Sechsstreifiger Ausbau zwischen Breitscheid und Essen-Rüttenscheid
Daten & Fakten
Streckenausbau
Sechsstreifiger Ausbau zwischen dem Autobahnkreuz Breitscheid und der Anschlussstelle Essen-Rüttenscheid
Brückenneubau
Mintarder Ruhrtalbrücke
Besonderheiten Ersatzneubau der Ruhrtalbrücke Mintard
Künftig erhält die neue rund 1,8 Kilometer lange Ruhrtalbrücke auf der Südseite einen Betriebsweg, der für den Radverkehr in beide Fahrtrichtungen freigegeben wird.
Baubeginn
voraussichtlich 2030
Das Projekt
Die Autobahn GmbH Rheinland plant den sechsstreifigen Ausbau der A52 vom Autobahnkreuz (AK) Breitscheid bis zur Anschlussstelle (AS) Essen-Rüttenscheid auf einer Länge von ca. 14,3 Kilometern.
Der Ausbau soll in zwei Bauabschnitten durchgeführt werden.
- Autobahnkreuz Breitscheid bis Anschlussstelle Essen-Kettwig
- Anschlussstelle Essen-Kettwig bis Anschlussstelle Essen-Rüttenscheid
Die A52 ist eine hochbelastete Verbindung zwischen Düsseldorf und Essen und Teil europäischer Verkehrsachsen. Mit rund 85.400 Fahrzeugen pro Tag sind die bestehenden vier Fahrstreifen (zwei pro Fahrtrichtung) überlastet. Dies zeigt sich in Verkehrseinschränkungen wie Stau und stockendem Verkehr, insbesondere in den Spitzenstunden am Morgen und am Nachmittag. Die 6-streifige Erweiterung ist notwendig, um die Leistungsfähigkeit der A52 wiederherzustellen und zu sichern.
Im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 wurde der Ausbau der Strecke in die höchste Kategorie - als Maßnahme „des vordringlichen Bedarfs: Engpassbeseitigung“ - aufgenommen. Der Ausbau der A52 auf sechs Fahrstreifen ist ein notwendiger Schritt zu mehr und dauerhafter Leistungsfähigkeit und führt zudem zu mehr Verkehrssicherheit.
Die Bauabschnitte
1. Bauabschnitt
Auf dem etwa 8,9 km langen Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Breitscheid und der Anschlussstelle Essen-Kettwig soll die A52 von vier auf sechs Fahrstreifen ausgebaut werden.
Der Abschnitt verläuft zunächst in überwiegend landwirtschaftlich, meist ackerbaulich genutztem Gebiet nördlich und nordwestlich der Siedlungsbereiche von Breitscheid und Mintarder Berg. Südwestlich der Mintarder Ruhrtalbrücke durchquert die A52 die bewaldeten Ruhrtalhänge sowie anschließend das Ruhrtal. Im Ruhrtal und nordwestlich bis zur der Anschlussstelle Essen-Kettwig werden wiederum hauptsächlich landwirtschaftlich geprägte Bereiche von der Autobahn gequert.
Beim Ausbau der A52 auf sechs Fahrstreifen in diesem Abschnitt wird auch die 1,8 km lange Ruhrtalbrücke neu gebaut.
2. Bauabschnitt
Anschließend soll der 5,4 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Essen-Kettwig und Essen-Rüttenscheid auf sechs Fahrstreifen ausgebaut werden.
Die Trasse verläuft hier durch ebenfalls landwirtschaftlich genutzte Flächen nordöstlich der Anschlussstelle Essen-Kettwig und dann durch die bebauten Gebiete der Essener Stadtteile Bredeney, Haarzopf und Rüttenscheid.
Die Ruhrtalbrücke Mintard
Die Ruhrtalbrücke wurde vor rund 60 Jahren gebaut. Wie viele Brücken aus dieser Zeit ist sie heute deutlich höheren Belastungen ausgesetzt als ursprünglich vorgesehen. Ursache dafür sind vor allem das gestiegene Verkehrsaufkommen und das zunehmende Gewicht des Schwerlastverkehrs.
An der Brücke treten daher immer wieder Schäden auf, insbesondere an den Übergangskonstruktionen zwischen Fahrbahn und Brücke sowie am Überbau des Bauwerks. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wurde die Ruhrtalbrücke in den vergangenen Jahren regelmäßig instand gesetzt. Zuletzt wurden Anfang 2026 zusätzliche Sofortmaßnahmen umgesetzt, um die Brücke weiter zu stabilisieren.
Eine dauerhafte Verstärkung der bestehenden Brücke für den geplanten Ausbau ist jedoch aus technischen und statischen Gründen nicht möglich. Deshalb ist ein Ersatzneubau erforderlich. Er schafft die Voraussetzungen für die Erweiterung der Autobahn und sichert gleichzeitig die Infrastruktur langfristig für die kommenden Jahrzehnte.
Sicherheit hat oberste Priorität
Die Autobahn GmbH Niederlassung Rheinland überwacht die Ruhrtalbrücke kontinuierlich. Dazu gehören regelmäßige Bauwerksprüfungen sowie ein modernes Monitoringsystem, das zusätzliche Informationen über den Zustand der Brücke liefert.
Um die Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten, gelten derzeit besondere Regelungen für den Schwerverkehr. So ist die Brücke für genehmigungspflichtige Schwertransporte gesperrt. Zusätzlich besteht ein Überholverbot für Lkw. Für den regulären Verkehr ist die Ruhrtalbrücke weiterhin freigegeben und sicher befahrbar.
Neubau bei laufendem Verkehr
Damit eine Vollsperrung der Autobahn vermieden werden kann, wird die neue Ruhrtalbrücke in zwei Teilbauwerken errichtet.
Zunächst entsteht neben der bestehenden Brücke ein erstes neues Teilbauwerk für die Fahrtrichtung Essen. Während dieser Bauphase wird der Verkehr weiterhin vollständig über die bestehende Brücke geführt. Dafür stehen vier verengte Fahrstreifen zur Verfügung.
Nach Fertigstellung des ersten Brückenteils wird der Verkehr beider Fahrtrichtungen auf das neue Bauwerk verlegt. Anschließend kann die bestehende Ruhrtalbrücke zurückgebaut werden. Danach wird das zweite Teilbauwerk errichtet.
Das Ziel ist, den Verkehr während der gesamten Bauzeit auf vier Fahrstreifen durch den Baustellenbereich aufrechtzuerhalten.
Rückbau der bestehenden Brücke
Das Konzept für den Rückbau der bestehenden Ruhrtalbrücke wird im Rahmen der weiteren Planung ausgearbeitet. Dabei werden insbesondere die Aspekte Bauzeit, Emissionen sowie der Flächenbedarf berücksichtigt. Ziel ist es, den Rückbau möglichst effizient und mit geringen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt umzusetzen.
Rastanlagen
Im Zuge der Erweiterung der Autobahn müssen auch die beiden Rastanlagen Ickten und Auberg an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden.
Die Rastanlage Ickten in Fahrtrichtung Düsseldorf bleibt dabei weitgehend an ihrem bisherigen Standort erhalten. Lediglich eine geringfügige Verschiebung nach Osten ist vorgesehen, damit sie optimal in die zukünftige Straßenführung integriert werden kann.
Für die Rastanlage Auberg in Fahrtrichtung Essen werden derzeit verschiedene Planungsvarianten untersucht. Dabei wird geprüft, ob ein veränderter Standort Vorteile für die Anbindung an die bestehende Infrastruktur bietet. Gleichzeitig wird besonders darauf geachtet, die Auswirkungen auf den umgebenden Naturraum so gering wie möglich zu halten.
Ziel der Planungen ist es, die Rastanlagen auch künftig bedarfsgerecht und verkehrsgerecht auszubauen sowie die Belange von Umwelt und Natur bestmöglich zu berücksichtigen.
Wie ist der Stand des Projekts?
Das Projekt hat die Phase der Vorplanung erfolgreich abgeschlossen und befindet sich aktuell in der sogenannten Entwurfsplanung. In dieser Phase werden konkrete Vorentwürfe der Gesamtplanung sowie der einzelnen Bauwerke als Grundlage der haushaltsrechtlichen Genehmigung erstellt. Am Ende dieser Phase steht ein ausgearbeiteter Entwurf der Maßnahme mit Plänen und Erläuterungen zur Streckenplanung, den Bauwerken, zum Umwelt- und Lärmschutz sowie einer Kostenberechnung. Auf dieser Grundlage wird anschließend bei der planfeststellenden Behörde das formelle Genehmigungsverfahren zur Erlangung des Baurechts beantragt.
Welche Vorteile bringt die Erweiterung der A52?
Durch die Erweiterung der A52 kann der Verkehr künftig flüssiger und zuverlässiger fahren. Die zusätzliche Kapazität hilft dabei, Staus zu reduzieren und die Leistungsfähigkeit der Autobahn zu verbessern.
Davon profitieren auch die umliegenden Straßen: Wenn der Verkehr besser über die Autobahn abgewickelt werden kann, nutzen weniger Fahrzeuge Ausweichrouten durch das nachgeordnete Straßennetz. Dadurch können auch angrenzende Straßen und Wohngebiete entlastet werden.
In welche Richtung erfolgt der 6-streifige Ausbau?
Im Rahmen der Vorplanung wurden insgesamt sieben Varianten untersucht, die sich in der Art der Streckenverbreiterung (symmetrisch oder asymmetrisch) und der Lage der neuen Ruhrtalbrücke (Nordlage oder Südlage) unterscheiden:
Als Vorzugsvariante wurde die knappe einseitige Verbreiterung in Richtung Süden mit Neubau der Ruhrtalbrücke in Südlage ausgewählt. Die Autobahn wird nicht gleichmäßig nach beiden Seiten verbreitert, sondern leicht nach Süden verschwenkt. Die neue Ruhrtalbrücke entsteht ebenfalls südlich der heutigen Brücke.
- Weniger Eingriff in Natur und Umwelt: Eine neue Brücke südlich der bestehenden greift weniger in wertvolle Lebensräume ein. Besonders für Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt im Bereich der nördlichen Ruhrtalhänge ist eine südliche Lage günstiger. Auch sind verminderte Auswirkungen auf das Klima und das Landschaftsbild zu erwarten, da deutlich geringere Erdmassenbewegungen nötig und weniger Verluste klimaschutzwirksame Vegetationsbestände zu verzeichnen sind. Die Umweltverträglichkeitsuntersuchung hat ausdrücklich eine südliche Brückenlage empfohlen.
- Weniger Flächenverbrauch in sensiblen Bereichen: Die Südvariante beansprucht deutlich weniger Flächen in Vorranggebieten (z. B. Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete) als die Nordvarianten – nur 7,21 ha gegenüber bis zu 10,36 ha bei den Nordvarianten.
- Günstigere Kosten: Die neue Brücke in Südlage ist etwas kürzer als bei einer nördlichen Lage, weil keine zusätzliche Ausschwenkung der Trasse erforderlich ist. Das spart Baukosten und langfristig auch Unterhaltungskosten. Die voraussichtlichen Gesamtkosten von V3AS sind die niedrigsten aller vier Varianten.
- Bessere Linienführung: Die Trassenführung der Südvariante hält die technischen Anforderungen an Kurvenradien und Übergangsbögen besser ein als die untersuchten Nordvarianten. Das ist auch ein Sicherheitsvorteil.
- Verkehr: Sämtliche Varianten wurden beim Thema Verkehr gleich bewertet – keine Variante hat hier Vor- oder Nachteile.
Muss die A52 während der Bauzeit komplett gesperrt werden?
Die A52 wird ausgebaut, während der Verkehr weiterhin in beide Richtungen fließen kann. Dafür stehen während der Bauzeit jeweils zwei, teilweise verengte Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung.
Für bestimmte Arbeiten werden voraussichtlich kurze Vollsperrungen der Autobahn erforderlich sein. Über die genauen Termine informiert die Autobahn GmbH rechtzeitig im Voraus.
Wie stark ist die A52 heute und künftig belastet?
Die A52 im Bereich Essen stößt bereits heute an ihre Leistungsgrenze. Der derzeitige vierstreifige Aufbau (zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung) ist für deutlich weniger Verkehr ausgelegt, als tatsächlich auf der Strecke unterwegs ist. Laut der Richtlinie für die Anlage von Autobahnen ist eine Autobahn mit vier Fahrstreifen pro Fahrtrichtung (4-streifiger Querschnitt), wie sie heute auf der A52 bei Essen zu finden ist, für bis zu 65.000 Fahrzeuge im Tagesdurchschnitt ausgelegt.
Für das Jahr 2030 rechnen die Verkehrsprognosen mit täglich rund 89.500 Fahrzeugen, wenn die A52 wie geplant erweitert wird. Selbst ohne den Ausbau werden für die Strecke noch etwa 82.000 Fahrzeuge pro Tag erwartet. Trotz einer leichten Entlastung durch Ausbaumaßnahmen auf benachbarten Autobahnen bleibt die Verkehrsbelastung damit sehr hoch.
Um den künftigen Verkehr sicher und leistungsfähig aufnehmen zu können, ist die Erweiterung der A52 daher erforderlich. Eine aktualisierte Verkehrsuntersuchung mit Blick auf das Jahr 2040 wird derzeit erstellt.
Welche Lärmschutzmaßnahmen sind geplant?
Beim Ausbau der A52 wird geprüft, wie die Anwohnenden bestmöglich vor Verkehrslärm geschützt werden können. Dabei müssen die gesetzlichen Vorgaben zum Lärmschutz eingehalten und die aktuellen technischen Standards berücksichtigt werden.
Derzeit werden die notwendigen Lärmberechnungen im Rahmen der laufenden Planung erstellt. Erst auf dieser Grundlage kann festgelegt werden, welche konkreten Lärmschutzmaßnahmen erforderlich sind. Dazu können beispielsweise Lärmschutzwände, lärmarme Fahrbahnbeläge oder weitere Schutzmaßnahmen gehören.
Warum muss die Ruhrtalbrücke Mintard ersetzt werden?
Wie viele andere Brücken, die in dieser Zeit gebaut wurden und erneuert werden müssen, war auch die Ruhrtalbrücke in den 60 Jahren ihres Betriebs hohen Belastungen durch ansteigende Verkehrszahlen und dem zunehmenden Gewicht des Schwerverkehrs ausgesetzt. Immer wieder treten Schäden an den sogenannten Übergangskonstruktionen sowie dem Überbau der Brücke auf. Daher wurde die Brücke in der letzten Zeit regelmäßig saniert und mit Sofortmaßnahmen wie zuletzt Anfang 2026 ertüchtigt. Eine dauerhafte Ertüchtigung für die Erweiterung ist aus statischen und baupraktischen Gründen nicht möglich. Der Ersatzneubau ist daher sowohl für die Erweiterung als auch für die langfristige Substanzerhaltung der Infrastruktur zwingend erforderlich.
Wie wird der Ersatzneubau der Ruhrtalbrücke ohne Vollsperrung der A52 realisiert?
Damit die A52 während der Bauzeit nicht vollständig gesperrt werden muss, wird die neue Brücke in zwei Abschnitten gebaut.
Zunächst entsteht neben der bestehenden Brücke ein erster neuer Brückenteil. Während dieser Bauphase läuft der Verkehr weiterhin über die alte Brücke, sodass die Autobahn über jeweils zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung in beide Richtungen befahrbar bleibt.
Nach Fertigstellung des ersten Brückenteils wird der Verkehr auf das neu errichtete Bauwerk verlegt. Anschließend kann die bestehende Brücke abgerissen und der zweite Brückenteil gebaut werden.
Ziel ist es, den Verkehr während der gesamten Bauzeit auf vier verengten Fahrstreifen durch den Baustellenbereich zu führen und eine längere Vollsperrung der Autobahn zu vermeiden.
Ist die bestehende Ruhrtalbrücke noch sicher?
Die Autobahn GmbH überprüft den Zustand der Brücke regelmäßig und kontinuierlich. Zusätzlich wurde ein modernes Monitoringsystem eingerichtet, das wichtige Daten zum Bauwerk erfasst.
Um die Brücke langfristig zu schützen, gelten derzeit besondere Regelungen für den Schwerverkehr. So dürfen bestimmte schwere Transportfahrzeuge die Brücke nicht nutzen, außerdem besteht ein Überholverbot für Lkw.
Für den regulären Verkehr ist die Brücke weiterhin freigegeben und kann sicher befahren werden.
Wie wurde die Umweltverträglichkeitsuntersuchung durchgeführt?
Für das Projekt wurde eine umfassende Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU) durchgeführt. Sie bestand aus zwei aufeinander aufbauenden Teilen: Die Raumanalyse wurde 2022 abgeschlossen, die variantenbezogene Auswirkungsprognose folgte 2024. Die Ergebnisse des zweiten Teils wurden am 21. März 2024 im Rahmen eines Termins mit den Trägern öffentlicher Belange vorgestellt.
Teil 1: Raumanalyse
Im ersten Schritt wurde untersucht, welche Umwelt- und Schutzgüter im Umfeld des geplanten Ausbaus vorhanden sind. Dazu zählen unter anderem Menschen und ihre Gesundheit, Tiere und Pflanzen, Böden, Gewässer, Luft und Klima, die Landschaft sowie Kultur- und Sachgüter. Außerdem wurde analysiert, in welchen Bereichen ein Ausbau besonders empfindliche Umweltbereiche berühren könnte und wo mögliche Konflikte zu erwarten sind.
Teil 2: Variantenbezogene Auswirkungsprognose
Im zweiten Schritt wurden die möglichen Auswirkungen der verschiedenen Ausbauvarianten auf Mensch, Natur und Umwelt bewertet. Dabei wurde untersucht, welche Folgen die einzelnen Varianten für die verschiedenen Schutzgüter haben könnten. Auf Grundlage dieser fachlichen Bewertung wurde abschließend die Variante ermittelt, die aus Umweltsicht die günstigsten Auswirkungen erwarten lässt.
Welche Auswirkungen hat das Projekt auf Tiere und Pflanzen?
Bereits in der frühen Planungsphase wurden umfangreiche Untersuchungen der Tier- und Pflanzenwelt durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass sich besonders im Bereich der westlichen Ruhrtalhänge nördlich der bestehenden Trasse verschiedene geschützte und für die Planung relevante Arten befinden.
In der weiteren Planung wird nun detailliert geprüft, welche Auswirkungen das Projekt auf diese Tier- und Pflanzenarten haben könnte. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse werden gezielte Schutzmaßnahmen entwickelt, um Beeinträchtigungen möglichst zu vermeiden oder zu verringern.
Alle Maßnahmen zum Schutz von Arten, Lebensräumen sowie die Planung von Ausgleichs- und Ersatzflächen werden anschließend in einem sogenannten Landschaftspflegerischen Begleitplan gebündelt und verbindlich festgelegt.
Welche Kompensationsmaßnahmen sind vorgesehen?
Welche Ausgleichsmaßnahmen genau umgesetzt werden, wird derzeit im Rahmen der weiteren Planung (Landschaftspflegerischer Begleitplan) festgelegt. Dazu gehören unter anderem die Auswahl geeigneter Flächen, der Umfang der Maßnahmen und die damit verbundenen Kosten.
Grundsätzlich gilt: Eingriffe in Natur und Landschaft, die sich durch das Bauvorhaben nicht vermeiden lassen, müssen gesetzlich ausgeglichen werden. Dafür werden geeignete Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geplant, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu kompensieren.
Ansprechpartner
Jasmina Matera
Pressesprecherin
E-Mail-Adresse
presse.rheinland[@]autobahn[.]de
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung: RheinlandHatzper Straße 34
45149 Essen