A36 bei Wernigerode: Nächster Deutschlandnetz Schnellladepark geht an den Start

WERNIGERODE. Die Autobahn GmbH des Bundes hat heute ihren nächsten Deutschlandnetz-Schnellladepark für Elektrofahrzeuge offiziell in Betrieb genommen. Der Standort auf dem Parkplatz Regensteinblick Süd an der A36 bei Wernigerode in Fahrtrichtung Bernburg ist Teil des bundesweiten Ladeinfrastruktur-Ausbaus durch das Bundesministerium für Verkehr im Rahmen des Deutschlandnetzes.


Auf dem Parkplatz Regensteinblick Süd können Elektrofahrzeuge nun ebenfalls schnellgeladen werden. Der Ladepark ist mit modernster Technik ausgestattet und bietet zwei Ladesäulen des Herstellers Alpitronic, Modell Hypercharger 400. Jeder Anschluss stellt bis zu 400 kW zur Verfügung. Theoretisch reicht das, um einen Mittelklassewagen binnen 10 Minuten mit Strom für 300 bis 500 Kilometer (je nach Verbrauch) zu laden. 

Die Zukunftsfähigkeit des Ladeparks ist damit gesichert. Teilen sich zwei Fahrzeuge eine Säule, kann jedes von ihnen immer noch mit mindestens 200 kW geladen werden. Der neue Schnellladestandort an der A36 bei Wernigerode in Sachsen‑Anhalt wird von der Autostrom.plus GmbH betrieben. Er ist der erste Standort des Unternehmens im Gebiet der Niederlassung Ost und Teil des Deutschlandnetzes an unbewirtschafteten Raststätten entlang der Autobahnen. Das Bezahlsystem unterstützt alle gängigen Ladekarten sowie Debit- und Kreditkarten. 

Anlässlich der Eröffnung betont Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Schnell laden, sorgenfrei fahren: Das ist das Deutschlandnetz. Wer mit dem E-Auto unterwegs ist, findet künftig überall eine superschnelle Ladesäule. Denn wir investieren in die Ladestationen der Zukunft. Ich bin überzeugt davon, dass das Deutschlandnetz den Umstieg auf die Elektromobilität noch attraktiver macht.“ 

„Die Autobahn GmbH treibt den Aufbau der Ladeinfrastruktur kräftig voran, um Elektromobilität für alle und auf allen Routen zu ermöglichen. Insgesamt bauen wir mit dem Deutschlandnetz an den Autobahnen 1.000 Schnellladepunkte an 200 Standorten auf“, sagt Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH.

„Der Standort Regensteinblick ist direkt an der Autobahn gelegen, einfach zu erreichen, mit komfortablem Wetterschutz und heller Beleuchtung versehen und zweifach mit modernster 400 KW-Ladetechnik ausgestattet. Dank eines leistungsstarken Netzanschlusses können Kunden an diesem Ladepark schnell laden. Insgesamt zeichnet den Ladepark folgendes aus: Er ist sicher, komfortabel und vor allem kann man verlässlich schnell laden.“, sagt Dr. Burkhard Seizer, Autostrom.plus GmbH. 

„Für unsere Region ist dieser erste Schnellladepark im Gebiet der Niederlassung Ost ein wichtiger Meilenstein. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rücken damit noch enger an ein leistungsfähiges, zukunftssicheres Ladenetz heran. Wir freuen uns, dass wir hier in Wernigerode den Auftakt setzen können“, sagt Andreas Trenkel, Direktor der Niederlassung Ost der Autobahn GmbH. 

Langfristig sollen an den Autobahnen insgesamt 4.000 Schnellladepunkte entstehen. Das Netz ist so geplant, dass alle zehn Fahrminuten Ladesäulen an den Autobahnen zu erreichen sind. Mit dem Deutschlandnetz schafft das Bundesministerium für Verkehr (BMV) 9.000 zusätzliche Schnellladepunkte für Elektroautos. Rund 900 Standorte entstehen im urbanen und ländlichen Raum, 200 direkt an den unbewirtschafteten Autobahn-Rastanlagen. Das BMV investiert in das Projekt insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro. Private Unternehmen bauen die Standorte des Deutschlandnetzes im Auftrag des BMV. Wenn im Jahr 2026 alle Standorte fertiggestellt sind, finden Autofahrerinnen und Autofahrer deutschlandweit schnell und ohne Umwege die nächste Schnellladesäule.