In Planung

Ersatzneubau A45-Brücke Martener Straße

Die A45-Brücke Martener Straße liegt zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-West (A40/A45) und der als Kreuz ausgebauten Anschlussstelle Dortmund-Hafen (Mallinckrodtstraße/A45). Die Brücke überquert sieben Gleise (Fernverkehr, Regionalbahnen und Güterverkehr). Darüber hinaus verlaufen unter der Brücke die Martener Straße, eine relevante Straßenbahnlinie sowie mehrere Buslinien.

A45-Brücke Martener Straße

Daten & Fakten

 

 

 

 

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Projektbeschreibung

Länge: 126,7 Meter

Baujahr: 1971

 

 

 

 

 

Brückenzustand macht Neubau notwendig

2024 ist ein Sanierungskonzept erstellt und gleichzeitig eine so genannte Nachrechnung vorgenommen worden. Bei einer Nachrechnung wird eine rechnerische Bewertung der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit eines Bauwerks vorgenommen. Ergebnisse der Nachrechnung: eine Verstärkung ist „weder sinnvoll noch wirtschaftlich“ möglich

Auf Grundlage des Nachrechnungsergebnisses wurde umgehend eine Verkehrsführung mit verengten Fahrspuren auf der A45 im Bereich der Brücke eingerichtet, um das Bauwerk vor weiteren Schäden zu schützen. 

Bis zum Ersatzneubau läuft ein kontinuierliches Monitoring, um weitere Schäden rechtzeitig zu erkennen. 

Mit der Neubauplanung ist umgehend begonnen worden. Ziel bei der Planung: Eine bereits bei der Bahn geplante Sperrpause im Jahr 2027 für den Ersatzneubau zu nutzen (die nächste Sperrpause wäre erst in den 2030er Jahren nutzbar). 

Im Rahmen der Planung wurde die Errichtung einer „Behelfsbrücken in Seitenlage“ geprüft. Dies ist wegen der engen Bebauung bzw. vorhandener Versorgungsleitungen (Opengrid, Amprion) nicht umsetzbar.  Auch die Umlegung des Verkehrs auf ein Teilbauwerk der zweiteiligen Brücke ist aus statischen Gründen nicht möglich.

Um die Sperrpause der Bahn für den kompletten Neubau auszunutzen, hat sich die Autobahn GmbH entschieden, unter Vollsperrung der A45 zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-West (A40/A45) und der als Kreuz ausgebauten Anschlussstelle Dortmund-Hafen (Mallinckrodt Straße/A45) zu bauen. Die Sperrung ist für acht Monate geplant.

Um im Planungsprozess keine Zeit zu verlieren, wurde am 5. Dezember 2025 eine EU-weite Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb auf den Weg gebracht. Die Submission ist am 21. April 2026 erfolgt. Ein schneller Bau wird finanziell belohnt.

 


Umleitungsplanung

Zur Entwicklung eines Umleitungskonzeptes wurde eine umfangreiche Verkehrsanalyse der Quell- und Zielverkehre durchgeführt. Eine Erkenntnis daraus: Vor allem aus dem Raum Südwestfalen läuft viel Verkehr in Richtung Ruhrgebiet und zurück. Die A45 dient im nördlichen Abschnitt nur in geringem Maße als Transitstrecke. 

Der Abschnitt zwischen  dem Autobahnkreuz Dortmund-West (A40/A45) und der als Kreuz ausgebauten Anschlussstelle Dortmund-Hafen (Mallinckrodt Straße/A45) ist zudem eine relevante Pendlerstrecke im Ruhrgebiet.

Derzeit läuft die Planung der Umleitungen mit Beteiligung der betroffenen Kommunen, Kreise und Verkehrsbetriebe. 

Um die Umleitungsmöglichkeiten auf den Autobahnen zu verbessern, wird der Brückenneubau an der A43 im Bereich Herne beschleunigt, so dass vor der Einrichtung der Vollsperrung an der A45 die Schrankenanlage an der A43 abgebaut werden kann und der Schwerverkehr dort wieder rollen kann. 

Der Start der Vollsperrung der A45 ist für Ende April 2027 geplant. 

Häufig gestellte Fragen

Haben Sie weitere Fragen?

Im Rahmen der Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung wurden Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zusammengetragen. Hier finden Sie die Antworten auf die gestellten Fragen. Falls Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie uns unter kommunikation.westfalen[@]autobahn[.]de

 

Bauwerk

Warum muss die Brücke neu gebaut werden?

Die Brücke stammt aus dem Jahr 1971 und ist den gestiegenen Verkehrsmengen und den ebenfalls gestiegenen Transportgewichten nicht mehr gewachsen. Im Rahmen einer Sanierungs- und Verstärkungsplanung wurde eine  Nachrechnung vorgenommen. 

Die Nachrechnungsrichtline dient im Rahmen der Bauwerkserhaltung zur Bewertung der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit bestehender Straßenbrücken, die nicht nach aktuellem Normungsstand geplant und errichtet wurden. 

Die Ergebnisse der Nachrechnung haben gezeigt, dass eine Verstärkung „weder sinnvoll noch wirtschaftlich“ möglich ist. 

Warum müssen gerade jetzt so viele Brücken ersetzt werden?

Viele der Brücken wurden zwischen 1960 und 1985 erbaut. Insgesamt wurden 55 Prozent aller Brücken vor 1985 errichtet. Bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von ca. 70 Jahren erreichen die Brücken das Ende ihres Lebenszyklus und müssen ersetzt werden. Geplant wurden sie damals für eine weitaus geringere Verkehrsmenge und auch eine geringere Verkehrslast. Die zulässige Achslast und das erlaubte Gesamtgewicht des Güterverkehrs sind nach und nach angehoben worden. Das belastet die Bauwerke. Zudem hat die Menge des Güter- und Schwerlastverkehrs enorm zugenommen. Ein einziger Lkw nutzt die Straße so stark ab, wie viele Tausend Pkw. Und hier leiden die Brücken besonders.

Nicht nur die gestiegenen Verkehrsmengen machen den Brücken zu schaffen. Brücken altern wie der Mensch – das Material ermüdet. Zusätzlich sorgen Wetter und andere Umwelteinflüsse für mögliche Schäden. Eindringendes Wasser und Frost können ein Bauwerk schädigen. Klar ist auch, dass die Materialqualität aus den 1960er und 1970er Jahren nicht mit heutigen Materialien zu vergleichen ist. Hinzu kommen konstruktive Schwächen, die mit der Weiterentwicklung der Erkenntnisse im Brückenbau heute identifiziert werden können.

Wie wird ein solches Bauprojekt vorbereitet?

Um einen Neubau zu realisieren, müssen viele Vorarbeiten stattfinden. Der Baugrund muss begutachtet, mögliche Kampfmittel, die im Boden liegen, aufgespürt werden. Auch müssen im Vorfeld Grundstücksfragen geklärt werden: Wo kann Baumaterial gelagert werden? Welche Grundstücke werden benötigt, um mit Maschinen zur Baustelle zu gelangen?

Wichtig ist auch im Vorfeld, das Bestandsbauwerk und die umliegenden Flächen exakt zu vermessen. Diese Daten sind Grundlagen für die weitere Planung. 

Mit vielen Beteiligten müssen die für den Neubau notwendigen Arbeitsschritte abgestimmt werden. Strom- und Gasversorger haben Leitungen im Baufeld, die möglicherweise verlegt werden müssen. Bahn und Straßenbahn müssen ihre Oberleitungen für die Zeit des Neubau abschalten. 

Verkehr

Kann der Verkehr auf der A45 während des Neubaus weiter laufen?

Der Ersatzneubau der Brücke Martener Straße kann nur unter Vollsperrung der A45 stattfinden. Für voraussichtlich acht Monate wird der Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-West (A40/A45) und der als Kreuz ausgebauten Anschlussstelle Dortmund-Hafen (Mallinckrodtstraße/A45) in beiden Richtungen gesperrt.

Eine Verlegung des gesamten Verkehrs auf ein Teilbauwerk, wie es in vielen Fällen möglich ist, scheidet in diesem Projekt leider aus. Zum einen sind die Teilbauwerke statisch nicht in der Lage, den gesamten Verkehr aufzunehmen. Zum anderen würde eine Aufteilung des Ersatzneubaus auf zwei Bauphasen bedeutet, dass eine weitere Sperrpause der Bahn genutzt werden muss. Eine solche Sperrpause ist aber absehbar erst in den 2030er Jahren möglich.

Kann es zu einer ungeplanten Vollsperrung bis zum Baustart kommen?

Mit Vorlage der Ergebnisse aus der Nachrechnung der Brücke hat die Autobahn GmbH reagiert und auf der Brücke eine Verkehrsführung eingerichtet. Dadurch wird verhindert, dass Lkw auf dem Bauwerk überholen und es so übermäßig belasten. Durch diese Maßnahme sollen weitere Schäden am Bauwerk verhindert werden. 

Das Bauwerk wird kontinuierlich überwacht.

Werden Umleitungsstrecken mit den Städten abgestimmt?

Erste Abstimmungen zu möglichen Umleitungsstrecken haben bereits frühzeitig stattgefunden. Die konkrete Umleitungsplanung wird nun bis zum Baustart im Austausch mit allen Betroffenen umgesetzt. 

Dabei werden auch mögliche Baumaßnahmen berücksichtigt, die auf potenziellen Umleitungsstrecken geplant sind. Hier werden im Vorfeld der Vollsperrung der A45 Maßnahmen vorgezogen. So wurde eine geplante Erneuerung der Fahrbahn auf der A40 bei Dortmund bereits umgesetzt. 

Warum werden Bahn und Autobahn zeitgleich gesperrt?

Für wenige Wochen wird es zur parallelen Sperrung der A45 zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-West (A40/A45) und der als Kreuz ausgebauten Anschlussstelle Dortmund-Hafen (Mallinckrodtstraße/A45) kommen. Gründung, Pfeiler und Widerlager der Brücke - also der Unterbau - können nur errichtet werden, wenn die Gleise stillgelegt sind. Die Bahn führt ihrerseits Arbeiten im Schienennetz aus, so dass die Sperrpause von Bahn und Autobahn GmbH gleichzeitig genutzt wird. Die parallele Sperrung wird etwa acht bis zehn Wochen dauern. Danach werden einige Gleise dem Schienenverkehr wieder zur Verfügung stehen. 

Für den Brückenneubau sind nach dieser Bauphase Arbeiten am Brückenüberbau geplant. Für diese Arbeiten ist die weitere Vollsperrung der A45 notwendig. Hier wird zunächst eine Brückenhälfte vordringlich fertiggestellt. Mit Fertigstellung des ersten Teilbauwerks, wird der Verkehr in verengten Fahrspuren in beiden Richtungen über die neue Brückenhälfte geführt.

7. Mai 2026

Ersatzneubau der A45-Brücke über die Martener Straße in Dortmund – A43-Schrankenanlage wird früher abgebaut

Dortmund. Die Autobahn Westfalen ersetzt die A45-Brücke über die Martener Straße zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-West (A40/A45) und der als Kreuz ausgebauten Anschlussstelle Dortmund-Hafen (Mallinckrodtstraße/A45). Für diese Maßnahme muss die A45 in beiden Fahrtrichtungen ab Frühjahr 2027 für voraussichtlich acht Monate gesperrt werden. Auch die Martener Straße wird in diesem Zeitraum gesperrt werden.

Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang: Der Verkehr kann wirksam über die A43 umgeleitet werden. Die dortige Schrankenanlage wird dazu früher als ursprünglich geplant abgebaut und der Verkehrsfluss für alle dauerhaft verbessert.

Komplexe Ausgangslage

Die Brücke überquert sieben Bahngleise (Fernverkehr, Regionalbahnen und Güterverkehr). Darüber hinaus verlaufen unter der Brücke die Martener Straße, eine relevante Straßenbahnlinie sowie mehrere Buslinien.

„Auf diese besonderen Herausforderungen haben wir reagiert und uns frühzeitig mit der DB abgestimmt. So können wir in einer Sperrpause der Bahn Abriss und Neubau durchführen“, sagt Nadja Hülsmann, Leiterin der Außenstelle Hagen der Autobahn GmbH des Bundes. „Die Sperrpause ist 2027 möglich. Nachdem wir Planung und Ausschreibung beschleunigen konnten, können wir dieses ideale Zeitfenster nutzen.“

Die Brücke stammt aus dem Jahr 1971 und ist inzwischen an das Ende ihrer Belastbarkeit gelangt. Die statischen Werte des Bauwerks zeigten, dass eine Sanierung und Verstärkung weder sinnvoll noch wirtschaftlich wären. „Das erkannt, haben wir umgehend die Neubauplanung angestoßen“, sagt Nadja Hülsmann. Der Bau einer Behelfsbrücke, durch den die Vollsperrung zu vermeiden gewesen wäre, wurde parallel geprüft. „Aus Platzgründen scheidet dies jedoch aus.“

Parallele Sperrung der Bahnstrecken

Die A45 zwischen Autobahnkreuz Dortmund-West und der Anschlussstelle Dortmund-Hafen wird für voraussichtlich acht Monate ab Frühjahr 2027 in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Parallel sperrt die Bahn für etwa zwei Monate ihre Gleise. In dieser Zeit können  die wichtigsten Arbeiten für den Ersatzneubau der Brücke stattfinden. Nach der Sperrpause kann bei laufendem Schienenverkehr weitergebaut werden. „Wir sind schon jetzt mit vielen Partnern im Gespräch, um die notwendigen Umleitungsverkehre zu planen.“ Besonders wichtig ist der Außenstellenleiterin, dass alle Betroffenen  so früh wie möglich mit der Vollsperrung planen können. „Ein Jahr vor Beginn der Maßnahme gehen wir dazu in den direkten Austausch mit den betroffenen Städten, Kreisen, Verbänden, Politik und Vertretern der Wirtschaft. Und informieren natürlich auch die Bürgerinnen und Bürger.“

 

Hintergrund

  • Am 5. Dezember 2025 wurde eine EU-weite Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb auf den Weg gebracht. Die Submission ist am 21. April 2026 erfolgt.
  • Schnelleres Bauen wird mit einem Bonus belohnt.
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Ansprechpartner

Susanne Schlenga

Kommunikation Außenstelle Hagen

Telefon
+49 152 01594027

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Westfalen
Feithstraße 137
58095 Hagen