In Planung

A2/A30 Umbau des Kreuzes Bad Oeynhausen mit Erneuerung der Weserquerung

Die Autobahn Westfalen plant den Ausbau des Autobahnkreuzes Bad Oeynhausen und die Erneuerung der Strecke und aller Bauwerke bis zur A2-Anschlussstelle Porta Westfalica.

Die Autobahn Westfalen baut das Autobahnkreuz Bad Oeynhausen um und erneuert die Strecke und alle Bauwerke bis zur A2-Anschlussstelle Porta Westfalica.

Daten & Fakten

Gesamtlänge Umbaumaßnahme:
4 Kilometer (A2)
1 Kilometer (A30)

 

Aktuelle Verkehrsbelastung des Kreuzes:

 90.000 – 100.000 Fahrzeuge (2026)

 

Anzahl zu erneuernder Brücken: 

11 Bauwerke

 

Projektbeschreibung

Die A2 ist eine viel befahrene Fernautobahn, eine wichtige Nord-Süd-Verbindung in Westfalen und daher auch durch viel Schwerverkehr belastet. Die A2 verbindet unter anderem die Metropolregion Rhein-Ruhr mit Hannover, Berlin und Polen (Poznan, Warschau). Am Autobahnkreuz Bad Oeynhausen kommt die Verbindung über die A30 mit den niederländischen Seehäfen und der Metropolregion Randstad (Amsterdam, Rotterdam, Den Haag) hinzu. 

An der Weserquerung nimmt die A2 über die Anschlussstelle Porta Westfalica zusätzlich den überregionalen Verkehr der B482 von Norden auf, der sich über das Autobahnkreuz Bad Oeynhausen in westlicher und südlicher Richtung verteilt. 

Infolge des Lückenschlusses der A30 (Nordumgehung Bad Oeynhausen, Verkehrsfreigabe im Dezember 2018) hat sich am Kreuz Bad Oeynhausen eine besondere Belastung in der “Über-Eck-Fahrbeziehung” von der A30 auf die A2 (Amsterdam – Berlin) herausgestellt. In den Spitzenstunden kommt es hier im Normalbetrieb (ohne Störungen durch Unfälle oder Arbeitsstellen) regelmäßig zu Stau in den Verflechtungsbereichen des Kreuzes. 

Mit dem Umbau des Autobahnkreuzes Bad Oeynhausen verbessert die Autobahn Westfalen dessen Leistungsfähigkeit und Sicherheit, um die Verkehrslage zwischen Bad Oeynhausen und Porta Westfalica zu entspannen und das Staurisiko zu reduzieren. Insbesondere die Verbindungsfahrbahn Hannover – Amsterdam sowie der Abschnitt zwischen dem Kreuz und der Anschlussstelle Porta Westfalica soll leistungsfähig und sicher ausgebaut werden. 

 

Neubau und Erweiterung von Brücken 

Im Rahmen des Umbaus werden zudem alle Brückenbauwerke zwischen dem Kreuz und und der Anschlussstelle Porta-Westfalica durch Neubauten ersetzt, damit sie die künftig prognostizierten Verkehrslasten besonders durch den stark zunehmenden Schwerverkehr, langfristig aufnehmen können. 

Insbesondere an den Bauwerken der Weserquerung/Weserflutbrücke, die teilweise noch aus den 1930er-Jahren stammen, waren in der Vergangenheit Sanierungsarbeiten notwendig, die ihrerseits ein großes Staurisiko darstellen. 

 

Wasser

Der Gewässerschutz hat hohe Priorität. Entwässerungstechnische Einrichtungen der A2 sowie Teilen der A30 werden überprüft und an den Stand der Technik angepasst. Die Basis hierfür bilden geltende Gesetze und Richtlinien sowie die strengen Bestimmungen der Wasserschutzgebiete. Hochwasserereignisse an der Weser werden berücksichtigt. 

 

Lärm

Der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor den Auswirkungen des Verkehrslärms hat hohe Priorität. Denn Lärm stellt eine große Belastung für den Menschen und seine Umwelt dar. Die Lärmvorsorge wird durch das Bundesimmissionsschutzgesetz geregelt und die Autobahn GmbH als Vorhabenträgerin ist bei Ausbauprojekten verpflichtet, diese durchzuführen. Die Verordnung legt gebietsspezifische Lärmgrenzwerte für Tag und Nacht und somit Berechnungsgrundlagen fest.

Häufig gestellte Fragen zum Projekt

Was sind die Ziele des Umbaus?

Beim Umbau des Autobahnkreuzes geht es darum, vorhandene Leistungsdefizite, die im Zusammenhang mit Verkehrsuntersuchungen ermittelt wurden, zu beseitigen. Das heißt: Einige Verbindungen im Kreuz werden von heute einstreifig auf zweistreifig aufgeweitet. Stellenweise sind die Verflechtungsstreifen zu kurz und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Dies erschwert die Einfädelung des Verkehrs zwischen Hauptfahrbahn und Ab- oder Auffahrt, was den Verkehrsfluss beeinträchtigt. Künftig ist vorgesehen, die A2-Anschlussstelle Porta-Westfalica und das Kreuz Bad Oeynhausen durchgängig mit Verflechtungsstreifen zu verbinden. Die besonders hoch belastete Übereckbeziehung zwischen der A30 und der A2 (Amsterdam-Hannover), soll in Form eines Überfliegers ausgebaut werden.

Warum müssen die Brücken neu gebaut werden?

Die Brücken in dem Bereich zwischen dem Kreuz Bad Oeynhausen und der Anschlussstelle Porta-Westfalica mit einem sehr hohen LKW-Anteil  (mehr als 30 Prozent der Fahrzeuge (37.500 Lkw/24h) können die hohe und weiter steigende Verkehrsbelastung langfristig nicht mehr aufnehmen. Dazu wären Entlastungsmaßnahmen oder aufwendige Verstärkungen notwendig. Mit einem Ersatzneubau der vorhandenen Bauwerke wird der Streckenabschnitt zukunftsfähig gemacht. 

Hintergrund:

Ein Großteil der Autobahnbrücken wurde in den 1960er- bis 1980er-Jahren erbaut. Durch den stark zunehmenden Güterverkehr, die Erhöhung der zulässigen Gesamtgewichte und Achslasten sowie die deutlich ansteigende Zahl der genehmigten Schwertransporte hat sich die Verkehrsbelastung gegenüber den Bemessungslasten der bei der Planung und beim Bau der Brücken noch gültigen Regelwerke, in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. 

Heißt: Viele Brücken wurden beim Bau nicht für heutige und künftige Belastungen ausgelegt. Die gestiegenen Beanspruchungen können u. a. zu einer Materialermüdung und damit zu einer Verkürzung der Nutzungsdauer der Bauwerke führen.

Zwar wurden im Laufe der Jahre die Bemessungslasten für neue Brücken immer wieder der Verkehrsentwicklung und den gestiegenen zulässigen Gesamtgewichten angepasst, notwendige Verstärkungen älterer Brücken sind jedoch nur begrenzt und oft nur mit großem technischem und finanziellem Aufwand möglich.

Werden verschiedene Möglichkeiten des Um- und Neubaus untersucht?

Grundsätzlich werden bei der Aufstellung eines Planungsentwurfes mehrere Varianten untersucht und gegeneinander abgewogen. Im Zusammenhang mit dem Umbau des Autobahnkreuzes Bad Oeynhausen hat sich als am sinnvollsten erwiesen, im Bestand zu bauen. So kann der Verkehr während der Arbeiten weiterfließen. Die spätere Linie der A2 führt dann zwischen den beiden heute um ca. 100 Meter auseinander gezogenen Richtungsfahrbahnen hindurch. 

Wird der Lärmschutz verbessert?

Es erfolgt im Zuge der Maßnahme eine Neubetrachtung der Lärmsituation nach der derzeit gültigen Richtline zur Lärmschutzvorsorge (RLS-19). Das bedeutet, dass bereits vorhandene Lärmschutzwände und -wälle der aktuellen Richtlinie entsprechend angepasst, also beispielsweise erhöht werden. In Betracht kommt außerdem ein lärmmindernder Fahrbahnbelag.

Was ist der Unterschied zwischen aktivem und passivem Lärmschutz?

Aktiver Lärmschutz 

Maßnahmen, die den Lärm direkt an der Quelle oder auf seinem Ausbreitungsweg verringern.

Typische Beispiele sind Lärmschutzwände, ‑wälle oder lärmarme Fahrbahnbeläge.

 

Passiver Lärmschutz

Maßnahmen, die Gebäude oder Menschen vor Lärm schützen, wenn dieser sich an der Quelle nicht ausreichend vermeiden lässt.

Dazu gehören zum Beispiel Schallschutzfenster, gedämmte Fassaden oder Lüftungseinrichtungen, die den Lärm in Innenräumen reduzieren.

Wasserschutzgebiet: Wie stellt die Autobahn Westfalen sicher, dass die Natur nicht durch die Maßnahme beeinträchtigt wird?

Schon früh in der Planung von Straßenbaumaßnahmen wird geprüft, welche Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu erwarten sind. Ziel ist es, Eingriffe so weit wie möglich zu vermeiden, zu verringern oder auszugleichen.

 

Das geschieht unter anderem durch: 

  • Umweltfachliche Gutachten: Es wird untersucht, welche Tiere, Pflanzen, Lebensräume oder Schutzgebiete betroffen sein könnten (z. B. im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung).

  • Anpassung der Planung: Trassen, Bauweisen oder Bauzeiten werden so gewählt, dass sensible Bereiche geschont werden, etwa Brutzeiten oder wertvolle Biotope.

  • Schutzmaßnahmen während der Bauzeit: Zum Beispiel durch Baustellenbegrenzungen, Schutz von Gewässern oder besondere Vorkehrungen für Tiere.

  • Ausgleichsmaßnahmen: Unvermeidbare Eingriffe werden durch Neuanpflanzungen, Renaturierungen oder die Schaffung neuer Lebensräume ausgeglichen.

Überflutungsgebiet: Stellt die zusätzliche Versiegelung keine Gefahr dar?

Die kritischste Situation ist bei Maßnahmen in Überflutungsgebieten der Bauzustand: wenn beispielweise die alten Brücken noch stehen, während die neuen in Seitenlage gebaut werden. Über diesen Zustand wird von der Autobahn GmbH ein hydrologisches Gutachten angefertigt. Anhand dieses Gutachtens werden die vorgesehen Bauweisen und Abläufe optimiert. Im Endzustand wird es keine negativen Auswirkungen mehr auf die Hochwassersituation geben. 

Wie erfahren Anlieger, ob ihre Grundstücke von der Maßnahme betroffen sind?

Für die Realisierung der Ersatzneubauten der Bauwerke im Zuge der A2 sind Inanspruchnahmen benachbarter Flächen unumgänglich. Um den Verkehr aufrecht zu erhalten, müssen die neuen Brücken entweder in neuer Lage neben den vorhandenen Bauwerken errichtet werden, oder vorab Behelfsbrücken hergestellt werden, wenn der Ersatzneubau in Bestandslage erfolgen soll.

Alle betroffenen Anwohnenden können im Zusammenhang mit dem Planfeststellungsverfahren Einwände oder Anregungen einbringen. Infotermine im Planfeststellungsverfahren werden auf verschiedenen Wegen öffentlich bekannt gemacht, vor allem über Amtsblätter, kommunale Aushänge, Internetseiten der zuständigen Behörden sowie des Vorhabenträgers und über die lokale Presse.

 

Was passiert mit dem Radweg an der Weserbrücke?

Der Radweg an der Weserbrücke stellt eine bedeutende Radwegeverbindung dar. Auch das neue Brückenbauwerk über die Weser wird wieder einen Radweg haben. 

Informationsveranstaltung in Bad Oeynhausen

Die Autobahn GmbH, Niederlassung Westfalen, plant den Umbau des Autobahnkreuzes Bad Oeynhausen und die Erneuerung der Strecke der A2 mit allen Bauwerken bis zur Anschlussstelle Porta Westfalica.  

In einer Informationsveranstaltung in Bad Oeynhausen möchten wir Ihnen schon jetzt das Projekt und die verkehrlichen Auswirkungen vorstellen. Um möglichst allen Interessierten die Teilnahme und den Austausch mit unseren Expertinnen und Experten zu ermöglichen, bieten wir Ihnen zwei Termine an. Wir laden Sie herzlich ein, sich informieren zu lassen und mit uns ins Gespräch zu kommen:

 

Was? Umbau Kreuz Bad Oeynhausen (A2/A30) und Erneuerung der Weserquerung

Wann? Dienstag (23.6.2026), jeweils einmal um 15 Uhr und um 17 Uhr 

Wo? Schloss Ovelgönne, Eidinghausener Straße 197 in 32549 Bad Oeynhausen

Wer?  Rüdiger Sürig (Geschäftsbereichsleiter Planung, Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes) wird mit seinem, für das Projekt verantwortliche Team, vor Ort sein. 

 

Im Mittelpunkt stehen: 

  • Vorstellung des aktuellen Planungsstands
  • Möglichkeit zur Rückmeldung und Diskussion
  • Sammlung von Anregungen für den weiteren Prozess 

 

 

Ansprechpartner

Renée Trippler

Kommunikation Zentrale Hamm

Telefon
+49 160 96747721

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Westfalen
Lilienthalstraße 5
59065 Hamm