A8: Neubau der Grünbrücke bei Remchingen-Nöttingen
Auf einen Blick
Projektart
Neubau einer Grünbrücke
Strecke
A8 zwischen den Anschlussstellen Karlsbad und Pforzheim-West, rund 200 Meter westlich der Kreisstraße K4535 bei Remchingen-Nöttingen.
Bauzeit
seit Juni 2026 bis voraussichtlich Mitte 2028
Projektverantwortung
Niederlassung Südwest, Außenstelle Karlsruhe
Kurzbeschreibung
Mit dem Neubau der Grünbrücke über die A8 bei Remchingen-Nöttingen schafft die Autobahn GmbH eine dauerhafte und sichere Querungsmöglichkeit für Wildtiere. Das Bauwerk entsteht an einem bedeutenden Wildtierkorridor im Nordschwarzwald und verbindet Lebensräume beiderseits der Autobahn miteinander.
Die Grünbrücke ist Teil der bundesweiten Maßnahmen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen und setzt die Ziele des Generalwildwegeplans Baden-Württemberg vor Ort um. Gleichzeitig trägt sie zur Verkehrssicherheit bei, indem Wildtiere gezielt zu einer sicheren Querungsstelle geführt und Wildunfälle reduziert werden.
Das Bauwerk überspannt die Autobahn mit einer lichten Weite von rund 61 Metern und einer Gesamtlänge von etwa 86 Metern. Nach Fertigstellung wird die Grünbrücke mit Boden überdeckt und standortgerecht bepflanzt, sodass sie sich in den umgebenden Lebensraum einfügt. Wildschutzzäune und weitere Leitstrukturen sollen dafür sorgen, dass die Tiere gezielt zur Querung geführt werden.
Verkehrliche Auswirkungen
Die Bauarbeiten erfolgen unter laufendem Verkehr auf der A8. Über mögliche verkehrliche Einschränkungen in einzelnen Bauphasen informiert die Autobahn GmbH rechtzeitig über ihre Informationskanäle.
Warum wird die Grünbrücke genau an dieser Stelle gebaut?
Der Standort Remchingen‑Nöttingen wurde nicht zufällig gewählt. Er liegt in einem im Generalwildwegeplan dargestellten Wildtierkorridor und gehört zugleich zu den priorisierten Wiedervernetzungsabschnitten auf Bundesebene.
Wie läuft generell so eine Planung ab, bis der „richtige“ Standort gefunden wurde?
Mit dem Bundesprogramm Wiedervernetzung und entsprechenden Landeskonzepten werden geeignete Standorte für Wiedervernetzungsmaßnahmen identifiziert.
Grundlage ist unter anderem der Generalwildwegeplan Baden‑Württemberg, der von ForstBW und der Forstlichen Versuchsanstalt erarbeitet wurde.
Wie ist der Bauablauf?
Der Bau verläuft in mehreren aufeinander abgestimmten Phasen – von den Kämpferfundamenten über den Aufbau des Traggerüstes und den abschnittsweisen Bogenbau bis zur abschließenden Bodenüberdeckung, Bepflanzung und Ausstattung mit Leitstrukturen
Woher wissen die Tiere, dass sie die Brücke nutzen sollen?
Wildschutzzäune, Irritationsschutzwände und weitere Leiteinrichtungen führen die Tiere gezielt zur Grünbrücke. Zusätzlich wird das Bauwerk so gestaltet und standortgerecht bepflanzt, dass es sich in den umliegenden Lebensraum einfügt und als Querungsmöglichkeit angenommen werden kann.
Gibt es nach der Fertigstellung Untersuchungen, ob Tiere auch wirklich die Grünbrücke nutzen?
Nach Fertigstellung werden Monitoring‑Maßnahmen durchgeführt. Dabei wird geprüft, ob und wie die Tiere das Bauwerk annehmen. Erfahrungen zeigen, dass Grünbrücken von Wildtieren genutzt werden.
Welche Tiere queren hier in Pforzheim künftig die A8 über die Brücke?
Die Grünbrücke ist so angelegt, dass sie von verschiedenen im Naturraum vorkommenden Tierarten genutzt werden kann – etwa von Rehen, Füchsen und weiteren Arten, die zusammenhängende Lebensräume benötigen. Ebenso weitere heimische Tiere wie bspw. Siebenschläfer aber auch Käfer oder Amphibien, wie Kröten, werden die Brücke künftig nutzen.
Ansprechpartner
Petra Hentschel
Pressesprecherin Südwest
E-Mail-Adresse
presse.suedwest[@]autobahn[.]de
Telefon
+49711-34250-120
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung: SüdwestAugsburger Straße 748
70329 Stuttgart
Tobias Jäger
Verantwortlicher Kommunikation und Bürgeranfragen Außenstelle Karlsruhe
E-Mail-Adresse
buergeranfragen.suedwest[@]autobahn[.]de
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung: SüdwestDurlacher Allee 77
76131 Karlsruhe




