In Planung

Ersatzneubau im Autobahnkreuz Köln-Gremberg

Die Autobahn GmbH Rheinland baut das zentralen Kreuzungsbauwerks im Autobahnkreuz Köln-Gremberg neu.

Daten und Fakten

Baubeginn: August 2026

Bauende: Vrsl. Ende 2030

 


Projektbeschreibung

Im Autobahnkreuz Köln-Gremberg wird der Ersatzneubau des zentralen Kreuzungsbauwerks realisiert. Das Autobahnkreuz verbindet die Bundesautobahn A4 in West-Ost-Richtung mit der A559 in Nord-Süd-Richtung und stellt eine wichtige Verkehrsverbindung dar.

 

 

Das Kreuz ist als abgewandelte Kleeblattform ausgebildet und ermöglicht die Verknüpfung der Verkehrsströme in alle Richtungen. Nördlich des Autobahnkreuzes geht die A559 in die L124 (Östliche Zubringerstraße) über und bindet den Verkehr in das städtische Straßennetz ein.

Im Mittelpunkt des Projekts steht das Kreuzungsbauwerk, das die A559 über die A4 führt. Der Ersatzneubau dient der langfristigen Sicherstellung der Leistungsfähigkeit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit dieser wichtigen Verkehrsinfrastruktur.


Bestandsbauwerk

Das bestehende Kreuzungsbauwerk im Autobahnkreuz Köln-Gremberg ist als zweifeldrige Brücke mit einer Gesamtlänge von 50,00 m und Einzelstützweiten von jeweils 25,00 m ausgebildet. . Das Brückenbauwerk gliedert sich in insgesamt vier Teilbauwerke. Die beiden inneren Teilbauwerke stammen aus dem Jahr 1939. Hier verlaufen jeweils die 2-streifigen Hauptfahrbahnen. Die äußeren Teilbauwerke wurden im Jahr 1963 errichtet. Hier verlaufen jeweils die Verflechtungsbahnen der A559 / A4.

Das Bauwerk und die lichten Abmessungen der A4 unterhalb des Kreuzungsbauwerkes entsprechen nicht mehr der Stand der Technik. Unter anderem liegt die lichte Höhe unter dem Bauwerk in Teilbereichen unter 4,70 m.

 

 

Gravierender ist der allgemeine Bauwerkszustand der Brücke. Die Bausubstanz befindet sich in einem sehr schlechten Zustand. Insbesondere die älteren, inneren Teilbauwerke weisen erhebliche Schäden auf. In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Instandsetzungs- und Notmaßnahmen durchgeführt, um die Nutzungsdauer der Anlage zu verlängern. Zudem ist der rechnerische Ermüdungszustand des Bauwerks als kritisch anzusehen. 

Vor diesem Hintergrund sind weitere Instandsetzungsmaßnahmen weder wirtschaftlich sinnvoll noch technisch zielführend.

Zur Sicherstellung des Verkehrs wurde der Überbau in Fahrtrichtung Aachen bereits mit einem Schutznetz versehen, um herabfallende Betonteile aufzufangen.

Insgesamt macht der bauliche Zustand des Bestandsbauwerks einen zeitnahen Ersatzneubau zwingend erforderlich.


Ersatzneubau

Der Ersatzneubau des Kreuzungsbauwerks im Autobahnkreuz Köln-Gremberg erfolgt in optimierter Bauweise. Dadurch werden die Eingriffe in den laufenden Verkehr auf ein Minimum reduziert und die Verkehrsführung während der Bauzeit weitgehend aufrechterhalten.

Die Einzelstützweiten werden von bislang 25,00 m auf 33,40 m vergrößert, während gleichzeitig die Konstruktionshöhe des Überbaus auf 1,60 m reduziert wird. Der Überbau wird dabei als Stahlverbundkonstruktion mit VFT-Trägern ausgebildet. Auch der Regelquerschnitt der Brücke wird vereinfacht. Während der Bestand aus insgesamt vier Teilbauwerken/Überbauten besteht, ist im Neubau je Fahrtrichtung der A559 nur noch ein Überbau vorgesehen. Die Gesamtbreite von 44,20 m bleibt im Vergleich zum Bestand nahezu unverändert. 

 

 

 

Durch die Vergrößerung der Einzelstützweiten können die neuen Widerlager „im Schatten“ der bestehenden Widerlager hergestellt werden, sodass der Verkehr auf den Verteilerbahnen der A4 während der Bauzeit weitgehend ungehindert fließen kann. 

Durch das vergrößerte Lichtraumprofil unterhalb der neuen Brücke, wird eine zukünftige Anpassung des Bestandsquerschnitts der A4 auf den Stand der Technik ermöglicht (u.a. Herstellung von Seitenstreifen, Anpassung des Trennstreifens, und Verbreiterung der Verteilerfahrbahnen, etc.).  

Mit dem Ersatzneubau wird somit nicht nur die veraltete und marode Brücke im Bereich des Autobahnkreuzes Köln-Gremberg auf dem Stand der Technik gebracht, sondern auch die Zukunftstauglichkeit des Autobahnkreuzes sichergestellt.  


Bauablauf und Verkehrseinschränkungen

Der Ersatzneubau im Autobahnkreuz Köln-Gremberg ist in mehreren Bauphasen gegliedert, mit einer vorgesehenen Gesamtbauzeit von rund vier Jahren. Der Baubeginn ist für den Sommer 2026 geplant. Ziel der gewählten Bauabwicklung ist es, die Verkehrsbeziehungen im hochbelasteten Autobahnkreuz während der gesamten Bauzeit weitestgehend aufrechtzuerhalten und unvermeidbare Einschränkungen gezielt zu bündeln.

 

 

Baufeldvorbereitungen

Im Vorfeld der eigentlichen Bauarbeiten wurde bereits die Baufeldvorbereitung abgeschlossen. Diese umfasste unter anderem geologische Aufschlüsse zur Untersuchung des Baugrunds, das Freischneiden von Bewuchs sowie notwendige Rodungsarbeiten. Darüber hinaus wurden umfangreiche Maßnahmen zur Kampfmittelvorsorge durchgeführt, bestehend aus Oberflächendetektionen, sowie der gezielten Untersuchung und Räumung von konkreten Verdachtspunkten.

 

 

Bauphase 1

In der ersten Bauphase werden in etwa 14 Monaten die verkehrlichen Voraussetzungen für den Ersatzneubau geschaffen. Hierzu zählen insbesondere die Herstellung von Behelfsumfahrungen und -brücken westlich und östlich des Bauwerks einschließlich der Herstellung von Mittel- und Trennstreifenüberfahrten im Bereich der A559. Diese Maßnahmen bilden die Grundlage für die anschließenden Bauphasen und ermöglichen eine weitgehend sichere und leistungsfähige Verkehrsführung während der gesamten Bauzeit.

Während dieser Bauphase sind verschiedene und umfangreiche Verkehrsführungsmaßnahmen erforderlich. Unter anderem die Verengung von Fahrstreifen auf der A4 und der A559, temporäre Einrichtung einer sogenannten „Inselbaustelle“ auf der A4, temporäre Sperrungen der Schleifenrampen, sowie temporäre Sperrungen von Fahrspuren der A559. Zusätzlich wird zum Einheben der Behelfsbrücken eine Wochenendvollsperrung des Autobahnkreuzes erforderlich.

Über die genauen Daten informiert die Autobahn GmbH zeitnah.

 

 

Bauphase 2

Nach Fertigstellung der Behelfsumfahrungen wird die neue Verkehrsbeziehung auf der A559 eingestellt. Die Verteilerfahrbahnen verlaufen auf die Behelfsumfahrungen. Die Hauptfahrbahnen beider Fahrtrichtungen werden auf die östliche Seite des Bestandsbauwerkes verlagert.

Die zweite Bauphase umfasst den Neubau des ersten Teilbauwerks für die A559 in Fahrtrichtung Bonn (Westliches Teilbauwerk).  Auch die zweite Bauphase dauert voraussichtlich 14 Monate.

Zunächst erfolgt der Abbruch der westlichen Bestandsbauwerke. Anschließend werden die Widerlager im Norden und Süden hergestellt, bevor der Mittelpfeiler errichtet wird. Es folgt die Herstellung des Überbaus. Abschließend werden der Straßenaufbau, die Fahrzeugrückhaltesysteme sowie die Fahrbahnmarkierungen hergestellt. 

Erforderliche Verkehrsführungsmaßnahmen:

  • Weiterhin Verengung von Fahrstreifen auf der A4 und der A559
  • Temporäre Einrichtung einer sogenannten „Inselbaustelle“ auf der A4
  • Insgesamt drei Wochenendvollsperrungen im Autobahnkreuz Gremberg. 

 Über die genauen Daten informiert die Autobahn GmbH zeitnah.

 

 

Bauphase 3

Nach Ende der Bauphase 2 werden die Hauptfahrbahnen auf das fertige erste Teilbauwerk verlagert.  

In der dritten Bauphase wird das zweite Teilbauwerk für die A559 in Fahrtrichtung Köln errichtet (Östliches Teilbauwerk). Hierzu wird zunächst der östliche Teil des Bestandsbauwerks einschließlich verbleibender Restbereiche zurückgebaut. Im Anschluss wird das zweite Teilbauwerk in analoger Bauweise zum ersten Teilbauwerk mit einer Bauzeit von etwa 14 Monaten hergestellt. 

Erforderliche Verkehrsführungsmaßnahmen:

  • Weiterhin Verengung von Fahrstreifen auf der A4 und der A559
  • Temporäre Einrichtung einer sogenannten „Inselbaustelle“ auf der A4
  • Insgesamt drei Wochenendvollsperrungen im Autobahnkreuz Gremberg. 
     

 Über die genauen Daten informiert die Autobahn GmbH zeitnah.

 

 

Bauphase 4 - Restarbeiten

Die abschließende vierte Bauphase umfasst während der etwa sechsmonatigen Bauzeit die Restarbeiten und den Rückbau der temporären Einrichtungen. Hierzu zählen der Rückbau der Mittel- und Trennstreifenüberfahrten, der Rückbau der Behelfsumfahrungen und -brücken sowie die Montage der finalen Fahrzeugrückhaltesysteme auf der A4. Auch in dieser Phase erfolgen die Arbeiten unter laufendem Verkehr mit Nacht- und Tagesbaustellen. Ergänzend sind nochmals temporäre Sperrungen von Schleifenrampen, Fahrstreifenreduzierungen auf der A559 sowie eine abschließende Vollsperrung des Autobahnkreuzes vorgesehen. Über die genauen Daten informiert die Autobahn GmbH zeitnah.

Durch die abschnittsweise Umsetzung, den Neubau „im Schatten“ des Bestands sowie die gezielte Bündelung von Sperrpausen – überwiegend an Wochenenden – wird insgesamt eine möglichst geringe Beeinträchtigung des Verkehrs angestrebt.

 

 

Ansprechpartner

Sabrina Kieback

Leitung Kommunikation Köln

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Rheinland
Deutz-Kalker-Straße 18-26
50679 Köln

Tanja Lübbersmann

Kommunikation

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Rheinland
Deutz-Kalker-Straße 18-26
50679 Köln