Die Niederlassung West der Autobahn GmbH beginnt in Kürze mit einer umfangreichen, mehrjährigen Streckenerneuerungsmaßnahme auf der A620 im Stadtgebiet von Saarbrücken. Auf dem Abschnitt zwischen den Anschlussstellen (AS) SB-Schönbach und SB-Gersweiler werden beide Richtungsfahrbahnen (Autobahndreieck (AD) Saarlouis/AD Saarbrücken) auf einer Streckenlänge von jeweils 7,5 km in mehreren Bauabschnitten grundhaft erneuert und mit lärmminderndem Asphalt ausgestattet.
Carsten Chassard, Leiter der Außenstelle Neunkirchen der Autobahn GmbH des Bundes, betont die Bedeutung der Maßnahme: „Mit dringend notwendigen Arbeiten erneuern wir den am stärksten belasteten Autobahnabschnitt im Saarland. Besonders freut mich, dass wir durch den Einsatz von lärmminderndem Asphalt die Lebensqualität der Anwohnenden künftig spürbar verbessern werden. Wir investieren allein im ersten Bauabschnitt 8 Millionen Euro in eine moderne, leisere A620. Um den Berufsverkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, arbeiten wir beim Einrichten der Baustellenverkehrsführung, die jetzt in Kürze beginnt, bewusst in den Nachtstunden.“
Der erste Bauabschnitt umfasst den Bereich zwischen den AS SB-Schönbach und SB-St. Arnual auf einer Gesamtlänge von rund 1,1 km. Bevor im ersten Bauabschnitt mit der Erneuerung der Mittelstreifen in beiden Fahrtrichtungen (AD Saarlouis/AD Saarbrücken) begonnen werden kann, wird von Montag, 16. März 2026, bis voraussichtlich Dienstag, 7. April 2026, auf der Richtungsfahrbahn AD Saarlouis die notwendige Baustellenverkehrsführung eingerichtet. Die dafür nötigen Arbeiten starten am Montag (16.03.) auf der Richtungsfahrbahn Saarlouis, ab Donnerstag (19.03.) beginnen die Arbeiten auf der Richtungsfahrbahn AD Saarbrücken. Das bedeutet, dass in den Abend- und Nachtstunden im vorgenannten Zeitraum jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung steht. Baufortschrittliche oder witterungsbedingte Verschiebungen sind möglich. Der Verkehr tagsüber ist von den Arbeiten nicht betroffen. Während der gesamten Bauzeit des ersten Bauabschnitts von April 2026 bis voraussichtlich August 2027 stehen den Verkehrsteilnehmenden jeweils zwei verengt geführte Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung. Alle Anschlussstellen sind bis Ende Juni 2026 wie gewohnt nutzbar.
Die Baukosten des ersten Bauabschnitts belaufen sich insgesamt auf 8 Millionen Euro. Davon entfallen ca. 1 Millionen Euro auf die Verkehrssicherung während der Bauarbeiten.
Über Veränderungen in den Verkehrsführungen wird jeweils gesondert informiert.
Für die Baumaßnahme steht eine Projektwebsite zur Verfügung, die baubegleitend aktualisiert wird; dort wird über alle Bauabschnitte informiert inklusive Antworten auf Fragen rund um die Maßnahme. Für alle Beteiligten ist dies ein großes und herausforderndes Projekt. Bewusst ist den Straßenbauern, dass auch für alle Verkehrsteilnehmenden eine höhere Konzentration auf den Verkehr in der Baustelle und notwendig wird und zudem mehr Fahrzeit einzuplanen ist.
Die Autobahn GmbH bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die aufgrund der notwendigen Arbeiten unvermeidbaren Verkehrsbeeinträchtigungen.
Hintergrund zu dem mehrjährigen Projekt:
Aufgrund ihrer Lage unmittelbar im Gebiet der Landeshauptstadt Saarbrücken und ihrer Entstehungsgeschichte weist die A620 viele nicht autobahntypische Merkmale, wie z. B. das Fehlen von Standstreifen und die Vielzahl an Anschlussstellen, auf. Diese Umstände stellen eine große Herausforderung zur Abwicklung der Baumaßnahme mit der bauzeitlichen Verkehrsführung dar.
Mit etwa 100.000 Fahrzeugen am Tag gehört die Stadtautobahn zu der am stärksten belasteten Autobahn im Saarland. Vor dem Hintergrund der hohen Bedeutung der Anschlussstellen für den Verkehrsfluss in Saarbrücken hat die Autobahn GmbH sich bewusst für bauzeitliche Verkehrsführungen entschieden, die den Verkehrsfluss möglichst wenig beeinträchtigen. Dies führt zu kleinteiligen Bauabläufen, wodurch sich bezogen auf das Gesamtprojekt eine längere Bauzeit ergibt. Zudem muss die Verkehrssicherheit in den Wintermonaten sichergestellt sein. Das bedeutet, gebaut wird jeweils von Frühjahr bis Herbst. Den Verkehrsteilnehmenden stehen während der Bauzeit in jede Fahrtrichtung stets zwei verengte Fahrstreifen zur Verfügung. In den Wintermonaten wird die Verkehrssicherung zurückgebaut, um den Winterdienst zu gewährleisten. Während der Wintermonate stehen alle Fahrstreifen wie gewohnt zur Verfügung.
Vor diesem Hintergrund wird sich die Realisierung der Maßnahme über einen Gesamtzeitraum von voraussichtlich mindestens 8 Jahren erstrecken; die „reine“ Bauzeit beträgt nur einen Bruchteil davon.