In Umsetzung

Ersatzneubau Talbrücke Ottfingen

Das gestiegene Verkehrsaufkommen und immer höhere Transportgewichte macht einen Ausbau der A45 notwendig. Aus diesem Grund wird auch die A45-Talbrücke Ottfingen (Baujahr 1971) neu gebaut.

Daten und Fakten

Gesamtlänge:
235 Meter

Höhe:

35 Meter

Baujahr Bestandsbrücke:

1971

 

Projektbeschreibung

Im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 ist der Streckenabschnitt der A45 zwischen Freudenberg und dem Autobahnkreuz Olpe-Süd als „vordringlicher Bedarf (VB)“ ausgewiesen. Beim 6-spurigen Ausbau müssen zwölf Brückenbauwerke ersetzt werden, darunter auch die 1971 erbaute 235 Meter lange Talbrücke Ottfingen, die für die heutigen und zukünftigen Verkehrslasten nicht mehr ausgelegt ist. 

Die Aufrechterhaltung des Verkehrs mit mindestens zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung auf der A45 wird sowohl beim Abbruch des vorhandenen Brückenbauwerks als auch beim Neubau gewährleistet werden. 

Das neue Brückenbauwerk kommt mit weniger Pfeilern aus als die Bestandsbrücke. Während das alte Bauwerk noch insgesamt 24 schlanke Einzelpfeiler besitzt, wird das neue Bauwerk nur noch acht massive Einzelpfeiler erhalten. Die Gesamtlänge des Bauwerks bleibt dabei unverändert. Die neuen Pfeilerstandorte werden zwischen den aktuellen liegen und sich lediglich an einer Stelle mit dem Bestand überschneiden. 

Der Überbau wird als begehbarer Hohlkastenquerschnitt aus Spannbeton hergestellt, bei dem es sich um eine robuste Querschnittsform handelt, welche bei Bedarf in der Zukunft sogar durch Zulagespannglieder weiter nachgerüstet und verstärkt werden könnte. Der Überbau wird vor Ort auf einem Traggerüst betoniert. 

Die Baustelle wird über die Autobahn angedient werden. Dazu wird ein eigenes Baustraßennetz entwickelt, welches Ab- und Auffahrten auf die Autobahnen bzw. auch an die Rastanlage „Brüner Höhe“ erhalten wird. Auf diese Weise soll der Baustellenverkehr aus dem untergeordneten Straßennetz herausgehalten werden.

19. Juli

Mit dem zweiten Knall: A45-Talbrücke Ottfingen erfolgreich gesprengt

Ottfingen. Die A45-Talbrücke Ottfingen im Kreis Olpe ist im zweiten Anlauf erfolgreich gesprengt worden. Es brauchte zwei Versuche, ehe das 235 Meter lange Teilbauwerk in Fahrtrichtung Frankfurt rund 30 Meter in die Tiefe stürzte. Im ersten Anlauf am frühen Sonntagmorgen war noch ein Teil der Brücke stehen geblieben, Sprengmeister Stefan Gräßle musste weitere Bohrlöcher setzen und mit Sprengstoff füllen. Nach sechs Stunden und dem zweiten Knall kann er dann Entwarnung geben: „Jetzt liegt das komplette Teilbauwerk genau dort, wo es liegen soll“, so Gräßle. 

Schon vor dem eigentlichen Sprengtermin bezogen rund 40 Absperrposten ihre Positionen, um sicherzustellen, dass niemand den Sicherheitsbereich betritt. Um 6 Uhr wurde die A45 in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. 

Wichtiger Schritt für den Neubau

In den jetzt folgenden Stunden prüfen Bauwerksprüfer und Statiker das noch stehende Teilbauwerk in Fahrtrichtung Dortmund. Sie müssen sicher stellen, dass es durch die Sprengung keinen Schaden genommen hat. Mithilfe hochauflösender Drohnen werden die verbliebenen zwölf Pfeiler detailliert begutachtet.

Samuel Freund, Leiter der Außenstelle Netphen der Autobahn Westfalen und verantwortlich für den Neubau, zeigte sich erleichtert: „Wir freuen uns sehr, dass die Sprengung im zweiten Anlauf geklappt hat. Jetzt richten wir den Blick nach vorne und beginnen mit den nächsten Schritten in Richtung Neubau.“

So geht es nun weiter

Schon am Montag (20.7.) beginnen die Aufräumarbeiten. Rund 5.000 Tonnen Abbruchmaterial werden in den kommenden Wochen vor Ort aufbereitet, getrennt und anschließend wiederverwertet. Die Arbeiten im Bereich unterhalb der Brücke werden voraussichtlich rund sechs bis acht Wochen dauern. 

19. Juli 2026

Die Sprengung der Talbrücke Ottfingen - erstes Teilbauwerk

Platzhalter mit Autobahn Logo
Ersatzneubau der Talbrücke Ottfingen

Der Bauablauf: Visualisierung

Platzhalter mit Autobahn Logo

25. März 2026

A45: Autobahn Westfalen bereitet den Neubau der Talbrücke Ottfingen vor

Wenden. Nach der Fertigstellung der Talbrücken Eisern, Rinsdorf und Rälsbach in Siegen bereitet die Autobahn Westfalen nun den Neubau der A45-Talbrücke Ottfingen vor. Unterhalb des Bauwerks wurden bereits Baustraßen angelegt, asphaltiert und Büro-Container aufgestellt. Auch auf der Brücke selbst laufen die Arbeiten an: Das Teilbauwerk in Fahrtrichtung Dortmund wird derzeit so umgebaut, dass es in Kürze den gesamten Verkehr in einer Baustellenverkehrsführung aufnehmen kann.

Die Talbrücke Ottfingen liegt im Kreis Olpe am Ortsrand von Ottfingen, südwestlich der Gemeinde Wenden. Die A45 zählt zu den wichtigsten Nord-Süd-Achsen zwischen dem Ruhrgebiet und Hessen. Insgesamt müssen entlang der Strecke 60 Talbrücken ersetzt werden, da sie den heutigen Verkehrsbelastungen nicht mehr standhalten. Zwölf Neubauten sind bereits abgeschlossen, zehn weitere befinden sich im Bau.

Während der gesamten Bauzeit bleibt die A45 in beiden Fahrtrichtungen zweispurig befahrbar. Zunächst wird die Brückenhälfte in Richtung Frankfurt erneuert, während der Verkehr über die Brücke in Fahrtrichtung Dortmund geführt wird. Anschließend folgt der Abbruch und Neubau der Dortmunder Brückenhälfte.

Das neue Bauwerk kommt mit deutlich weniger Pfeilern aus als die bestehende Brücke: Statt bislang 24 schlanker Einzelpfeiler werden künftig nur noch acht massive Pfeiler benötigt – bei unveränderter Gesamtlänge. Der Überbau entsteht als begehbarer Hohlkastenquerschnitt aus Spannbeton, der vor Ort auf einem Traggerüst betoniert wird.

Die Baustelle wird über die Autobahn versorgt. Dafür wurde ein eigenes Baustraßennetz eingerichtet, das Zu- und Abfahrten zur A45 ermöglicht. So bleibt der Baustellenverkehr weitgehend aus dem nachgeordneten Straßennetz herausgehalten.

Daten:
Gesamtlänge: 235 Meter
Höhe: 30,20 Meter
Baujahr Bestandsbrücke: 1971

Hintergrund:

Der geplante Ersatzneubau der Talbrücke Ottfingen kann früher als ursprünglich geplant realisiert werden. Grundlage dafür ist das so genannte „Maßnahmenpakte zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren im Verkehrsbereich“ kurz: „Genehmigungsbeschleunigungsgesetz“, was der Deutsche Bundestag am 20.10.2023 verabschiedet hat. Aufgrund der gesetzlichen Änderungen können Brückenbauwerke in vielen Fällen ohne Planfeststellungsverfahren gebaut werden. Die Verantwortung für Sicherheit und Ordnung wird gemäß § 4 Bundesfernstraßengesetz (FStrG) auf den Straßenbaulastträger übertragen. Das Genehmigungsbeschleunigungsgesetz reduziert so Verfahrensschritte, bündelt Zuständigkeiten und priorisiert Maßnahmen, die der Verkehrssicherheit und der Funktionsfähigkeit zentraler Verkehrswege dienen. Ergänzend dazu stellt § 4 FStrG klar, dass Bau, Erhaltung und Änderung von Bundesfernstraßen im Einklang mit geltendem Recht erfolgen und keiner gesonderten Genehmigung bedürfen, sofern die Maßnahme innerhalb der gesetzlichen Vorgaben liegt. Für Ersatzneubauten bedeutet dies: Wird die Brücke an gleicher Stelle und mit vergleichbarer verkehrlicher Funktion errichtet, kann der Bau ohne zusätzliche Planfeststellungs- oder Plangenehmigungsverfahren beginnen. Trotz des Wegfalls formaler Genehmigungen wurden dennoch alle betroffenen Behörden, Eigentümerinnen und Eigentümer sowie sonstige Beteiligte frühzeitig einbezogen. In einem strukturierten Beteiligungsprozess wurden ihre Hinweise aufgenommen und das Benehmen mit allen Beteiligten hergestellt. Damit ist sichergestellt, dass der Neubau nicht nur rechtlich zulässig, sondern auch umfassend abgestimmt ist.


06. Juli 2026

Erstes Teilbauwerk der Talbrücke Ottfingen wird am 19. Juli gesprengt

Ottfingen. Es ist die erste Talbrücke im Kreis Olpe, die die Autobahn Westfalen im Zuge der Brückenmodernisierungen an der A45 neu baut. Anfang des Jahres starteten die Vorbereitungen, nun wird das erste Teilbauwerk der Talbrücke Ottfingen gesprengt. Am 19. Juli – früh morgens um 8 Uhr - heißt es dann: „Drei, zwei, eins – Zündung“ und der Betonkoloss wird 30 Meter tief senkrecht nach unten stürzen. 

Seit ein paar Wochen laufen die Vorbereitungen für die Sprengung auf Hochtouren. Täglich wurden mehrere Lkw-Ladungen Erde unter der Brücke abgeladen – am Ende werden es 5.700 Kubikmeter sein, die sich zum so genannten Fallbett auftürmen und die Brücke sanft landen lassen. Die Brücke wurde in den letzten Wochen außerdem „geleichtert“. Das bedeutet, überflüssiger Ballast wie Schutzplanken, Geländer oder die Kappen wurden entfernt. Auch die Asphaltschicht wurde abgetragen. Seit der ersten Juniwoche sind Sprengmeister Stefan Gräßle und sein Team unter der Talbrücke aktiv. Insgesamt bohren sie 530 Löcher und platzieren 160 Kilogramm Sprengstoff sowie 900 Meter Zündschnüre.

Live-Stream auf dem Autobahn-YouTube-Kanal

Am Sprengtag selbst gibt es einen Ablaufplan, der minutiös eingehalten werden muss. Um 7.40 Uhr ertönt das erste Sprengsignal – ein langer Fanfarenton, der die Sprengung offiziell einleitet. Um 7.45 Uhr folgt das zweite Sprengsignal in Form von zwei kurzen Fanfarentönen. Diese bedeuten: „Absperrung gesichert“. Kurz bevor es dann um 8 Uhr wirklich kracht, wird das zweite Sprengsignal noch einmal wiederholt und es gibt es um 7:59 Uhr einen lauten Knall, der dem Schutz der Vögel dient. Sie werden durch diese sogenannte Vergrämungssprengung aufgescheucht und fliegen weg. 

Die Sprengung wird nicht nur von allen Beteiligten mit Spannung erwartet. Schaulustige werden die Sprengung jedoch nur aus weiter Ferne verfolgen können. Rund um die Brücke ist in einem Radius von 300 Metern eine Sicherheitszone eingerichtet. 40 Absperrposten der THW-Ortsvereine sorgen dafür, dass niemand unbefugt diese Absperrzone betritt. Aufgrund der Topografie gibt es keinen Standort, an dem man die Brücke komplett fallen sehen könnte. Die Wirtschaftswege rund um die Brücke sind gesichert, die Einfahrt mit einem Pkw ist nicht möglich. Auch Parkplätze gibt es keine. 

Damit jedoch alle Interessierten und Bürger den spannenden Moment der Sprengung nicht verpassen, bietet die Autobahn Westfalen einen Live-Stream an. Ab 7:30 Uhr ist die Sprengung live auf dem YouTube-Kanal der Autobahn GmbH zu verfolgen (https://youtube.com/live/GSqkVNAhQUI). Außerdem gibt es den ganzen Vormittag aktuelle Bilder und Videos auf dem Instagram- und Facebook-Account. 

Vollsperrung der A45 zwischen Freudenberg und Olpe-Süd

Die A45 ist am 19. Juli zwischen den Anschlussstellen Freudenberg und Olpe-Süd in beiden Fahrtrichtungen von 6 bis etwa 13 Uhr voll gesperrt. Die Umleitungsstrecken sind ausgeschildert. „Wir wissen, dass der 19. Juli auf das erste Ferienwochenende fällt und bestimmt viele Menschen in den Urlaub starten. Die Sprengung findet deshalb so früh wie möglich statt, so dass hoffentlich mittags der Verkehr fließen kann“, erklärt der stellvertretende Geschäftsbereichsleiter Bau und Erhaltung, Önder Sahin. 

Hintergrundinformationen:

Talbrücke Ottfingen

Bestand: 
Baujahr 1971 (Fertigstellung); Länge: 235,00m; Breite: 30,03m; Höhe: 30,20m; 6 Pfeilerachsen je 4 Stützen = 24 Stützen

Neubau:
Baubeginn Ende 2025; Länge: 235,00m; Breite: 37,55m; Höhe: 30,20; 4 Pfeilerachsen je 2 Pfeiler = 8 Pfeiler

Sprengung Talbrücke Ottfingen - erstes Teilbauwerk

Hier finden Pressevertreter kostenloses Bild- und Videomaterial zur freien Verwendung:

https://autobahn.qbank.se/mb/?h=d9c4943e89c33fec4e41c10008e4beea

Newsletteranmeldung

Für den Newsletter "Ersatzneubau Talbrücke Ottfingen" anmelden.

Wenn Sie sich bereits für den Newsletter "Ersatzneubau Talbrücke Ottfingen" angemeldet haben, können Sie Ihre Anmeldung hier bearbeiten oder sich abmelden. Anmeldung bearbeiten

Ansprechpartner

Anke Bruch

Kommunikation Außenstellen Dillenburg/Netphen

Telefon
+49 173 5742716

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Westfalen
Berliner Straße 42
35683 Dillenburg