für den Verkehr, neu verlegt.