Grundhafte Erneuerung der Fahrbahn zwischen Saarbrücken-Gersweiler und Völklingen-Ost
Daten & Fakten
Baubeginn:
April 2026
Bauabschnitte (BA):
3
Bauende Gesamtprojekt:
voraussichtlich August 2028
Gesamtlänge:
6,1 km Erneuerung des Mittelstreifens und grundhafte Fahrbahnerneuerung beider Richtungsfahrbahnen (Saarbrücken/AD Saarlouis)
Bauende:
1. BA: September 2026
Investitionskosten:
1. Bauabschnitt:
ca. 8,2 Millionen Euro. Davon entfallen rund 0,5 Millionen Euro auf die Verkehrssicherung während der Bauarbeiten
2. Bauabschnitt – Richtungsfahrbahn AD Saarlouis:
ca. 6,5 Millionen Euro. Davon entfallen rund 0,5 Millionen Euro auf die Verkehrssicherung während der Bauarbeiten
3. Bauabschnitt – Richtungsfahrbahn AD Saarbrücken:
ca. 6,5 Millionen Euro. Davon entfallen rund 0,5 Millionen Euro auf die Verkehrssicherung während der Bauarbeiten
Projektinformation
Im Rahmen der Gesamtmaßnahme zwischen den A620-Anschlussstellen (AS) SB-Gersweiler (12) und VK-Ost (10) werden beide Richtungsfahrbahnen, sowie der Mittelstreifen mit Entwässerungseinrichtungen erneuert. Die passiven Schutzeinrichtungen (Schutzplanken) im Mittelstreifen und am Außenrand werden ebenfalls erneuert. Dies bedingt teilweise erhebliche Umbauten am Mittelstreifen.
Um den Abschnitt zukunftsfest betreiben zu können und vor dem Hintergrund der teilweise wohnbebauungsnahen Lage dieses Autobahnabschnitts, wird als Asphaltdeckschicht ein lärmmindernder Gussasphalt eingebaut, der zudem eine höhere Lebensdauer aufweist als der aktuell verbaute Walzasphalt. Mit dieser Lösung verlängert sich die Nutzungsdauer erheblich, davon profitieren Nutzer und Anrainer auf den Umleitungsstrecken.
Aufgrund ihrer Lage im Gebiet der Landeshauptstadt Saarbrücken und ihrer Entstehungsgeschichte (ehemals Bundesstraße 405), weist die A620 viele nicht autobahntypische Merkmale, wie z. B. das Fehlen von Standstreifen, sehr schmale Mittelstreifen und enge Überführungsbauwerke auf. Zudem liegt der zu erneuernde Streckenbereich teilweise sehr nah an Wohnbebauung und ist durch den Leinpfad, die Saar, Lärmschutzwände und die Bahntrasse begrenzt.
Diese Umstände erhöhen die Komplexität im Bauablauf und führen dazu, dass während der Bauzeit in allen drei Bauabschnitten in jeder Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen wird (siehe „Verkehrsführung“).
Zeitlicher Ablauf der Baumaßnahme
Die Maßnahme umfasst den Bereich zwischen der AS SB‑Gersweiler (12) über die AS SB-Klarenthal (11) bis zur AS VK-Ost (10) auf einer Gesamtlänge von rund 6,1 km.
2026: Erneuerung des Mittelstreifens und der Richtungsfahrbahn Autobahndreieck (AD) Saarlouis im Abschnitt SB‑Gersweiler bis VK-Ost
2027: Sanierung der Richtungsfahrbahn AD Saarlouis
Abschnitt A: AS SB-Gersweiler bis AS SB-Klarenthal
Abschnitt B: AS SB-Klarenthal bis AS VK-Ost2028: Erneuerung der Richtungsfahrbahn AD Saarbrücken
Abschnitt A: AS VK-Ost bis AS SB-Klarenthal
Abschnitt B: AS SB-Klarenthal bis AS SB-Gersweiler
Nach Abschluss der Bauarbeiten in den Bauabschnitten 1 und 2 wird die Baustellenverkehrssicherung vollständig zurückgebaut und im März des jeweiligen Folgejahres wieder aufgebaut, sodass die Autobahn in der Zeit der Winterpause ohne Einschränkungen nutzbar und der Winterdienst reibungslos durchführbar ist.
Verkehrsführung während der Bauzeit
Während der dreijährigen Bauzeit steht den Verkehrsteilnehmenden je Fahrtrichtung aufgrund der sehr beengten Verhältnisse nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
In Bauabschnitt 1, im Jahre 2026, sind im Zusammenhang mit der Erneuerung des Mittelstreifens keine Sperrungen von Zu‑ oder Abfahrten erforderlich.
In Bauabschnitt 2, im Jahre 2027, wird in Teilabschnitt 1 zwischen der AS SB-Gersweiler und der AS SB-Klarenthal die Zufahrt der AS SB-Gersweiler und die Abfahrt der AS SB-Klarenthal gesperrt.
In Teilabschnitt 2 wird zwischen der AS SB-Klarenthal und der AS VK-Ost die Zufahrt AS SB-Klarenthal und die Abfahrt AS VK-Ost gesperrt.
In Bauabschnitt 3, im Jahre 2028, wird in Teilabschnitt 1 zwischen der AS VK-Ost und der AS SB-Klarenthal die Zufahrt der AS VK-Ost und die Abfahrt der AS SB-Klarenthal gesperrt.
In Teilabschnitt 2 wird zwischen der der AS SB-Klarenthal und der AS SB-Gersweiler die Zufahrt der AS SB-Klarenthal und die Abfahrt AS SB-Gersweiler gesperrt.
Arbeiten wie der Aufbau der Verkehrssicherung und der Rückbau von Beleuchtungsmasten im Mittelstreifen, die eine kurzweilige Vollsperrung einer Richtungsfahrbahn benötigen, werden in den Nachtstunden, außerhalb der Sperrzeiten, ausgeführt.
Aufgrund der einstreifigen Verkehrsführung sind Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn zu erwarten und daraus resultierend Verlagerungen ins nachgeordnete Netz, insbesondere auf die parallel zur A620 verlaufende B51. Zur Reduzierung von Verkehrsbehinderungen im nachgeordneten Netz werden die Programmierungen der betroffenen Ampelschaltungen angepasst.
Die Autobahn GmbH empfiehlt Pendlerinnen und Pendlern während der Bauzeit den Umstieg auf die Züge der Deutschen Bahn.
Bauabschnitte
Erster Bauabschnitt
Bei den Arbeiten im 1. BA wird der Mittelstreifen grundlegend umgestaltet und mit einer Betongleitwand als passive Schutzeinrichtung ausgestattet. Diese entspricht den aktuellen technischen Regelwerken, erhöht die Verkehrssicherheit und reduziert langfristig den Unterhaltungsaufwand sowie Reparaturbedarf. Dadurch sollen Tagesbaustellen und kurzzeitige Verkehrseinschränkungen, die bislang regelmäßig zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen führen, deutlich verringert werden.
Das Ende der Bauarbeiten im 1. BA ist für September 2026 vorgesehen.
Zweiter und dritter Bauabschnitt
Im Rahmen der Arbeiten werden die Abschnitte beider Richtungsfahrbahnen grundhaft erneuert. Zudem werden die die Entwässerungseinrichtungen modernisiert und neue Schutzeinrichtungen an den äußeren Fahrbahnrändern installiert.
Verkehrsbedeutung
Die A620 ist eine wichtige und stark frequentierte Verkehrsachse zwischen Saarbücken und Saarlouis.
Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) liegt
im Bereich SB-Gersweiler bis SB-Klarenthal bei 58.603 Fahrzeugen (davon 5,4 Prozent Schwerlastverkehr),
im Bereich SB-Klarenthal bis VK-Ost bei 55.274 Fahrzeugen (davon 5,9 Prozent Schwerlastverkehr),
*Die DTV-Werte stammen aus dem Jahre 2019
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Häufig gestellte Fragen
Warum wird die Baumaßnahme zeitgleich zur Instandsetzung der Rosseltalbrücke und der Fahrbahnerneuerung AS SB-Schönbach bis AS SB-Gersweiler durchgeführt?
Der Beginn des Projektes war nach Fertigstellung der Sanierungsarbeiten an der Rosseltalbrücke geplant. Auf Grund akuter Schäden, die zu einer Reduzierung der Geschwindigkeiten auf 80km/h führten, wurde die Maßnahme auf die Jahre 2026-2028 vorgezogen.
Der Instandsetzungsbedarf der A620 auf der Stadtautobahn Saarbrücken lässt sich ebenfalls nicht aufschieben. Die Autobahn GmbH hat die Verkehrssicherheit sicherzustellen. Wiederholte kurzfristige Instandsetzungen an der Fahrbahn sollen mit dieser Vorgehensweise weitgehend vermieden werden, dies reduziert zusätzliche Verkehrsbeeinträchtigungen für die Nutzer und ist wirtschaftlicher.
Warum wird dieser Abschnitt jetzt saniert?
Die Fahrbahn zwischen Gersweiler und Völklingen-Ost ist durch die jahrelangen Belastungen des Schwerlastverkehrs massiv und tiefgehend geschädigt. Punktuelle Instandsetzungsarbeiten oder eine Fahrbahnsanierung sind hier nicht mehr wirtschaftlich und können die Schäden dauerhaft nicht beseitigen. Um die langfristige Verkehrssicherheit und dauerhafte Verfügbarkeit ohne Einschränkungen aufgrund von unvorhersehbaren Notmaßnahmen sicherzustellen, ist eine grundhafte Erneuerung der Fahrbahn notwendig.
Mit welcher Verkehrsführung muss ich während der Bauzeit rechnen?
Während der drei Halbjahre Bauzeit, verteilt auf 2026, 2027 und 2028, steht den Verkehrsteilnehmenden je Fahrtrichtung aufgrund der sehr beengten Platzverhältnisse nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Warum kommt es trotzdem zu Sperrungen von Anschlussstellen?
Obwohl der Verkehr auf der Autobahn fließt, sind temporäre Sperrungen der Zu- und Abfahrten im Baustellenbereich (Gersweiler, Klarenthal, Völklingen-Ost) erforderlich. Diese Vorgehensweise dient dazu, den neuen Asphalt nahtlos und in hoher Qualität einzubauen. Über diese meist kurzen Zeitfenster informieren wir vorab in unseren Baustellenmeldungen, die Sie am besten gleich hier kostenfrei abonnieren.
Warum dauert das Projekt so lange?
Aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte (ehemals Bundesstraße 405), weist die A620 viele nicht autobahntypische Merkmale, wie z. B. das Fehlen von Standstreifen, sehr schmale Mittelstreifen und enge Überführungsbauwerke auf. Zudem ist der zu erneuernde Streckenbereich durch den Leinpfad, die Saar, Lärmschutzwände und die Bahntrasse begrenzt.
Diese Umstände erhöhen die Komplexität im Bauablauf und führen dazu, dass während der Bauzeit in allen drei Bauabschnitten in jeder Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen zur Verfügung stehen.
Die Aufrechterhaltung des Verkehrs führt zu sehr kleinteiligen Bauabläufen, was die Gesamtdauer der Maßnahme verlängert. Ein entscheidender Faktor ist zudem die Durchführung des Winterdienstes: In den Wintermonaten ruhen deshalb die Arbeiten. Wir bauen die Baustellenverkehrsführung in dieser Zeit zurück, damit die Autobahn uneingeschränkt nutzbar ist und Räumfahrzeuge sicher arbeiten können.
Kritikpunkt Stau: Warum wird nicht nachts gebaut?
Die Baumaßnahme wird im 24 h-Betrieb umgesetzt. Ausgenommen davon sind stark lärmende Arbeiten und ein Streckenabschnitt mit angrenzender Wohnbebauung. Auch der Asphalteinbau findet bei Tageslicht statt, um die erforderlichen Bauqualitäten sicherzustellen.
Was wird getan, um die Belastung für Pendelnde zu minimieren?
Wir stehen in engem Austausch mit den Verkehrsbehörden, um die Ampelschaltungen an den Ausweichstrecken zu optimieren. Dennoch empfehlen wir, wenn mögliche auf die Deutsche Bahn, den ÖPNV oder nach Möglichkeit auf die A8 auszuweichen. Aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie zudem immer in der Autobahn App www.autobahn.de/app
Luftbilder
Ansprechpartner
Nicole Hasselmeier
Pressesprecherin Außenstelle Neunkirchen
E-Mail-Adresse
nicole.hasselmeier[@]autobahn[.]de
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung: WestAm Ochsenwald 4
66539 Wellesweiler


