Halle (Saale), 8. Oktober 2026. Die Autobahn GmbH des Bundes und die polnische Generalna Dyrekcja Dróg Krajowych i Autostrad (GDDKiA) haben ihren strategischen und fachlichen Dialog zur grenzüberschreitenden Verkehrsinfrastruktur fortgesetzt. Im Rahmen eines zweitägigen Treffens in Halle (Saale) tauschten sich beide Organisationen zu aktuellen Entwicklungen im Straßenwesen, Verkehrsmanagement, Autobahnbetrieb sowie zur Zusammenarbeit im deutsch-polnischen Grenzraum aus.
Unter der Leitung von Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, und Piotr Kurkowski, stellvertretender Generaldirektor der GDDKiA, knüpften beide Organisationen an den Besuch der Autobahn GmbH in Warschau im Jahr 2025 an. Das Treffen unterstrich das gemeinsame Interesse an einer noch engeren deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Infrastrukturbereich.
Leistungsfähige Straßeninfrastruktur endet nicht an nationalen Grenzen. Deutschland und Polen sind durch ihre Verkehrsnetze eng miteinander verbunden. Der Austausch zwischen europäischen Infrastrukturbetreibern schafft die Grundlage, um gemeinsame Herausforderungen bei Planung, Betrieb, Erhaltung und Digitalisierung der Netze effizient zu bewältigen und grenzüberschreitende Mobilität weiter zu stärken.
Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH: “Die polnischen und deutschen Autobahnen verbinden Menschen und Wirtschaft in ganz Europa. Wir sind beeindruckt von den Leistungen unserer polnischen Kolleginnen und Kollegen beim Ausbau der Straßeninfrastruktur in den letzten 35 Jahren. Als Nachbarn, Partner und Freunde arbeiten wir eng zusammen: bei der Modernisierung unserer Infrastruktur, bei Fragen der Verkehrslenkung und Verkehrssicherheit und bei der Bewältigung aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen.”
Im Mittelpunkt der Gespräche standen neben aktuellen Entwicklungen in Deutschland und Polen insbesondere praktische Fragen der Zusammenarbeit in den Grenzregionen. Vertreterinnen und Vertreter der Niederlassungen Ost und Nordost der Autobahn GmbH sowie der Regionaldirektionen der GDDKiA berichteten über gemeinsame Projekte und tauschten Erfahrungen zu operativen Herausforderungen aus.
Zu den Themen gehörten unter anderem internationale Umleitungsverkehre, Großraum- und Schwertransporte, Grenzkontrollen und Grenzübergänge sowie die Planung und Unterhaltung gemeinsamer Grenzbrücken. Die direkte Abstimmung zwischen den zuständigen Institutionen ist dabei entscheidend für einen reibungslosen Verkehrsablauf und eine leistungsfähige grenzüberschreitende Infrastruktur. Ergänzend zum strategischen Austausch besuchte die polnische Delegation die Verkehrszentrale Ost in Halle/Peißen sowie die Autobahnmeisterei Peißen und erhielt Einblicke in das operative Management des deutschen Autobahnnetzes.
Der Dialog zwischen der Autobahn GmbH und der GDDKiA leistet einen konkreten Beitrag zur deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Er stärkt die Vernetzung beider Infrastrukturbetreiber und unterstützt den Aufbau eines sicheren, resilienten und leistungsfähigen europäischen Verkehrsnetzes.
Zugleich baut die Autobahn GmbH ihre internationalen Beziehungen stetig aus. Bereits im April dieses Jahres tauschten sich Fachleute der Autobahn GmbH mit der luxemburgischen Administration des Ponts et Chaussées in der Verkehrszentrale Deutschland aus. Im Juni besuchte zudem eine Delegation der Autobahn GmbH den niederländischen Infrastrukturbetreiber Rijkswaterstaat in Rotterdam, um sich über Planung, Bau und Erhaltung von Brückenbauwerken zu informieren. Weitere Kooperationen bestehen zudem mit Belgien, Dänemark, Japan, der Mongolei, Österreich, Tschechien und dem Vereinigten Königreich.