In Umsetzung

Grundhafte Erneuerung in den Abschnitten Bad Hersfeld West und Ost

Die Abschnitte Bad Hersfeld West und Ost im Zuge der A4 sind Teil des Gesamtprojektes zur grundhaften Erneuerung der A4 mit Anbau von Standstreifen und Zusatzfahrstreifen zwischen dem Autobahndreieck A7/A4 Kirchheim und der Anschlussstelle Wildeck/Obersuhl.

Daten & Fakten

  • Gesamtlänge ca. 10,7 km
  • Abschnitt Bad Hersfeld West ca. 3,8 km
  • Abschnitt Bad Hersfeld Ost ca. 6,8 km
  • Gesamtbauende Abschnitt West und Ost vsl. 2030

Projektbeschreibung

Die Abschnitte Bad Hersfeld West und Ost sind Teil des Gesamtprojektes zur grundhaften Erneuerung der A 4 mit Anbau von Standstreifen und Zusatzfahrstreifen zwischen dem Autobahndreieck A 7 / A 4 Kirchheim und der Anschlussstelle Wildeck/Obersuhl.

Bauabschnitt Bad Hersfeld West

Mit der geplanten grundhaften Erneuerung des Abschnitts Bad Hersfeld West werden ein frostsicherer Fahrbahnausbau sowie eine Optimierung der Trasse verfolgt. Gleichzeitig werden die Brückenbauwerke erneuert und auf insgesamt rund. 3,2 km Länge Lärmschutzwände im Bereich "Eichhof" und "Johannesberg" errichtet, die zusammen mit dem im Planfeststellungsverfahren eingebrachten lärmmindernden Belag zu einer erheblichen Verringerung der Lärmbelastung in den Wohngebieten führen. Zusätzlich sollen beidseitig durchgehende Standstreifen und Zusatzfahrstreifen in den Steigungsstrecken auf insgesamt rund 2,4 km Länge angebaut werden. Damit wird die Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität für die in 2030 prognostizierten 39.250 Kfz/24h mit 33,7 % Schwerverkehrsanteil ab 2,8 t bzw. 25,37 % Schwerverkehrsanteil ab 3,5 t verbessert.

Der Abschnitt schließt an den fertiggestellten Bauabschnitt Kirchheim Ost westlich der Eichhofsiedlung an und fällt südlich der Siedlung ins Fuldatal ab. Nach Kreuzung der B 62 und der DB-Strecke Bad Hersfeld-Hatterode quert die A 4 die Fuldaaue und das Gewässer der Fulda. Die Strecke verläuft dann nördlich des Johannesberges, wo auf dem Gelände der alten Autobahnmeisterei eine Parkplatz- und WC-Anlage an der Richtungsfahrbahn Eisenach errichtet werden soll. Das Bauende schließt an den bereits erneuerten Abschnitt rund 400 m westlich der Anschlussstelle Bad Hersfeld an. Die Streckenlänge beträgt insgesamt 3,9 km. Als umweltfachliche Maßnahmen sind u. a. die Offenlegung des Becherbaches im Bereich der Wirtschaftswegeunterführung sowie die Verlegung des Fulda-Altarms in der Fulda-Aue vorgesehen. Der Planfeststellungsbeschluss wurde am 23.12.2019 unterzeichnet und ist mit Ablauf des 02.03.2020 bestandskräftig geworden.

Bauabschnitt Bad Hersfeld Ost

Mit der geplanten grundhaften Erneuerung sind ein frostsicherer Ausbau der Fahrbahn und eine Verbesserung der Trasse in Grund- und Aufriss vorgesehen. Gleichzeitig werden die Brückenbauwerke erneuert und auf insgesamt rund 1,4 km Länge Lärmschutzwände im Bereich "Hohe Luft/Petersberg" und "Kühnbach" erstellt, die zu einer erheblichen Verringerung der Lärmbelastung in den Wohngebieten führen. Neben den Lärmschutzwänden wird ein lärmarmer Gussasphalt als lärmmindernder Fahrbahnbelag auf der freien Strecke vorgesehen. Zusätzlich sollen beidseitig durchgehende Standstreifen und Zusatzfahrstreifen in den Steigungsstrecken angebaut werden. Der Planungsabschnitt Bad Hersfeld Ost schließt an die bereits fertiggestellte Anschlussstelle Bad Hersfeld an und steigt entlang der Wohnsiedlung Kühnbach und des Bad Hersfelder Stadtteils Petersberg in östlicher Richtung an. Hier soll eine Parkplatz- und WC-Anlage an der Richtungsfahrbahn Kirchheim errichtet werden. Die Strecke verläuft dann südlich der Stadtteile Sorga und Kathus und kreuzt dabei die B 62, die ehemalige Kreisbahntrasse (jetzt Solztal-Radweg) und das Gewässer der Solz. Das Bauende schließt an den Planungsabschnitt Friedewald an. Der Planungsabschnitt hat eine Länge von 6,8 km. Der Planfeststellungsbeschluss wurde am 21.08.2014 von Herrn Minister Al-Wazir unterzeichnet. Der Planfeststellungsbeschluss ist mit Ablauf des 30.11.2014 bestandskräftig geworden.

Zeitplan

Bauabschnitt Bad Hersfeld West

Der Beginn der Hauptbaumaßnahme des 1. Teilbauabschnitts erfolgt im ersten Quartal 2025. Die Bauzeit des 1. Teilbauabschnitts beträgt ca. 4 Jahre.

Die Vorabmaßnahme Ertüchtigung der Bauwerkes B62 und DB und Einbau einer Plattform am Bauwerk Fulda wurden im Jahr 2021 durchgeführt. Eine weitere Vorabmaßnahme für die Einrichtung der benötigten 4+0 Verkehrsführung wurde im Jahr 2022 durchgeführt.

In 2023 wurden weitere erforderliche Maßnahmen zur Baudurchführung der Hauptbaumaßnahme hergestellt.(z.B. Herstellung Messpfeiler, Herstellung Baustraßen).

Der 2. Teilbauabschnitt Bad Hersfeld West befindet sich in der Planungsphase.

 

Bauabschnitt Bad Hersfeld Ost

Die Baudurchführung des 1. Teilbauabschnitts ist seit August 2021 im Bau und dauert voraussichtlich bis Ende 2026. Der 2. Teilbauabschnitt wird direkt daran anschließen. 

Abschnitte

Der Ausbau der A 4 zwischen dem Autobahndreieck A 7 / A 4 Kirchheim und der Anschlussstelle Wildeck/Obersuhl ist in fünf Planungsabschnitte und in sieben Bauabschnitte unterteilt (siehe Übersichtslageplan). Der Abschnitt Bad Hersfeld West ist der dritte Bauabschnitt. Der Abschnitt Bad Hersfeld Ost ist der vierte Bauabschnitt. 

Der Bauabschnitt Bad Hersfeld West und der Bauabschnitt Bad Hersfeld Ost sind in jeweils zwei Teilbauabschnitte (TBA) unterteilt. Begonnen wurde aus bautechnischen Gründen im 1. Teilbauabschnitt des dritten Bauabschnitts im August 2021.

 

Bauabschnitt Bad Hersfeld West 

1. Teilbauabschnitt 

  • Baulänge: rund 2,6 km
  • Bauwerke:
    • Abbruch und Neubau Unterführung Becherbach
    • Abbruch und Neubau Unterführung Stadtstraße Eichhof
    • Abbruch und Neubau Unterführung B62 und DB
    • Abbruch und Neubau Unterführung Fuldaaltarm
    • Abbruch und Neubau Unterführung Fuldabrücke
  • Lärmschutzwand (LSW): Neubau LSW Eichhof
  • Sonstiges: drei Regenrückhaltebecken
  • Baubeginn: voraussichtlich erstes Quartal 2025
  • Bauzeit: ca. 4 Jahre
     

2. Teilbauabschnitt 

  • Baulänge: rund 1,4 km
  • Bauwerke:
    • Abbruch und Neubau Unterführung Wirtschaftsweg
    • Abbruch und Neubau Unterführung Stadtstraße Johannesberg
    • Abbruch Durchlass Fußweg
    • Abbruch und Neubau Unterführung Mühlbach                  
  • Lärmschutzwand: Neubau LSW Johannesberg
  • Sonstiges: Neubau der PWC-Anlage Johannesberg auf dem Gelände der ehemaligen Autobahnmeisterei Bad Hersfeld und Neubau eines Regenrückhaltebeckens
  • Baubeginn: frühestens nach Baudurchführung des 1. Teilbauabschnitts

 

Bauabschnitt Bad Hersfeld Ost 

1. Teilbauabschnitt 

  • Baulänge: rund 4 km
  • Bauwerke: Unterführung Helfersgraben und Überführung K 17
  • Lärmschutzwände: Petersberg und Kühnbach
  • Park und WC-Anlage Hohe Luft
  • Baubeginn: 23. August 2021
  • Bauzeit: vorrausichtlich bis Ende 2026
     

2. Teilbauabschnitt 

  • Baulänge: rund 2,8 km
  • Bauwerke: Unterführung B 62, Unterführung Radweg (Kreisbahn), Unterführung Solzbach, Unterführung Wirtschaftsweg
  • Sonstiges: zwei Regenrückhaltbecken
  • Baubeginn: frühestens nach Baudurchführung des 1. Teilbauabschnitt Bad Hersfeld Ost

 

 

Historie

Die zwischen 1934 und 1943 als Strecke 81 gebaute Reichsautobahn vom Kirchheimer Dreieck bei Bad Hersfeld bis Eisenach war die letzte im Deutschen Reich 1933 bis 1945 halbwegs vollendete Autobahn. 1940 wurde die Strecke bis zur Anschlussstelle Bad Hersfeld zweibahnig und bis zu einer provisorischen Anschlussstelle bei Sorga einbahnig eröffnet. Der Abschnitt zwischen Sorga und Eisenach war am 1. Juli 1943 die letzte Eröffnung einer Reichsautobahn vor der kriegsbedingten Einstellung aller Autobahnarbeiten im Reichsgebiet. Auf der Trasse war jedoch nur eine Richtungsfahrbahn betoniert und die Weihetalbrücke bei Gerstungen und die Talbrücke Wommen wurden nicht mehr fertiggestellt und mussten umfahren werden; mit dem Bau der Werratalbrücke Hörschel war nicht mehr begonnen worden.

Ansprechpartner

Joachim Schmidt

Pressesprecher

Telefon
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Die Autobahn GmbH des Bundes

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