„Mit der Erneuerung der Talbrücken stärken wir eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen im Westen und Südwesten Deutschlands dauerhaft. Der Ausbau ist ein Schlüsselprojekt für die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der A61, heute und für die kommenden Jahrzehnte“, sagt Markus Gerhards, Niederlassungsdirektor der Niederlassung West.
Verkehr läuft stabil weiter – Neubau folgt ab 2027
Der Verkehr beider Fahrtrichtungen wurde in den vergangenen Monaten auf die bereits fertiggestellten nördlichen Teilbauwerke der Talbrücken und die darauf verlaufende Richtungsfahrbahn Koblenz verlegt, sodass der Abbruch unter laufendem Verkehr erfolgen kann. Nach dem Rückbau starten ab 2027 der Neubau der südlichen Brückenhälften und der zugehörige Ausbau der Richtungsfahrbahn Speyer.
„Der Rück- und Neubau beider Talbrücken ist technisch anspruchsvoll, aber entscheidend für einen zügigen Projektfortschritt. Unser Ziel ist es, die umfangreiche Gesamtmaßnahme bis Ende 2029 abzuschließen“, erklärt Sandro Vincenzi, Leiter der Außenstelle Wiesbaden.
Die neuen Brücken im Überblick
- Pfädchensgrabenbrücke: 531 m Länge, Spannbeton-Hohlkasten,
größte Spannweite 50 m - Tiefenbachtalbrücke: 367,5 m Länge, Stahl-Verbundbauweise, größte Spannweite 80 m
Beide Brücken erhalten künftig je drei Fahrstreifen plus Standstreifen pro Richtung.
Projektstand und Ausblick
Der Ausbau der A61 vor und hinter den beiden Talbrücken ist bis auf Restarbeiten außerhalb der Fahrbahn abgeschlossen und vollständig für den Verkehr nutzbar. Zudem wurden die beiden neuen nördlichen Teilbauwerke der Talbrücken sowie die darauf verlaufende Richtungsfahrbahn Koblenz fertiggestellt und der gesamte Verkehr für die Fahrtrichtungen Koblenz und Speyer hierhin verlegt.
Mit dem Abbruch der bestehenden Talbrücken sowie dem anschließenden Neubau der südlichen Teilbauwerke rückt nun ein entscheidender Teil des Projekts in den Fokus. Die Gesamtkosten betragen rund 151 Millionen Euro, das Bauende ist für Ende 2029 geplant.
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