Für den Neubau der A45-Brücke Martener Straße muss die A45 in beiden Fahrtrichtungen ab Frühjahr 2027 für voraussichtlich acht Monate gesperrt werden. Auch die Martener Straße muss für diesen Zeitraum gesperrt werden.
Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang: Der Verkehr kann wirksam über die A43 umgeleitet werden. Die dortige Schrankenanlage wird dazu früher als ursprünglich geplant abgebaut und der Verkehrsfluss für alle dauerhaft verbessert.
Komplexe Ausgangslage
Die Brücke überquert sieben Bahngleise (Fernverkehr, Regionalbahnen und Güterverkehr). Darüber hinaus verlaufen unter der Brücke die Martener Straße, eine relevante Straßenbahnlinie sowie mehrere Buslinien.
„Auf diese besonderen Herausforderungen haben wir reagiert und uns frühzeitig mit der DB abgestimmt. So können wir in einer Sperrpause der Bahn Abriss und Neubau durchführen“, sagt Nadja Hülsmann, Leiterin der Außenstelle Hagen der Autobahn GmbH des Bundes. „Die Sperrpause ist 2027 möglich. Nachdem wir Planung und Ausschreibung beschleunigen konnten, können wir dieses ideale Zeitfenster nutzen.“
Die Brücke stammt aus dem Jahr 1971 und ist inzwischen an das Ende ihrer Belastbarkeit gelangt. Die statischen Werte des Bauwerks zeigten, dass eine Sanierung und Verstärkung weder sinnvoll noch wirtschaftlich wären. „Das erkannt, haben wir umgehend die Neubauplanung angestoßen“, sagt Nadja Hülsmann. Der Bau einer Behelfsbrücke, durch den die Vollsperrung zu vermeiden gewesen wäre, wurde parallel geprüft. „Aus Platzgründen scheidet dies jedoch aus.“
Parallele Sperrung der Bahnstrecken
Die A45 zwischen Autobahnkreuz Dortmund-West und der Anschlussstelle Dortmund-Hafen wird für voraussichtlich acht Monate ab Frühjahr 2027 in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Parallel sperrt die Bahn für etwa zwei Monate ihre Gleise. In dieser Zeit können die wichtigsten Arbeiten für den Ersatzneubau der Brücke stattfinden. Nach der Sperrpause kann bei laufendem Schienenverkehr weitergebaut werden. „Wir sind schon jetzt mit vielen Partnern im Gespräch, um die notwendigen Umleitungsverkehre zu planen.“ Besonders wichtig ist der Außenstellenleiterin, dass alle Betroffenen so früh wie möglich mit der Vollsperrung planen können. „Ein Jahr vor Beginn der Maßnahme gehen wir dazu in den direkten Austausch mit den betroffenen Städten, Kreisen, Verbänden, Politik und Vertretern der Wirtschaft. Und informieren natürlich auch die Bürgerinnen und Bürger.“
Hintergrund
- Am 5. Dezember 2025 wurde eine EU-weite Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb auf den Weg gebracht. Die Submission ist am 21. April 2026 erfolgt.
- Schnelleres Bauen wird mit einem Bonus belohnt.
- Auf einer Projektseite können sich Interessierte über den Fortgang der Planungen informieren. Hier kann auch ein Newsletter abonniert werden, um immer mit aktuellen Nachrichten versorgt zu werden.