Berliner Brücke in Duisburg: Autobahn GmbH startet Neubau mit feierlichem Spatenstich

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder setzte am 4. Mai 2026 gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Bauwesen ein klares Zeichen für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Ruhrgebiet und in ganz Deutschland. Der rund 2 Kilometer lange Brückenzug über Ruhr, Rhein-Herne-Kanal, Binnenhafen und wichtige Bahntrassen sichert eine der zentralen Verkehrsachsen im westlichen Ruhrgebiet.


Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Mit dem Ausbau der A 59 stärken wir Deutschlands Rolle als Verkehrs- und Logistikdrehscheibe in Europa. Heute starten wir mit dem Neubau des Berliner Brückenzuges. Dieses Großprojekt hat für Stadt, Region und Menschen, für Wirtschaft, Wohlstand und Wachstum eine enorme Bedeutung. Wir sprechen hier insgesamt von sechs Bauwerken, die über eine Länge von rund 2 Kilometern die Ruhr, den Hafen und Gleisanlagen überspannen. Dafür investieren wir allein in den Ersatzneubau des Berliner Brückenzuges rund 450 Millionen Euro. Insgesamt werden wir für den Ausbau der A 59 rund 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Ob hier in Duisburg, in anderen Region Nordrhein-Westfalens oder bundesweit: Wir arbeiten entschlossen am Comeback der Infrastruktur.“

 

Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, betont: „Der Neubau der Berliner Brücke ist eines der zentralen Brückenprojekte in unserem Netz. Als Autobahn GmbH stemmen wir hier ein Projekt von außerordentlicher technischer, logistischer und verkehrlicher Dimension. Dieser Spatenstich ist der Beginn eines bedeutenden Bauvorhabens. Wir treiben in ganz Deutschland die Brückenmodernisierung entschlossen und systematisch voran.“

 

Thomas Ganz, Direktor der Niederlassung Rheinland, erklärt: „Die Berliner Brücke verbindet nicht nur Stadtteile und Verkehrswege – sie verbindet Menschen, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Perspektiven im westlichen Ruhrgebiet. Tausende Verkehrsteilnehmende verlassen sich jeden Tag auf diese Strecke. Mit dem Neubau übernehmen wir Verantwortung für die Region und ihre Entwicklung. Als Niederlassung Rheinland bringen wir unsere regionale Erfahrung ein und arbeiten eng mit allen Partnern zusammen, damit diese wichtige Verbindung langfristig erhalten bleibt.“

 

Mit dem Neubau der Berliner Brücke startet der erste Abschnitt des geplanten sechsstreifigen Ausbaus der A59 zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg (A40/A59) und der Anschlussstelle Duisburg-Marxloh. Der Planfeststellungsbeschluss für den rund 6,7 Kilometer langen Gesamtabschnitt steht noch aus. Aufgrund der hohen Dringlichkeit hat das Fernstraßen-Bundesamt (FBA) jedoch im Mai 2025 eine vorläufige Anordnung erlassen. Sie erlaubt den frühzeitigen Start der Arbeiten an der Berliner Brücke – beschränkt auf den Bereich zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg und der Stadtparkbrücke.

Hintergrund ist, dass bei Bauwerksprüfungen im Oktober 2024 zusätzliche Mängel an der Tragfähigkeit der bestehenden Brücke festgestellt wurden, insbesondere für schwere LKW. Da weitere Einschränkungen auf der stark belasteten Verbindung nicht ausgeschlossen werden können, ist es ein gutes Zeichen, dass die Ersatzbauwerke bereits jetzt begonnen werden.

Der Brückenzug Berliner Brücke besteht aus mehreren aufeinanderfolgenden Bauwerken mit einer Gesamtlänge von rund  2 Kilometern. In der ersten Bauphase errichtet die Autobahn GmbH des Bundes westlich der aktuellen Brücke ein komplett neues Teilbauwerk, das später den Verkehr in Fahrtrichtung Süden aufnehmen wird. Dieses erste Teilbauwerk soll bis Herbst 2029 fertiggestellt sein. Danach wird der Verkehr auf den Neubau umgelegt. Anschließend erfolgt der Rückbau des bestehenden östlichen Brückenzugs sowie der Bau des zweiten Teilbauwerks in Fahrtrichtung Norden. 

Projekt-Detail | Die Autobahn GmbH des Bundes