Wiehl/Engelskirchen/Reichshof (Autobahn GmbH). Das bestehende Fahrverbot für Lkw über 44 Tonnen auf der Wiehltalbrücke wird nicht ausreichend eingehalten. Die Autobahn GmbH reagiert daher mit der Installation einer WIM-Anlage (Weigh-in-Motion) zur automatisierten Gewichtskontrolle des Schwerverkehrs.
Verkehrseinschränkungen
Daher kommt es auf der A4 im Zuge der Installation der WIM-Anlage zu folgenden verkehrlichen Einschränkungen:
- Von Samstag (30.5.), 15 Uhr, bis Sonntag (31.5.), 17 Uhr, ist die A4 in Fahrtrichtung Olpe zwischen den Anschlussstellen Engelskirchen und Bielstein gesperrt. Eine Umleitung ist über die Bedarfsumleitung U65 (blaue Tafeln) ausgeschildert.
- Zudem ist am Samstag (13.6.), 15 Uhr, bis Sonntag (14.6.), 17 Uhr, die A4 in Fahrtrichtung Köln zwischen den Anschlussstellen Reichshof/Bergneustadt und Gummersbach gesperrt. Eine Umleitung ist über die Bedarfsumleitung U71 (blaue Tafeln) ausgeschildert.
Unabhängig davon kann es außerhalb der Verkehrsspitzenzeiten weiterhin zur zeitweisen Wegnahme von Fahrstreifen rund um die Wiehltalbrücke in beiden Fahrtrichtungen kommen. Die damit verbundenen verkehrlichen Einschränkungen werden nicht gesondert angekündigt.
Die Inbetriebnahme der Anlagen erfolgt nach Abschluss der erforderlichen Arbeiten, die mit hoher Priorität umgesetzt werden. Der Zeitpunkt hängt vom Baufortschritt ab.
Verstöße gegen das Fahrverbot
Aktuelle Monitoring-Ergebnisse zeigen, dass die bestehenden Verkehrsregelungen trotz der seit Dezember 2024 umgesetzten Entlastungsmaßnahmen nicht ausreichend eingehalten werden. Insbesondere überqueren weiterhin Lkw mit einem Gesamtgewicht von über 44 Tonnen sowie Fahrzeuge mit unzulässigen Achslasten das Bauwerk. Zudem wird der vorgeschriebene Mindestabstand von 50 Metern zwischen Lkw häufig unterschritten.
Ziel der Maßnahme
Ziel ist es, Verstöße frühzeitig zu erkennen und die Belastung der Brücke wirksam zu reduzieren. Dazu werden Lkw über 44 Tonnen künftig vor der Wiehltalbrücke mithilfe von Achslastmessstellen nach der Weigh-in-Motion-Methode (WIM) automatisch gewogen, erkannt und gezielt ausgeleitet, um die Einhaltung der geltenden Beschränkungen zu verbessern und den übrigen Verkehr aufrechtzuerhalten.
- LKW werden während der Fahrt gewogen.
- Fahrzeuge über 44 Tonnen werden automatisch identifiziert.
- Ein Kamerasystem erfasst die Kennzeichen.
- Betroffene LKW werden über Hinweistafeln zum Verlassen der Strecke aufgefordert.
Durch die automatisierte Kennzeichenerfassung wird das bestehende Fahrverbot mehrfach und eindeutig angezeigt, um ein sicheres Ableiten der LKW zu ermöglichen und einer Missachtung wirksam entgegenzuwirken.
Diese Maßnahme dient dem Schutz der Wiehltalbrücke, um weitere Schäden zu vermeiden und eine vollständige Sperrung für alle Verkehrsteilnehmenden zu verhindern.
Hintergrund
Auf der Grundlage vorausgegangener Berechnungen und der Bewertung der Ergebnisse der Bauwerksprüfung im Winter 2024/25 wurde festgestellt, dass die in den 1970er Jahren errichtete, rund 700 m lange Wiehltalbrücke Defizite in der Tragfähigkeit aufweist. Seitdem führt die Autobahn GmbH ein engmaschiges Brückenmonitoring am Bauwerk aus.
Zum Schutz des Bauwerks und zur Aufrechterhaltung des Verkehrs auf diesem Streckenabschnitt fahren Verkehrsteilnehmende nun auf dem linken Fahrstreifen in der Mitte des Bauwerks. Zudem ist die Brücke für den genehmigungspflichtigen Schwerverkehr gesperrt.
Die Autobahn GmbH plant derzeit mit Hochdruck eine Verstärkungs- und Instandsetzungsmaßnahme, die das Bauwerk bis zum Ersatzneubau befahrbar hält.
Mehr zum Projekt: Wiehltalbrücke | Die Autobahn GmbH des Bundes