In Planung

Erneuerung der Talbrücke Grenzwald

zwischen dem Autobahndreieck Fulda und der Anschlusssstelle Bad Brückenau-Volkers

Talbrücke Grenzwald | Foto: Hajo Dietz

Ausgangslage

Bei dem Ersatzneubau der Talbrücke Grenzwald handelt
es sich um eine Talbrücke im Zuge der A7 direkt an der
Landesgrenze zu Hessen. Aufgrund ihres Bauwerkszustandes
muss die Brücke durch einen Neubau ersetzt werden. Eine
Instandsetzung der bestehenden Brücke ist technisch und
wirtschaftlich nicht umsetzbar. Das Bestandsbauwerk ist einteilig,
daher kann es nicht exakt an gleicher Stelle erneuert
werden.

Der zweiteilige Ersatzneubau wird um bis zu 35 Meter nach
Osten verschoben. Aus diesem Grund ist eine Anpassung der
Strecke erforderlich. Der Ersatzneubau wird in Verbundbauweise
im Taktschiebeverfahren von der Südseite in Richtung
Norden errichtet.

Bauablauf

Um Synergieeffekte in der Bauabwicklung zu nutzen, wird zusammen mit der Grenzwaldbrücke die südlich anschließende Strecke bis zur Anschlussstelle Bad Brückenau/Volkers grundhaft erneuert. Insgesamt erstreckt sich die Baumaßnahme über 4,75 Kilometer.

Das neue Bauwerk selbst wird eine Länge von 939 Metern zwischen den Endauflagern haben und an der höchsten Stelle knapp 100 Meter über dem Talgrund liegen.

Die Unterbauten sind als Massivpfeiler und Kastenwiderlager mit Pfahlgründung geplant. Die Anzahl der Pfeilerpaare und Brückenfelder mit Stützweiten bis zu 135 Metern wird beibehalten. Die Überbauten werden als einzellige Stahlverbundhohlkastenquerschnitte ausgeführt. Die filigrane Geometrie des Bauwerks wird sich harmonisch in die Landschaft einfügen.

Visualisierung des Neubaus

Lärmschutz

Zur Verbesserung der Lärmsituation des Ortsteiles Speicherz der Gemeinde Motten kommt als Fahrbahnbelag über eine weite Strecke ein lärmtechnisch optimierter Asphalt und als Fahrzeugrückhaltesystem eine teils bis zu 1,15 m hohe Betongleitwand zum Einsatz. Des Weiteren werden lärmarme Übergangskonstruktionen an den Widerlagern der Ersatzneubaus verwendet. Südlich der Brücke wird an der Ostseite der A7 überschüssiges Erdmaterial in einem 4 Meter hohen Wall eingebaut, um als Nebeneffekt auch hier die Lärmemissionen zu reduzieren.

Projektdaten

Stützweiten (Meter):
67 + 100 + 110 + 125 + 135 + 125 + 110 + 100 + 67

Brückenlänge:
939 Meter

Breite zwischen Geländern:
31,1 Meter

Höhe über Gelände:
bis zu 100 Meter

Konstruktionshöhe:
5,08 Meter

Überbau:
2 einzellige Stahlverbundhohlkastenquerschnitte

Bauweise:
Verbundbauweise im Taktschiebeverfahren

Weitere Bauwerke:
2 Retentionsbodenfilteranlagen zur qualitativen und quantitativen Behandlung des Fahrbahnoberflächenwassers von der Brücke als auch von den anschließenden Streckenabschnitten.

Vorgesehener Zeitplan

2028 - 2031:
Erster Bauabschnitt: Neubau des östlichen Teilbauwerkes für die Fahrtrichtung Fulda, weitgehend ohne Störungen des Verkehrsablaufes auf der A7

2032 - 2033:
Zweiter Bauabschnitt: Der Verkehr läuft mit einer Bauverkehrsführung über das neue Teilbauwerk, während der Rückbau des alten Bauwerks stattfindet.

2034 - 2037:
Dritter Bauabschnitt: Neubau des westlichen Teilbauwerkes für die Fahrtrichtung Würzburg

Übersichtskarte

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