Oberhausen (Autobahn GmbH). Nach einer schnellen Bauzeit von nur vier Monaten wird die A3-Brücke in Fahrtrichtung Köln über den Gleisen der Betuwe-Bahnlinie in Oberhausen Mitte Juni für den Verkehr freigegeben. Die erste Brückenhälfte in Fahrtrichtung Arnheim wurde bereits im vergangenen September fertiggestellt, die zweite Brückenhälfte wird voraussichtlich ab dem 15.6. vollständig befahrbar sein.
In Vorbereitung auf die Verkehrsfreigabe sperrt die Autobahn GmbH von Montag (8.6.) bis Sonntag (14.6.) jeweils nachts zwischen 20 Uhr und 5 Uhr im Autobahnkreuz Oberhausen die Verbindung von der A516 auf die A3 in Fahrtrichtung Köln. In diesen Nächten wird die Baustellenverkehrsführung schrittweise zurückgebaut. Eine Umleitung ist mit dem roten Punkt beschildert.
Nur vier Monate nach Baubeginn im Februar 2026 wird die zweite Brückenhälfte für den Verkehr freigegeben – deutlich schneller als geplant. Ursprünglich war eine Bauzeit von sechs Monaten pro Seite vorgesehen. Auch bei der zuerst neu errichtete Brückenhälfte in Fahrtrichtung Arnheim war es der Autobahn GmbH gelungen, die Bauzeit auf nur vier Monate zu verkürzen.
Zum Hintergrund:
Die gesamte Brücke wurde im beschleunigten Verfahren errichtet. Zwei besondere Merkmale des Verfahrens sind: die Verwendung von Fertigbauteilen für das Brückenbauwerk sowie das angewandte leistungsbezogene Vergabemodell mit integriertem Verfügbarkeitskostenmodell.
Die Fertigteile wurden im Werk vorproduziert und anschließend vor Ort eingehoben. Durch diese Bauweise konnten die Fertigteile wetterunabhängig produziert werden und die Logistik der Baustelle deutlich effizienter geplant werden. Der Einhub der Bauteile konnte in eng abgestimmten Zeitfenstern erfolgen – teilweise nachts oder am Wochenende – und trug wesentlich zur Verkürzung der Bauzeit bei.
Das gewählte Vergabemodell setzte gezielte Anreize für effiziente Bauabläufe und berücksichtigt neben den Kosten auch volkswirtschaftliche Auswirkungen und Nachhaltigkeitsaspekte. Das Ergebnis: eine deutlich verkürzte Bauzeit bei gleichzeitig hoher Qualität.
Auch beim Lärmschutz setzt das Projekt neue Maßstäbe: Erstmalig kam das innovativen Lärmschutzsystems MetaWindow auf einer deutschen Autobahn zum Einsatz. Das von der Deutschen Bahn und dem italienischen Start-up Phononic Vibes entwickelte System reduziert Verkehrslärm um bis zu 37 Dezibel. Gleichzeitig sind 58 Prozent der Schutzwände transparent gestaltet, was Sichtachsen und Tageslicht erhält, das Stadt- und Landschaftsbild schont und Angsträume reduziert.
Das Projekt steht für eine neue Qualität im Infrastrukturbau:
- Effizienz durch Fertigteilbauweise und eine hochorganisierte Baulogistik
- Innovation durch neue Lärmschutztechnologie
- Optimierung der Bauzeit durch ein leistungsbezogenes Vergabemodell
Die Autobahn GmbH zeigt mit dem Brückenbauwerk über die Betuwe-Linie, wie moderne Infrastrukturprojekte erfolgreich umgesetzt werden können – mit hoher Akzeptanz, nachhaltiger Wirkung und einem klaren Ziel: Eine leistungsfähige, sichere und zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur für Bürger und Wirtschaft.
Weitere Infos zum Projekt: Projekt-Detail | Die Autobahn GmbH des Bundes
Kontaktdaten für Presseanfragen:
Murat Pul, Projektleitung: +49 203 41 79 29 100
Jasmina Matera, Kommunikation: +49 201 72 98 230