In Planung

Neubau der Stephanibrücke in Bremen

Die Autobahn GmbH ersetzt in den 2030er-Jahren die Bremer Stephanibrücke im Verlauf der B6 durch einen Neubau. Auf dieser Projektseite informieren wir über die laufenden Planungen und Vorarbeiten sowie später über den Stand der Neubauarbeiten.

Die Stephanibrücke in Bremen. © Die Autobahn GmbH des Bundes

Die Stephanibrücke trägt die Bundesstraße 6.

Daten & Fakten

Die Stephanibrücke ist die letzte Straßenbrücke über die Weser vor deren Mündung in die Nordsee. Nördlich von Bremen ist der Fluss nur mittels Fähren oder durch den Wesertunnel bei Stotel zu queren. Die Brücke ist benannt nach dem benachbarten Stadtviertel, das seinen Namen wiederum der dem Heiligen Stephanus geweihten dortigen Pfarrkirche verdankt.

Die Stephanibrücke trägt den Verkehr der Bundesstraße 6. Als einzige innerstädtische Bremer Brücke ist sie für den regulären Lkw-Verkehr nicht lastbeschränkt. Genehmigungspflichtiger Großraum- und Schwerlastverkehr mit mehr als 44 Tonnen Gesamtgewicht wird jedoch seit einigen Jahren nicht mehr über das fast 60 Jahre alte Bauwerk geführt.

Außerdem führt jeweils beidseitig der Brücke ein Rad- und Fußweg über die Weser. Als Besonderheit liegen diese Wege nicht neben der Fahrbahn für den Pkw- und Lkw-Verkehr, sondern sie befinden sich unterhalb der Fahrbahn. 

Die Stephanibrücke besteht aus drei Teilbauwerken:

  • der eigentlichen Brücke über den Fluss (Strombrücke) mit ihrem auf dem Weserwerder stehenden Mittelpfeiler und
  • zwei sogenannten Vorlandbrücken auf der Neustädter Seite und der Altstadtseite. Diese beiden kurzen Brücken führen nicht über Wasser, deshalb nennt man sie Vorlandbrücken.
     
Brücke        Bauart        Länge          Breite          Baujahr
Vorlandbrücke Neustadt        Spannbeton           28 m          27 m          1967
Strombrücke        Stahlhohlkasten         196 m          27 m          1967
Vorlandbrücke Altstadt        Spannbeton              8 m          27 m          1967

 

durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung der B6 im Bereich der Brücke
91.400 Fahrzeuge, darunter 6.400 Lkw über 7,5 t 
(siehe Straßenverkehrszählung von 2015)

Projektbeschreibung

Die 1967 in ihrer jetzigen Form fertiggestellte Stephanibrücke kann die seit ihrem Bau massiv gestiegenen Verkehrslasten mittelfristig nicht mehr aufnehmen. Deshalb wird sie durch einen Neubau ersetzt. Vor dem Neubau wird die Bestandsbrücke instandgesetzt, um die Restnutzungsdauer zu verlängern und die Brücke bis zur Fertigstellung des Neubaus für den Verkehr nutzen zu können.

 

Zeitplan

Die Planungen für den Neubau sind 2024 gestartet. Mit dem eigentlichen Baubeginn ist nicht vor 2030 zu rechnen.  Wegen der hohen Belastung aller Bremer Weserquerungen wird die Autobahn GmbH ihn erst beginnen, wenn der Wesertunnel im Verlauf der A281 fertiggestellt ist und eine Ausweichroute darstellt. Dessen Bau soll voraussichtlich 2030 beendet sein, vgl. www.deges.de/projekte/projekt/a-281-autobahneckverbindung-bremen.
 

Neubauplanung

Vorplanung/Erarbeitung Machbarkeitsstudie        seit 2024
Verkehrszählung und Verkehrsgutachten        Sommer 2025
Baugrunderkundung        ab März 2026
Erstellung Bauwerksentwurf        ab 2026
Baubeginn        nach Lückenschluss A281

 

Instandhaltung Bestandsbrücke

Instandsetzungsarbeiten                                                  voraussichtlich 2028
Fahrbahnerneuerung                      voraussichtlich 2028

 

Baugrunderkundungen im Frühjahr 2026

Mitte März starten die Baugrunderkundungen im Bereich der Stephanibrücke. Sie dauern mehrere Monate und umfassen:

  • Bohrungen auf der Neustädter Seite
  • Bohrungen auf der Altstadtseite
  • Bohrungen im Bereich der Weser
  • Bohrungen im Bereich des Weserwerders
     

Die Arbeiten

Die Baugrunderkundungen erfolgt durch:

  1. Drucksondierungen. Dabei wird eine Sonde tief in den Boden gedrückt, wobei laufend dessen Festigkeit ermittelt wird.
  2. Bohrungen. Dabei werden Bodenproben gezogen, die zeigen, welche Erdschichten in welcher Tiefe liegen.

Die Zwecke

Die bei der Drucksondierung ermittelten Werte und die in den Bodenproben gefundenen Erdschichten ergeben zusammen ein zuverlässiges Bild über den Bodenaufbau und die Tragfähigkeit des Untergrunds. Darauf basierend wird ermittelt, wie die Gründung der neuen Stephanibrücke erfolgen kann und wie tief diese in den Erdboden reichen muss.
 

Die Auswirkungen auf den Verkehr

Der Teil der Baugrunderkundungen, der im Bereich der Fahrbahn der B6 erfolgen muss, wird nachts und an Wochenenden ausgeführt, also außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Der Verkehr wird währenddessen teilweise einspurig an den Erkundungsfahrzeugen vorbeigeführt.

Ein Großteil der Arbeiten findet jedoch neben der Fahrbahn statt oder im Bereich der Weser. Dadurch ist der Verkehr nicht eingeschränkt.
 

Die Auswirkungen auf die Anwohnenden

Insbesondere bei den Bohrarbeiten kann es zu einer Lärmbelästigung kommen, in Einzelfällen auch nachts und am Wochenende. Die mit der Erkundung beauftragte Firma wird die Geräuschentwicklung so gering wie möglich halten und die Arbeiten wann immer machbar tagsüber ausführen und abschließen.

Ansprechpartner

Michael Wendt

Pressesprecher

Telefon
+49 4231 677 311 05

Die Autobahn GmbH des Bundes

Niederlassung: Nordwest
Hamburger Straße 26
27283 Verden (Aller)