Grundhafte Erneuerung der A2

Die A2 ist eine der wichtigsten europäischen Ost-West-Verbindungen. Die durch Alkali-Kieselsäure-Reaktionen (AKR) verursachten Schäden in der Betondecke sowie die sehr hohe Verkehrsbelastung durch Schwerverkehr macht die grundhafte Streckenerneuerung zwischen der Anschlussstelle Brandenburg und Landesgrenze Brandenburg/Sachsen-Anhalt notwendig. Der erste Bauabschnitt von km 38,5 bis km 44,2 findet im Zeitraum von April 2026 bis voraussichtlich Ende 2027 statt.

Daten und Fakten

Fahrbahnerhaltung zwischen den km 38 - 44

Gesamtlänge
ca. 5,8 km je Richtungsfahrbahn

Gesamtkosten
ca. 43 Mio. Euro (Stand 04/2026)

Gesamtbauzeit inkl. Vorabmaßnahmen
09/2025 - Ende 2027

Maßnahmengrund
Erhebliche Schäden der Betondecke durch Alkali-Kieselsäure-Reation sowie sehr hohe Verkehrsbelastung durch Schwerverkehr (ca. 15.500 LKW/24h)

Bauphasen

Bauphase 1: 

  • Grundhafte Erneuerung der Strecke in Richtung Hannover, km 38+474 bis 44+310
  • Bauzeit 07.04.2026 bis vsl. 31.10.2026
  • Parallel Grundhafte Erneuerung von PKW und LKW-Stellflächen sowie Gehwegen, Fahrbahngassen, Beleuchtung, Entwässerung der Tank und Rastanlage Buckautal Nord
  • Grundhafte Erneuerung der Anschlussstelle Ziesar (daher dort baubedingte Vollsperrung notwendig)
  • Bauzeitliche Verkehrsführung in 4+0 (somit jeweils 2 Fahrstreifen je Fahrtrichtung vorhanden)

Bauphase 2:

  • Grundhafte Erneuerung der Strecke in Richtung Berlin, km 38+529 bis 44+331
  • Bauzeit 15.03.2027 bis vsl. 26.11.2027
  • Parallel Grundhafte Erneuerung von PKW und LKW-Stellflächen sowie Gehwegen, Fahrbahngassen, Beleuchtung, Entwässerung der Tank und Rastanlage Buckautal Süd
  • Baubedingte Vollsperrung AS Ziesar
  • Bauzeitliche Verkehrsführung in 4+0 (somit jeweils 2 Fahrstreifen je Fahrtrichtung vorhanden)

 

 

Hintergrund

Die Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) ist eine chemische Reaktion im Beton, die 1916 erstmalig beobachtet wurde. 

Ablaufgeschwindigkeit und Ausmaß der Reaktion hängen von vielen Faktoren ab, wie Zementgehalt, Anteil des reaktiven Gesteins, Menge an Alkalien im Zement, Durchlässigkeit des Betons und weiteren.

Bestehen der AKR zuträgliche Bedingungen führt dies zur Rissbildung und im weiteren Verlauf zur Zerstörung des Betongefüges. Dies zeigt sich durch Abplatzungen bis hin zu Ausbrüchen und am Ende zur Verschotterung des Betons. Da die AKR auch im Innern des Betongefüges abläuft, wird letztendlich die gesamte Betonsubstanz einer massiven, unaufhaltsamen und unumkehrbaren Schädigung unterzogen. Die Geschwindigkeit des Schädigungsprozesses ist aufgrund der Vielzahl der Einflüsse nicht vorhersehbar. 

Zunehmende Verkehrsbeanspruchung beschleunigt den Schadensverlauf. 

Der Schadensfortschritt kann durch bauliche Maßnahmen verzögert, aber nicht aufgehalten werden.

Derzeit werden alle AKR-geschädigte Betondecken erneuert. Hauptsächlich stammen diese aus den 1990er Jahren. 

2005 traten neue Regelungen für Betonzusammensetzungen in Kraft. Seitdem sind Schädigungen infolge AKR an neu hergestellten Betondecken nicht mehr zu verzeichnen. 

Vollsperrung der Anschlussstelle Ziesar

Im Rahmen der grundhaften Erneuerung der A2 zwischen der Anschlussstelle Brandenburg und Landesgrenze Brandenburg/Sachen-Anhalt kommt es an der Anschlussstelle Ziesar in Fahrtrichtung Hannover zu folgenden Einschränkungen:

Vom 16.06.2026, 16.00 Uhr, bis 30.10.2026, 16.00 Uhr, ist die Anschlussstelle Ziesar voll gesperrt. 

Eine entsprechende Umleitung wird ausgeschildert und führt über die Anschlussstelle Theeßen und die Anschlussstelle Wollin.

Wir bitten um Beachtung und Verständnis sowie um erhöhte Aufmerksamkeit. 

Ansprechpartner

Ralph Brodel

Leiter Kommunikation Nordost

Telefon
+49 3303 580 1020

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Nordost
An der Autobahn A111
16540 Hohen Neuendorf