Autobahn GmbH und japanische Autobahngesellschaften vereinbaren Kooperation

Tokio, 28.10.2026 – Die Autobahn GmbH des Bundes und die drei japanischen Autobahngesellschaften NEXCO East, NEXCO Central und NEXCO West haben im Rahmen des German-Japanese Business Summit in Tokyo ein Memorandum of Understanding (MoU) zur zukünftigen Zusammenarbeit unterzeichnet.


Mit der Vereinbarung schaffen die vier Unternehmen die Grundlage für einen langfristigen fachlichen Austausch und eine engere Zusammenarbeit bei gemeinsamen Herausforderungen rund um eine leistungsfähige und zukunftsfähige Straßeninfrastruktur.

Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes: „Aus dem intensiven fachlichen Austausch und gemeinsamen Besuchen der vergangenen Jahre ist eine vertrauensvolle Partnerschaft erwachsen. Mit diesem Memorandum legen die Autobahn GmbH und die drei japanischen NEXCO-Gesellschaften den Grundstein für eine noch engere Zusammenarbeit. Ob Brückenmodernisierung oder Digitalisierung: Deutschland und Japan teilen die gleichen Herausforderungen. Bei Themen wie intelligenten Verkehrssystemen, Sensorik und KI-Wartung wollen wir als Partner gezielt voneinander lernen. Durch eine engere Vernetzung unserer Fachkräfte bündeln wir unsere Stärken, um gemeinsam eine leistungsfähige und moderne Straßeninfrastruktur zu schaffen.“

Mikio Yoshioka, Präsident NEXCO East (im Namen der drei NEXCO-Gesellschaften): „Mit der heutigen Unterzeichnung schaffen wir eine starke Grundlage für den fachlichen Austausch zwischen den deutschen und japanischen Straßeninfrastrukturbetreibern. In den kommenden drei Jahren wollen wir unsere Erfahrungen zu Brückeninfrastruktur, Personalentwicklung und automatisierter Mobilität teilen, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen für zukünftige Herausforderungen entwickeln. Ich bin überzeugt, dass diese Zusammenarbeit für beide Seiten wertvolle Impulse bringen wird.“

Fachlichen Austausch soll es u. a. zum Thema Brückenmodernisierung, zur Personalgewinnung und zur vernetzten, kooperativen und automatisierten Mobilität geben. Vorgesehen sind unter anderem der Austausch von Expertinnen und Experten, Fachgespräche und Workshops sowie gegenseitige Besuche. Die Partner wollen Erfahrungen und Best Practices teilen und gemeinsam untersuchen, welche Ansätze aus dem jeweils anderen Land Impulse für die eigene Arbeit geben können.

Mit der Unterzeichnung des MoU beginnt die konkrete Ausgestaltung der Zusammenarbeit. Als nächste Schritte sind fachliche Workshops und gegenseitige Expertenbesuche vorgesehen.

Hintergrund zur Zusammenarbeit

Deutschland und Japan verfügen über hochentwickelte Straßennetze und stehen vor vergleichbaren Herausforderungen bei deren Betrieb, Erhalt und Weiterentwicklung. Die Autobahn GmbH des Bundes sowie NEXCO East, NEXCO Central und NEXCO West verantworten jeweils wesentliche Teile der Straßen- bzw. Autobahninfrastruktur in Deutschland und Japan. Die Zusammenarbeit ermöglicht einen unmittelbaren Erfahrungsaustausch zwischen Organisationen, die in ihren jeweiligen Ländern vor komplexen und teilweise vergleichbaren infrastrukturellen Herausforderungen stehen.

Ziel des Memorandum of Understanding ist es, einen verlässlichen Rahmen für diesen Austausch zu schaffen und den Aufbau langfristiger fachlicher Beziehungen zwischen den beteiligten Organisationen zu unterstützen. Im Vordergrund stehen das gegenseitige Lernen, der Austausch von Erfahrungen und Best Practices sowie die Identifikation von Themen, bei denen beide Seiten voneinander profitieren können:

  • Intelligente Verkehrssysteme (ITS): Japan setzt seit langem großflächig auf das sogenannte ETC-System (Electronic Toll Collection) und fortschrittliche Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation, die unter anderem Verkehrsinformationen in Echtzeit bereitstellt.
  • Katastrophenschutz und Sensorik: Aufgrund der Erdbeben- und Taifungefahr setzen japanische Autobahnbetreiber umfassend auf Sensorik, seismische Überwachung digitale Warnsysteme.
  • Erhaltungsmanagement (Asset Management): Die japanischen Autobahnbetreiber nutzen verstärkt KI-gestützte Bildauswertung und Drohnen zur automatisierten Früherkennung von Schä