A516: Meilenstein beim Hightech-Brückenbau in Oberhausen – Sperrung der Ausfahrt Oberhausen-Sterkrade in Richtung Emmerich für eine Woche

In Oberhausen-Sterkrade beginnt eine entscheidende Bauphase: Ab dem 23. März werden tonnenschwere Beton-Fertigteile für den Überbau der neuen A516‑Brücke eingesetzt – ein zentraler Schritt beim innovativen Brückenneubau mitten in der Stadt. Während der Montage kommt es zu mehreren Sperrungen rund um die Teutoburger Straße und die Ausfahrt Oberhausen‑Sterkrade.


Oberhausen (Autobahn GmbH). Beim Neubau der A516-Brücke über der Teutoburger Straße in Oberhausen steht ein bedeutender Meilenstein kurz bevor: Ab Montag, 23.3., werden die Beton-Fertigteile, aus denen der Überbau der neuen Brücke Stück für Stück zusammengesetzt wird, eingehoben. Die bis zu 121 Tonnen schweren Brückenteile werden mit 24 Schwertransporten vom Betonwerk im 120 Kilometer entfernten Spelle (Niedersachsen) nach Oberhausen-Sterkrade transportiert. Vor Ort werden sie mit zwei Spezialkränen eingehoben und durch Spannglieder fest verbunden. 

Während die Brückenteile eingehoben werden, ist die Ausfahrt Oberhausen-Sterkrade in Fahrtrichtung Emmerich von Sonntag, 22.3. um 22 Uhr bis Samstag, 28.3. um 22 Uhr gesperrt. 

Außerdem kommt es zu folgenden innerstädtischen Sperrungen: 

  • Montag, 23.3, um 2 Uhr bis Dienstag, 24.3., um 22 Uhr: Sperrung der Teutoburger Straße in beide Fahrtrichtungen
  • Donnerstag, 26.3. um 6 Uhr bis Samstag, 28.3., um 22 Uhr: Sperrung der Straße Dreilinden in beide Fahrtrichtungen

Für den Fuß- und Radverkehr bestehen keine Einschränkungen.

 

Innovatives Bauverfahren mit extralangen Fertigteilen

Die A516-Brücke, die die Autobahn mitten durch den dicht bebauten Stadtteil Oberhausen-Sterkrade führt, wird nach einem weltweit neuen Verfahren errichtet. Die Fertigteile aus hochfestem Beton sind über 40 Meter lang – bisher waren in Deutschland nur maximal 35 Meter zugelassen. Der Vorteil der längeren Fertigteile: Weniger, dafür größere Bauteile, die nach dem Auflegen durch Spannglieder verbunden werden. So entsteht eine durchgehende, langlebige Fahrbahnplatte ohne störende Fugen – ein Plus für Haltbarkeit, weniger Lärm und geringere Schäden durch Wasser oder Bewegungen im Bauwerk. Der rasante Baufortschritt ist eine weitere Stärke des Verfahrens: Durch den hohen Vorfertigungsgrad verkürzt sich die Bauzeit von rund 24 Monaten auf nur sieben Monate pro Überbau erheblich. Bereits im Juli 2026 soll das erste Brückenbauwerk für den Verkehr freigegeben werden. Das angewandte Verfahren zahlt sich vor allem in dicht besiedelten Räumen wie dem Ruhrgebiet aus – denn eine verkürzte Bauzeit bedeutet weniger Staus, geringere CO₂-Emissionen und geringere volkswirtschaftliche Belastungen durch Ausfallzeiten.

 

Vier Bauabschnitte für den Neubau der A516-Brücke

Die Bauarbeiten gliedern sich in vier Abschnitte und umfassen die zwei Teilbauwerke (Ost und West) der Brücke mit den angrenzenden Stütz- und Lärmschutzwänden

 

Übersicht über den weiteren Bauablauf: 

2. Bauabschnitt (Januar - Juli 2026)

Mitte Januar 2026 wurde das erste Teilbauwerk (TBW Ost) abgebrochen. Nachdem neue Widerlager und Stützen hergestellt wurden, erfolgt ab dem 23.3. der Einhub der bis zu 40 Meter langen Überbaufertigteile. Während der gesamten Arbeiten am östlichen Teilbauwerk bleibt die A516 durchgehend befahrbar. Der Verkehr wird weiterhin über das westliche, noch bestehende Bauwerk geleitet. Die Wechselverkehrsführung im 3+0-System sorgt in dieser Bauphase für möglichst flüssigen Verkehr. Bis Juli 2026 soll das östliche Teilbauwerk fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben sein.


3. Bauabschnitt (September 2026 - April 2027)

Ende September 2026 wird das westliche Teilbauwerk (TBW West) abgebrochen. Auch hier sind Sperrungen der Straßen Dreilinden und Teutoburger Straße unvermeidlich. Bis Ende November 2026 entstehen die Widerlager und Stützen. Anschließend werden im Dezember die westlichen Überbaufertigteile eingehoben – erneut mit tageweisen, wechselnden Sperrungen der Stadtstraßen.

Auch während des Rückbaus und Neubaus des westlichen Teilbauwerks bleibt die A516 geöffnet. Der Verkehr wird über das dann bereits fertiggestellte östliche Bauwerk geführt – weiterhin im bewährten 3+0-System.

Der Überbau soll bis April 2027 fertiggestellt und anschließend für den Verkehr freigegeben werden.


4. Bauabschnitt (bis September 2027)

Im letzten Bauabschnitt werden bis September 2027 die innerstädtischen Verkehrsflächen einschließlich Lichtsignalanlagen und Grünflächen wiederhergestellt, die neuen Lärmschutzwände geschlossen und die Baustelle vollständig geräumt.

 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier: A516: Innovativer Brückenbau in Oberhausen - Tempo und Zukunftstechnologien | Die Autobahn GmbH des Bundes

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Ansprechpartner

Jasmina Matera

Pressesprecherin

Die Autobahn GmbH des Bundes

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