A12: Grundhafte Erneuerung zwischen Fürstenwalde-West und Briesen
Daten & Fakten
Fahrbahnerhaltung zwischen km 22,901 bis km 31,532
Gesamtlänge:
ca. 8,6 km
Gesamtkosten:
ca. 49,907 Mio € (Stand 05.02.2026)
Gesamtbauzeit (inkl. vorbereitende Maßnahmen):
08/25 bis voraussichtlich Ende 2028
Maßnahmegrund:
Infolge von Alkali-Kieselsäure-Reaktionen (AKR) sind erhebliche Fahrbahnschäden vorhanden. Die gesamte Substanz der Betonfahrbahnen sind einer massiven, unaufhaltsamen und irreversiblen Schädigung unterzogen.
Bauphasen
Die Erhaltungsmaßnahme sieht den Einbau einer Betondecke über die komplette Breite einer Richtungsfahrbahn vor. Zunächst wird die rechte Richtungsfahrbahn (Fahrtrichtung Frankfurt (Oder)) gebaut und steht damit für den Verkehr nicht mehr zur Verfügung. Nach Fertigstellung wird die Richtungsfahrbahn in Fahrtrichtung Berlin gebaut. Der Verkehr wird demnach zunächst vollständig auf die linke Richtungsfahrbahn (Fahrtrichtung Berlin) geführt. Nach Fertigstellung der rechten Richtungsfahrbahn wird der Verkehr schließlich auf die neu hergestellte rechte Richtungsfahrbahn (Fahrtrichtung Frankfurt (Oder)) geleitet und die linke Richtungsfahrbahn wird erneuert.
Bauphase 1: Erneuerung rechte Richtungsfahrbahn (in Fahrtrichtung Frankfurt Oder) ab 11.05.2026
1.1 - Bau-km 22+901,000 bis 28+734,652
1.2 - Bau-km 28+734,652 bis 31+532,000
Bauphase 2: Erneuerung linke Richtungsfahrbahn (in Fahrtrichtung Berlin) ab voraussichtlich Mai 2027
2.1 - Bau-km 22+901,000 bis 28+233,000
2.2 - Bau-km 29+473,000 bis 31+520,000
2.3 - Bau-km 28+233,000 bis 29+473,000
Wechselverkehrsführung
Aufgrund des temporär hohen Güterverkehraufkommens wird eine Wechselverkehrsführungsanlage errichtet.
Diese Wechselverkehrsanlage bietet die Möglichkeit, dass je nach Verkehrslast entweder in Fahrtrichtung Berlin oder in Fahrtrichtung Frankfurt (Oder) jeweils ein oder zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen.
Durch die flexible Anpassung dieser Fahrstreifenverteilung an die jeweiligen Verkehrsspitzen (Pendler- und Wochenendverkehr) kann die Leistungsfähigkeit der Strecke deutlich verbessert und Stausituationen reduziert werden.
Betrieb der Wechselverkehrsführung ab dem 06.05.2026
Zur Entlastung der unterschiedlichen Verkehrsströme wird die Wechselverkehrsführung manuell gesteuert:
- Samstag ab 21.00 Uhr bis Mittwoch 13.00 Uhr:
2 Fahrstreifen in Fahrtrichtung Berlin
1 Fahrstreifen in Fahrtrichtung Frankfurt (Oder) - Mittwoch ab 13.00 Uhr bis Samstag 21.00 Uhr:
2 Fahrstreifen in Fahrtrichtung Frankfurt (Oder)
1 Fahrstreifen in Fahrtrichtung Berlin
Hintergrund
Die Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) ist eine chemische Reaktion im Beton, die schon 1916 erstmalig beobachtet wurde.
Ablaufgeschwindigkeit und Ausmaß der Reaktion hängen von vielen Faktoren ab, wie Zementgehalt, Anteil des reaktiven Gesteins, Menge an Alkalien im Zement, Durchlässigkeit des Betons und vielen anderen.
Bestehen der AKR zuträgliche Bedingungen und nimmt infolge der Wasseraufnahme im Alkali-Kieselsäure-Gel der Quelldruck im Beton zu, führt dies infolge der Überschreitung der Zugfestigkeit des Betons zunächst zur Rissbildung und im weiteren Verlauf zur Zerstörung des Betongefüges. Dies zeigt sich durch Abplatzungen bis hin zu Ausbrüchen und am Ende zur Verschotterung des Betons. Da die AKR auch im Innern des Betongefüges abläuft, wird letztendlich die gesamte Betonsubstanz einer massiven, unaufhaltsamen und irreversiblen Schädigung unterzogen.
Kommt dann noch eine erhebliche Verkehrsbeanspruchung hinzu, beschleunigt dies den Schadensverlauf.
Die Geschwindigkeit des Schädigungsprozesses ist aufgrund der Vielzahl der Einflüsse nicht prognostizierbar.
Der Schadensfortschritt kann durch bauliche Maßnahmen verzögert, aber nicht aufgehalten werden.
Derzeit werden immer noch AKR-geschädigte Betondecken erneuert, die hauptsächlich in den 1990er Jahren hergestellt worden sind. Ihr schädigendes Reaktionspotenzial beziehen sie aus Gesteinen, die zum Zeitpunkt des Baus der Betondecken damals nicht als reaktiv bekannt waren.
Seit 2005, dem Erscheinen, Inkrafttreten und Beachten der strengen Regelungen für jede eingesetzte Betonrezeptur, sind Schädigungen infolge AKR an neu hergestellten Betondecken nicht mehr zu verzeichnen.
Nächtliche Vollsperrung zur Einrichtung der Wechselverkehrsführungsanlage
29.04.2026, 19.00 Uhr bis voraussichtlich 30.04.2026, 05.00 Uhr:
Nächtliche Vollsperrung der A12 zwischen Anschlussstelle Fürstenwalde-West und Anschlussstelle Briesen in Fahrtrichtung Berlin. Grund der Maßnahme sind vorbereitende Arbeiten für die Errichtung der Wechselverkehrsführungsanlage im Zuge der Gesamtbaumaßnahme.
Die Umleitung erfolgt in Abstimmung mit dem Landkreis über die ausgewiesenen Bedarfsumleitungsstrecken. Wir bitten die Verkehrsteilnehmenden ausschließlich die ausgewiesenen Umleitungsstrecken zu nutzen.
Ansprechpartner
Ralph Brodel
Leiter Kommunikation Nordost
E-Mail-Adresse
presse.nordost[@]autobahn[.]de
Telefon
+49 3303 580 1020
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung: NordostAn der Autobahn A111
16540 Hohen Neuendorf
Sarah Timplan
Pressesprecherin Niederlassung Nordost
E-Mail-Adresse
presse.nordost[@]autobahn[.]de
Telefon
+49 3303 580 1024
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung: NordostAn der A111
16540 Hohen Neudorf