Köln (Autobahn GmbH). Ab sofort (30.4.) ist die A4 in Fahrtrichtung Olpe zwischen den Anschlussstellen Köln-Klettenberg und -Eifeltor für den genehmigungspflichtigen Schwerverkehr gesperrt. Am Bauwerk Eifeltor wurden weitere Schäden festgestellt, die die Ablastung nötig machen.
Von der Einschränkung ist nur die Fahrtrichtung Olpe betroffen. Der Schwerverkehr in Fahrtrichtung Aachen wird über den Anbau von 1993 geleitet, der keine Schäden aufweist.
Begutachtung der Schäden
Die neu aufgetretenen Schäden am Bauwerk werden aktuell von externen Gutachtern geprüft und bewertet. Weitere verkehrliche Maßnahmen können je nach Ergebnis möglicherweise folgen.
Zusätzlich soll die nächste Sperrpause der Deutschen Bahn Anfang Juli für weitere Untersuchungen, Sonderprüfungen und Vermessungen am Bauwerk genutzt werden. Parallel werden Maßnahmen entwickelt, um das Bauwerk für den verbleibenden Verkehr zu stabilisieren.
Schrankenanlage in Vorbereitung
Gleichzeitig wird die Einrichtung einer Schrankenanlage vorbereitet, um zu schwere LKW in Fahrtrichtung Olpe an der Überfahrt des schadhaften Bauwerks zu hindern. Da eine solche Anlage auf die Gegebenheiten in der Örtlichkeit geplant und angepasst werden muss, wird diese voraussichtlich im Laufe des Sommers in Betrieb gehen.
Hintergrund
Im April 2025 wurden am Bauwerk „Eifeltor“ im Verlauf der A4 im Kölner Süden erhebliche Defizite festgestellt. Zum Schutz des Bauwerks richtete die Autobahn GmbH eine gesonderte Verkehrsführung ein. Diese wird bis zum Ersatzneubau bestehen bleiben.
Das DB-Kreuzungsbauwerk „Eifeltor” überführt die A4 über die Gleise der Deutschen Bahn im Bereich des Umschlagbahnhofs Köln-Eifeltor. 1956 errichtet, wurde das Bauwerk 1988 verbreitert. 1993 wurde ein weiteres, parallel verlaufendes Bauwerk hinzugefügt. Hierüber verläuft in Fahrtrichtung Aachen die Parallelfahrbahn zwischen den Anschlussstellen Köln-Eifeltor und Köln-Klettenberg.
Bei den turnusmäßigen Bauwerksprüfungen wurde festgestellt, dass das Bauwerk zunehmende Schädigungen aufweist. Bei der Auswertung zusätzlicher Materialproben stellte sich heraus, dass der Stahl gegenüber heutigen Anforderungen Verunreinigungen aufweist, die das Tragvermögen der Bauteile einschränkt.
Weitere Informationen auf der Projektwebsite: Projekt-Detail | Die Autobahn GmbH des Bundes